Wohnbetreuer

Ältere und auch schwer behinderte Mieter der Wiesbadener Wohnbaugesellschaft mbH (GWW) können in den Gebieten Weidenborn, Riederberg und Bergkirchenviertel auf eine ganz besondere Hilfe bauen.
Wohnbetreuer | © wiesbaden.de

Im Arbeitsmarktprojekt "Wohnbetreuer" gehen vier Wohnbetreuer den Mietern tatkräftig zur Hand, wenn eine Glühbirne ausgewechselt werden muss, wenn eine Begleitung beim Arztgesuch notwendig wird oder wenn bei Abwesenheit die Blumen gegossen werden müssen. Auch bei der Treppenhausreinigung oder bei Umzügen erhalten die Senioren Unterstützung.

Ein Teil der Helferdienste wird gegen ein kleines Entgelt erbracht, so beispielsweise die Treppenhausreinigung oder die Begleitung beim Einkauf. Andere Hilfen sind kostenfrei, wie etwa der Auf- und Abbau von kleineren Möbeln, Botengänge oder die Unterstützung beim Umzug.

"Leben und Wohnen im Alter - Wohnbetreuer für Weidenborn" ist ein Kooperationsprojekt der GWW, der EVIM Gemeinnützige Altenhilfe GmbH sowie der Beschäftigungsförderung im Amt für Wirtschaft und Liegenschaften, die gleichzeitig das Projekt steuert. Das Arbeitsmarktprojekt wurde in 2008 gestartet und ab Februar 2010 für zwei weitere Jahre verlängert. Seit 2010 ist das Angebot der Wohnbetreuer auf weitere Wohngebiete der GWW ausgeweitet, die Bepreisung einiger Leistungen sowie die stärkere Vermittlungsunterstützung der befristet beschäftigten Wohnbetreuer ist neuer Projektbestandteil.

Bei den Projektteilnehmern handelt es sich um ältere Langzeitarbeitslose, die bislang nur begrenzte Chancen auf eine Anstellung haben. Erst wenn eine individuelle praxisnahe Qualifizierung mit Themen wie Umgang mit Alter, Hygienevorschriften, Kommunikation und Umgang mit Mietern, durchlaufen ist, starten die Wohnbetreuer mit ihren Leistungen. Arbeitgeber während der Projektlaufzeit ist die EVIM Gemeinnützige Altenhilfe GmbH.

Ergänzend zu ihren Tätigkeiten in den Wohngebieten werden die Projektteilnehmer individuell für die Tätigkeit als Wohnbetreuer wie auch für eine spätere andere Tätigkeit qualifiziert. Bei der Suche nach einer Folgetätigkeit im ersten Arbeitsmarkt werden sie gezielt durch das Institut Kutschera (Resonanz-Stiftung) unterstützt. Da die Vermittlung in eine Folgetätigkeit im April 2011 für drei der Projektteilnehmer geglückt ist, konnten für den Dauer der Restlaufzeit zwei weitere, neue Arbeitsuchende als Wohnbetreuer in das Projekt aufgenommen werden.



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