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Antje´s Gartenberatung & Gartenschule

August 2014

Unternehmen:
Antje´s Gartenberatung & Gartenschule

Gründerin:
Antje Dreßler

Gründungsdatum:
Januar 2014

Branche und Unternehmen:
Gartenberatung und Gartenumgestaltung vor Ort, Hilfe in allen Garten- und Pflanzenfragen, Unterstützung beim Einkauf sowie Seminare und Vorträge zu Gartenthemen.

Motto:

"Wer einen Garten anlegt, legt das Glück an". (japanisches Sprichwort)

Interview mit der Gründerin Antje Dreßler

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich nehme meine Kunden an die Hand und gestalte mit ihnen zusammen ihr neues Beet, den Vorgarten, aber auch sehr kleine Flächen und Problemecken. Die Kunden dürfen und sollen Fragen stellen, damit sie ein besseres Verständnis für die Natur bekommen. Auf Wunsch gehe ich mit ihnen gemeinsam in Pflanzenmärkte und berate sie dort beim Einkauf. Da ich auch eine floristische Ausbildung habe, werde ich zukünftig Kurse mit Schwerpunkt im Außenbereich (Garten, Balkon, Terrasse) anbieten. Im Herbst und Winter biete ich Dekorationsseminare an. Nach Möglichkeit werden wir Naturmaterial bei einer Wanderung sammeln und anschließend zu Türkränzen beziehungsweise Outdoor-Gestecken verarbeiten.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Ich stehe in Kontakt mit Bau- und Gartenmärkten, um dort im Sommer und Herbst Beratungstermine für deren Kunden anzubieten. Ab September 2014 werde ich in der IGS-Kastellstraße eine Garten- und Gewächshaus AG leiten und kann dort zusätzlich praxisbezogen unterrichten. Im gleichen Monat beginne ich meine Tätigkeit als Dozentin für Garten- und Pflanzenthemen im Volksbildungswerk Bierstadt. Auch die Reaktionen auf meine Artikel als Gastautorin im Wiesbadener Kurier in der Rubrik "Gartentipp der Woche" sind durchweg positiv. Nach jedem Erscheinen entstehen zwischen zwei bis vier Kundenaufträge. So wächst mein Kundenstamm kontinuierlich weiter an.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe eine Ausbildung zur Gärtnerin (Spezialrichtung Samenanbau/Pflanzenzüchtung) bei Saatzucht/Zierpflanzen in Erfurt absolviert. Anschließend arbeitete ich als Baumschulgärtnerin, Garten- und Landschaftsbauer sowie in der Floristik. In den letzten 25 Jahren war ich überwiegend als Verkaufsgärtnerin – meistens im Stauden- und Baumschulbereich - tätig.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich war schon immer ein Freigeist und voller Ideen sowie Kreativität. Meine bisherige Arbeit war da eher hinderlich aber notwendig, um sowohl fachliche als auch persönliche Erfahrungen zu erlangen, die mich heute weiter bringen. Mit meiner Firma kann ich mein angesammeltes Wissen mit dem Beratungsbedarf der Kunden verbinden - ganz abgesehen davon, dass es mir sehr viel Spaß macht. Zu sehen, wie die Kunden glücklich mit strahlenden Augen nach Hause gehen, weil ich ihnen ein Problem im Garten verständlich erklärt habe, ist einfach genial.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Über den Verein Berufswege für Frauen bin ich auf alle Fragen und Formalitäten der Gründung, wie zum Beispiel Businessplan, Marketing und Präsentation, vorbereitet worden. Besonders Irina Wascheck als Ansprechpartnerin hat mich sehr unterstützt. Die Vernetzung innerhalb des Vereins ist sehr hilfreich, ebenso das Social Business Women-Erfolgskonzept, wodurch ich drei Jahre kontinuierlich Unterstützung in Form von Coaching und Mentoring bekomme. Meiner Mentorin Michaela Höllriegel bin ich sehr dankbar für ihre frischen Ideen. Daneben ist meine Familie, und besonders mein Mann, zu nennen, der meine Homepage programmiert hat und diese auch betreut. Er unterstützt mich bei organisatorischen Tätigkeiten und hält mir auch im Haushalt den Rücken frei.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Die erste Zeit habe ich mich darauf konzentriert, meine Firma an verschiedenen Stellen bekannt zu machen. Ich habe viel telefoniert und geschrieben. Dass ich durch die Artikel als Gastautorin im Wiesbadener Kurier gleich einige Kunden gewinnen konnte, hat mich freudig überrascht. So konnte ich gleich richtig loslegen! Alles in allem fand ich das sehr spannend und aufregend.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Dass ich entgegen allen Einwänden von Arbeitskollegen, Verwandtschaft und Nachbarn die Selbstständigkeit in die Hand genommen habe. Ich wusste einfach: Das ist der richtige Schritt und habe mich nicht beirren lassen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Mit einer eigenen Homepage und einem gut wiedererkennbaren Logo, Werbung auf meinem Auto, sowie Flyer, die ich auf Märkten in Neubaugebieten und Bauernläden verteile. Außerdem bin ich auf Festen und Wochenmärkten mit einem Stand vertreten, wo ich für die Besucher einen kleinen Wissenstest vorbereitet habe und Werbegeschenke verteile. Ich halte zudem Kontakt zu Vereinen, Volkshochschulen und Erwachsenenbildungsstätten. Daneben schreibe ich Zeitungsartikel rund um das Thema Garten und halte bei verschiedenen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem "Geisenheimer Frauentag", Vorträge über Natur und Garten. Mit meiner Mentorin ist für Sommer 2015 ein Kinder- und Seniorenprojekt im Künstlerviertel geplant.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Mit einem Existenzgründungszuschuss von der Agentur für Arbeit und einen Mikrokredit als "Social Business Women" über Berufswege für Frauen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Eine richtige Gartenschule in einem leer stehenden Gewächshaus eröffnen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich...
... mehr mit meiner Enkelin spielen und auf Reisen gehen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Immer einen Plan B im Hinterkopf haben.

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