Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Wirtschaft
Wo bin ich?
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Existenzgründung
  4. Gründerporträts
  5. A - Z
  6. BranicA UG (haftungsbeschränkt)

BranicA UG (haftungsbeschränkt)

Februar 2017

Unternehmen
BranicA UG (haftungsbeschränkt)

Gründer
Nicole Brandt

Gründungsdatum
September 2016

Branche und Unternehmen:
Mobile Buchhaltung (Buchen der laufenden Geschäftsvorfälle)

Motto:
"Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie an und handelt." (Dante Alighieri)

Interview mit der Gründerin Nicole Brandt

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Dass ich die Gemeinnützigkeit mit abdecke. So können zum Beispiel auch gemeinnützige Vereine meine mobile Buchhaltung (Buchen der laufenden Geschäftsvorfälle) nutzen. Einer der Vorteile für sie: Sie müssen keinen Kassenwart oder Schatzmeister mehr finden. Selbstverständlich bin ich aber auch für Unternehmen zuständig – im regelmäßigen Einsatz oder als Vertretung. Die Kunden wissen meinen Vor-Ort-Service zu schätzen: Ich komme zu ihnen, sodass sie ihre Unterlagen im Haus behalten können. Nicht zuletzt biete ich Steuerberatern meine Unterstützung an.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Ich habe erst vor wenigen Monaten begonnen, aber ein Erfolg ist sicherlich, dass ich mir eine Marktnische erarbeitet habe: mit dem Thema "Gemeinnützigkeit", aber auch mit dem Vor-Ort-Service, der beispielsweise für Coworking-Stationen interessant ist.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich bin gelernte Industriekauffrau und arbeite seit 2002 in der Buchhaltung – für unterschiedliche Arbeitgeber, in unterschiedlichen Branchen und auf verschiedenen Hierarchieebenen. Dadurch kann ich auch bei der Prozessoptimierung beraten und bei der Umsetzung behilflich sein.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich war zuvor bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt und wollte mehr mitwirken – zum Beispiel größeren Einfluss darauf haben, für welche Kunden ich arbeite, und meine Stunden selbst organisieren. Eine Festanstellung wäre für mich grundsätzlich auch infrage gekommen, aber viele Arbeitgeber tun sich schwer damit, eine Frau Mitte dreißig einzustellen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich habe alle Möglichkeiten zum Vorinformieren genutzt, die es gibt, um richtig zu planen. Den Anfang machten die Gründerwochen. Ich hatte Termine beim Steuerberater, Existenzberater, habe Gründermessen besucht, bin auf dem Gründerschiff mitgefahren und habe viel genetzwerkt, unter anderem im heimathafen. Auch zu "Berufswege für Frauen" hatte ich Kontakt. Ich hatte die Zeit, mir all das anzuschauen. Und ich habe sie genutzt.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Das war schon sehr interessant! Bis dahin hieß es nur: "Ich will mich selbständig machen." Dann habe ich es wirklich durchgezogen und meine Pläne in die Tat umgesetzt. Das habe ich als aufwertend empfunden.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Dass ich mich wieder mehr mit Vertrieb und Marketing auseinandersetzen muss. In der Ausbildung und Fachoberschule zu Wirtschaft und Verwaltung habe ich mich mit den Grundlagen befasst. Die größte Herausforderung ist, sein Unternehmen zu "verkaufen". Da bin ich noch dran!

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Natürlich habe ich eine Homepage. Darüber hinaus nutze ich mehrere digitale Vertriebskanäle, überwiegend Xing, aber auch LinkedIn und Facebook. Wichtig ist, nicht nur zuhause zu sitzen, sondern rauszugehen, Leute kennenzulernen, sich vorzustellen und zu netzwerken. Es kann ja immer sein, dass jemand jemanden kennt, für den mein Angebot interessant ist ...

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Mit privaten Darlehen und dem Gründungszuschuss. Ich hatte zum Beispiel meine Homepage vorbereitet. Aber auch die Anmeldung beim Gewerbe- und Finanzamt oder der Notar für die Eintragung ins Handelsregister haben Kosten verursacht.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich möchte, dass mein Unternehmen so bekannt wird, dass ich von den Kunden angerufen werde – dass sich also die Akquise ein Stück weit umdreht. Außerdem möchte ich beim Thema "Digitalisierung" mitwirken, das immer mehr an Bedeutung gewinnt, und meinen Kunden aufzeigen, welche Möglichkeiten es da gibt.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... intensiver Sprachen lernen, da ich mich häufig in einem internationalen Kontext bewege.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Sich im Vorfeld gut zu informieren, bevor sie gründen. Nicht erst gründen, und sich dann um alles kümmern! Bei der Vorbereitung geht es nicht nur um das Produkt, sondern auch um alles andere, das zur Selbständigkeit dazugehört, wie Marketing und Vertrieb.

Anzeigen