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Wirtschaft

Kauffrau im Gesundheitswesen: Clara Seidel

Clara Seidel macht zurzeit bei der BARMER Krankenkasse eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen mit dem Schwerpunkt Vertrieb. Sie schildert im Interview ihre Eindrücke.

In meiner Schulzeit habe ich als Schülerin viel im Einzelhandel gejobbt und dabei festgestellt, dass mir der Umgang mit Kunden Spaß macht. Um viele Berufe kennenzulernen, habe ich auch außerhalb der Schule freiwillige Praktika geleistet. Den Bereich Gesundheit fand ich schon immer spannend und ich bin überzeugt, dass das Thema immer wichtig sein wird. Über einen Freund, der sein Jahrespraktikum bei einer Krankenkasse durchlaufen hat, bin ich auf den Ausbildungsberuf Kauffrau/-mann im Gesundheitswesen aufmerksam geworden.

Die Ausbildung Kauffrau/-man im Gesundheitswesen mit dem Schwerpunkt Vertrieb ist eine Besonderheit bei der BARMER, denn es gibt sie mit diesem Schwerpunkt erst seit August 2017. Sie ist eine Kombination aus Innendienst und Vertrieb. Im Innendienst bin ich u.a. für die Kundenbetreuung in unserer Geschäftsstelle zuständig, die uns wegen verschiedener Anliegen aufsuchen, wie z.B. für die Kostenübernahme eines Heil- und Kostenplanes einer zahnärztlichen Behandlung. In dem Aufgabenfeld Vertrieb bin ich dagegen außerhalb unserer Geschäftsstelle viel unterwegs und besuche Firmen, Schulen oder Privatkunden. Dort führe ich Gespräche mit den zuständigen Personen zur Ausgestaltung von Veranstaltungen, Bewerbungstrainings, Gesundheitstagen und Firmenfitness-Aktionen wie zum Beispiel den Balance-Check und Herz-Coach. Man könnte sagen, ich bin ‚Unterwegs für Ihre Gesundheit‘ – und das bin ich sehr gerne!

Zusätzlich zu meinem Ausbilder, der in unserer Geschäftsstelle mein Ansprechpartner ist, gibt es einen Gebietstrainer, der mich alle drei bis sechs Monate vor Ort besucht und mich sowohl in Theorie als auch in der Praxis schult. Dieses Konzept heißt "Trainer on the job". Der Gebietstrainer begleitet und unterstützt mich in meinen Außenterminen. Im Nachgang erhalte ich von ihm auch ein Feedback und Tipps, die sehr nützlich für mich sind. Zusätzlich erhalten wir Vertriebler auch gemeinsame interne Seminare.

Besonders gut gefällt mir an meinem Ausbildungsbetrieb, dass ich total gut aufgenommen wurde und mich wertgeschätzt fühle. Der Umgang untereinander ist sehr gut. Weiterhin gefällt mir die Kombination aus Berufsschule, Innendienst, Vertrieb und "Trainer on the job". Wir haben zudem die Möglichkeit, in anderen Geschäftsstellen zu hospitieren. Durch die anspruchsvolle Ausbildung werde ich gefordert, aber auch gefördert. So lerne ich zum Beispiel wie man Vorträge, interne Schulungen und Aktionen plant, vorbereitet und durchführt. Für meine Arbeit habe ich ein eigenes iPad und ein Diensthandy erhalten. Ich bekomme viel Verantwortung übertragen und kann weitestgehend selbstständig und flexibel arbeiten, werde aber nie alleine gelassen.

Jugendlichen, die noch auf der Suche nach dem geeigneten Ausbildungsberuf sind, empfehle ich, so viele Praktika wie möglich zu machen, um in verschiedene Berufe reinzuschnuppern, in dem Ausbildungsbetrieb Probe zu arbeiten, Berufsmessen zu besuchen, sich rechtzeitig zu bewerben und keine Angst vor zu wenig Plätzen zu haben. Denn: wieso sollte man nicht derjenige sein, der den Ausbildungsplatz bekommt?! Die positive Herangehensweise ist genauso wichtig wie eine gute Vorbereitung.

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