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Wolfram Kröning GmbH

Wolfram Kröning hat sein Unternehmen neu ausgerichtet. Heute bietet er ausgewählte Kunstobjekte an, die es schaffen sollen, die Seele zu berühren. Das wichtigste Auswahlkriterium ist dabei seine eigene Intuition.

Februar 2018

Unternehmen
Wolfram Kröning GmbH

Gründer
Wolfram Kröning

Gründungsdatum
Gründung der GmbH: September 2000
Neuausrichtung: Januar 2018

Branche und Unternehmen:
Herstellung und Verkauf von Interieur

Motto:
"Man muss für sein Geschäft brennen!"

Interview mit dem Gründer Wolfram Kröning

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ausgewählte Kunstobjekte – denn die Auswahl ist der Zauber. Es geht mir vorwiegend um Kunstobjekte, die es schaffen, die Seele zu berühren. Das wichtigste Auswahlkriterium ist meine eigene Intuition. Sie hat mich noch nie verlassen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Obwohl ich gerade erst begonnen habe, kann ich bereits eine erste Kaufabsicht vermelden: Der Kunde ist begeistert von der Skulptur „Boat“ des Künstlers Itai Nyama aus Simbabwe. Sie hat die Form eines Segelbootes, ist aber ein wenig abstrakt. Sieht man genauer hin, erkennt man einige Unstimmigkeiten: So fehlt der Mast, und das vermeintliche Vorsegel ist hinten befestigt. Das Objekt ist aus einem einzigen Stück Serpentin gefertigt, wie so oft bei diesem Künstler.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Es war 1983, als ich als technischer Zeichner im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär angefangen habe. Im Jahr 2000 habe ich mich in dieser Branche selbstständig gemacht. Sie ist jedoch inzwischen so rau geworden, dass ich mich darin nicht mehr wiederfinde. Das ist etwas für harte Jungs, aber nicht für mich.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Für mich maßgeblich ist die Unabhängigkeit: dass ich keinen über mir habe, der mir reinredet und mir sagt, was ich zu tun oder zu lassen habe. Auch Chefs machen Fehler – die ich dann vielleicht noch ausbaden muss. Ein Beispiel sind Auftragsverhandlungen mit Kunden. Nicht jeder Chef kann von sich behaupten, eloquent und geschäftstüchtig zu sein.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Das war vor allem die EXINA – einen großen Dank an sie! Wenn man erst einmal eine Weile selbstständig ist, weiß man, worauf es ankommt: dass man präsent ist, dass man etwas anzubieten hat. Und dass man sich Gedanken macht: Wie erreiche ich den Kunden? Wie schaffe ich es, ihn zu begeistern?

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Sehr aufregend. Das Gefühl, etwas vollbracht und vieles noch vor sich zu haben. Was Sie hier sehen, ist ein lang geplanter Traum, der jetzt für mich in Erfüllung gegangen ist.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung war nicht das Finanzielle, sondern es sind die Termine - alles immer auf den Punkt hinzubekommen. Manchmal kommt es nicht darauf an, idealistische hundert Prozent zu schaffen. Manchmal reichen achtzig Prozent. Wenn man selbstständig ist, bekommt man die größten Probleme, wenn man Termine nicht hält.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Die Präsenz im Internet. Stufe zwei ist für mich, tatsächlich auch Ausstellungen außerhalb meiner eigenen Räumlichkeiten machen zu können. Das kann zum Beispiel in Banken sein oder in öffentlichen Gebäuden. Zum Glück sind Kunstwerke gerne gesehen!

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Meine erste Gründung war ein Glücksfall, weil mein ehemaliger Chef mir gleich einen großen Auftrag gegeben hat. Trotzdem habe ich einen Kredit von der Kreditanstalt für Wiederaufbau aufgenommen. Diesen Kredit habe ich schlussendlich gar nicht gebraucht. Er war für mich nur ein Rückhalt, falls irgendetwas schiefgehen sollte. Gerade am Anfang steht man schon ziemlich auf wackeligen Füßen. Auf Finanzen lege ich sehr großen Wert. Jemand, der die Finanzen nicht im Griff hat, sollte es unbedingt vermeiden, sich selbstständig zu machen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Eigene Kunstwerke zu schaffen. Die ersten sind fertig, aber es sollten unbedingt mehr werden. Ich arbeite sehr gerne mit porzellanähnlichem Material. Meine neue Aufgabe im Jahr 2018 wird Bronze sein.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ... Das ist jetzt etwas schwierig für mich (schmunzelt) ... Ich habe viel Zeit!

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Bei aller Begeisterung, die man gerade am Anfang hat, ist es wichtig, nicht über die Stränge zu schlagen und nicht zu glauben, man würde mit vielen Ausgaben viele Kunden bekommen. Einige Dinge müssen gar nicht sein. Zum Beispiel stelle ich die Kunstobjekte in einem Kellerraum aus – nicht in einem Laden in der Fußgängerzone, der unverhältnismäßig viel Geld kosten würde. Für den Anfang reicht mir das.

Noch ein weiterer Tipp: Wenn der erste Plan nicht aufgeht, sollte man sich überlegen, wie ein "Plan B" aussehen kann – und dann den Mut haben, es zu probieren. Genau das habe ich gemacht. Ich habe das eine auslaufen lassen und das andere hoch geriggt, wie man beim Segeln sagt. Jetzt nimmt mein Schiff Fahrt auf.

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