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Wirtschaft

Akzent Theater

Juni 2014

Unternehmen:
Akzent Theater

Gründer:
Sigrid Siewior

Gründungsdatum:
Januar 2014

Branche und Unternehmen:
Kultur- und Theaterstätte im Herzen der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Motto:

"Selbstmord macht man immer zum falschen Zeitpunkt."

Interview mit den Gründerin Sigrid Siewior

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
In meinem kuscheligen Theater mit der Intimität eines Wohnzimmers können die Besucher direkt eintauchen in die bunte Welt der verschiedenen Charaktere. Die Schauspieler sind vor und nach der Vorstellung sowie währenddessen nicht strikt vom Publikum getrennt. Die Zuschauer haben also großen Anteil daran, wie sich das Stück entwickelt. Gespielt wird quasi in jeder Ecke des Hauses. Es ist aber kein Mitmachtheater! Außerdem bekommt mein Theater im Juni als eines der ersten eine eigene App.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Mein erster Erfolg war es, ein passendes Objekt für mein Theater zu finden, dieses umzubauen und anschließend die erste Premiere zu meistern.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe bereits mit 13 Jahren als Sängerin mit einer kleinen Band auf einer Bühne in Schlesien gestanden. Dann kamen andere Musikgruppen hinzu - bis hin zur 21-köpfigen Big-Band - mit denen ich erfolgreich durch Osteuropa tingelte. Doch mein Hunger nach Professionalität führte mich nach Warschau an die Hochschule für Schauspiel. Nach erfolgreichem Abschluss folgten fast zehn Jahre in verschiedenen Stadttheatern sowie eine zweijährige Ausbildung auf der Hochschule für Musik und Gesang. In Wiesbaden besuchte ich 2 Jahre die Genzmer-Schauspielschule und in Hamburg wurde mir die Möglichkeit gegeben, Musical zu singen. 1992 gab ich schließlich mein deutsches Theaterdebüt im Goethe-Theater in Frankfurt am Main. Ich stand auf verschiedenen Bühnen in Polen, Weißrussland, Italien, Spanien und Deutschland, moderierte Großveranstaltungen, machte Musikaufnahmen auf Deutsch und Polnisch für das Radio. Auch als Filmschauspielerin arbeitete ich in Deutschland und Polen. Insgesamt stehen weit über 100 Theaterpremieren auf meiner Erfolgsliste.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich trage gerne die Verantwortung für das Ganze. Im Film ist das nicht möglich, als Gastschauspieler auch nicht. In meinem eigenen Theater aber ist alles von Anfang bis zum Ende in meiner Hand - es trägt meinen Akzent!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Meine Helfer und Mentoren habe ich in meinem bisherigen beruflichen Leben getroffen. Meine Augen und Ohren waren immer für Neues offen. Diese Erfahrungen haben mich und mein Theater geprägt.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Ohne zu schlafen! Ich habe festgestellt, dass der Tag zu wenig Stunden hat.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung liegt für mich in der Zukunft. Mein Theater existiert erst seit Mitte Januar. Die nächste Herausforderung besteht darin, ein volles Haus zu bekommen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Ich weiß, dass Mundpropaganda die beste Werbung ist und diese logischerweise am effektivsten bei vollem Hause wirkt. Ansonsten mache ich über Plakate und Flyer auf mein Theater aufmerksam. Ebenso werbe ich in Programmheften, schalte Onlinewerbung, habe einen eigenen Internet- und Facebook-Auftritt und buche Anzeigen in verschiedenen Zeitungen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Radio FFH und den Wiesbadener Kurier, die beide über mich berichtet haben.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Fast die gesamte Finanzierung basiert auf einem zinslosen privaten Kredit, den ich erst nach einem Jahr zurückzahlen muss.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Grundsätzlich habe ich keine Träume. Mein Akzent Theater ist auch nicht aus einem Traum entstanden, es war eine logische Konsequenz.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würden wir...
... gerne mit meinen drei Katern in einem einsamen Häuschen die Ostsee genießen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Flexibilität, Mut zur Entscheidung, Ausdauer, machen nicht nur reden. Multitasking ist ebenfalls sehr wichtig. Und – um abschließend mein Lieblingswort aussprechen zu können: Nein! Es geht darum, Erfolg zu haben. Ohne "Nein!" geht es nicht. Tausendmal am Tag wird man sanft manipuliert. Jeder hat eine andere Sicht auf die Dinge, und das ist gut so. Man darf aber nie die eigene Linie verlassen.

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