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Wirtschaft

Buchhändler/-in: Florian Beyer

Florian Beyer, 22 Jahre, lernt im zweiten Ausbildungsjahr Buchhändler bei Hugendubel in Wiesbaden.

Den Beruf des Buchhändlers habe ich durch meine Liebe zur Literatur entdeckt. Sie ist seit meiner Kindheit ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens. Meine Mutter und meine Großmutter waren sehr prägend. Ich hatte vor dieser Ausbildung bereits eine Lehre zum gestaltungstechnischen Assistent an einer Berufsschule absolviert und dabei viel über Grafik und Filmbearbeitung gelernt. Allerdings wollte ich nicht „Stroh zu Gold spinnen", also den Kunden um jeden Preis alles verkaufen.

Die Literatur kann einem sehr viel geben und mitunter wegweisend wirken. In meiner Kindheit war unter anderem Michael Ende einer meiner Lieblingsautoren, mit 13 entdeckte ich dann Alberto Moravia („La Noia") und Robert Merle („Das vernunftbegabte Tier", „Der Tod ist mein Beruf") als Autoren. Ich habe außerdem eine hohe Affinität zu Klassikern, unter anderem zu den „alten Russen", wie zum Beispiel Dostojewski. In der modernen Literatur mag ich besonders gerne Bücher von Juli Zeh („Spieltrieb").

Die Arbeit als Buchhändler ist eine sehr schöne Mischung aus geistiger und körperlicher Arbeit. Ich verbringe viel Zeit im Beratungsgespräch mit Kunden, habe mitunter aber auch viel Ware zu verräumen. Sehr reizvoll ist die Tatsache, dass ich im Grunde täglich Dinge dazulerne und über alle Neuheiten auf dem Buchmarkt informiert bin.

Ich freue mich immer sehr, wenn ich merke, dass meine Empfehlungen ankommen. Zum Beispiel, wenn ein bestimmter Kunde regelmäßig das Gespräch mit mir sucht oder sich für vorangegangene Empfehlungen bedankt. Außerdem habe ich wirklich tolle Kollegen. Wir wissen um die Stärken und Schwächen des anderen und können uns aufeinander verlassen – das halte ich für extrem wichtig.

Sollte es bei der der ersten Bewerbung nicht klappen, darf man keinesfalls aufgeben. Ich habe 16 Bewerbungen an Buchhandlungen und eine als Bibliothekar verschickt und wurde nur zu drei Bewerbungsgesprächen eingeladen (witzigerweise waren alle Einladungen von verschiedenen Hugendubel-Filialen). Ich finde auch, dass man sich nicht nur auf eine bestimmte Stadt versteifen, sondern auch einen möglichen Umzug oder Pendeln in Betracht ziehen kann.

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