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Wirtschaft

ARRA Vision

Februar 2017

Unternehmen
ARRA Vision

Gründer
Philipp Bindarra

Gründungsdatum
Oktober 2015

Branche und Unternehmen:
Film- und Medienproduktion

Motto:
"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne." (Hermann Hesse)

Interview mit dem Gründer Philipp Bindarra

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich bin zwar Einzelunternehmer, habe aber zwei Projektpartner, mit denen ich dieselbe Vision teile: Daniel Knußmann, unseren Autoren und Regisseur, und Daniel Sax, unseren Kameramann. Wir haben uns aus Freundschaft gefunden, nicht aus kommerziellen Überlegungen. Wir wollen dem Kunden, dem Betrachter und auch uns selbst wieder eine gewisse Magie nahebringen, die dem Medium Film innewohnt. Diesen Zauber wollen wir wieder hervorrufen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Ich hatte schon eine Firma, die eigentlich sehr erfolgreich war: 2013 haben wir den hessischen Filmpreis gewonnen. Für ARRA Vision bereiten wir gerade unseren Ideenkatalog mit all unseren Stoffen vor, um sie verschiedenen Produktionsfirmen und Sendern anzubieten. Unser täglich Brot sind aktuell Imagefilme, von denen wir bereits einige gedreht haben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Der ist ziemlich verrückt! Erst war ich Soldat, dann bin ich für ein Jahr nach Istanbul gegangen, habe dort in Bars gejobbt und letztendlich auch für einen Konzertveranstalter gearbeitet. Als ich zurückkam, habe ich Medienwirtschaft studiert und bin beim Film gelandet, was mich bis heute fasziniert. Dann habe ich meine erste Firma gegründet, die Vierte Wand, aus der ich nach zweieinhalb Jahren wieder ausgestiegen bin. Im Anschluss habe ich mich ein Jahr lang mit anderen Dingen wie Musik beschäftigt, um Abstand vom Filmbusiness zu gewinnen. Doch dann habe ich Daniel Knußmann kennengelernt und es hat gefunkt ...

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Wir beide haben gemerkt, dass es ganz viel Potential gibt, Dinge anders zu machen – in unserer eigenen Art und Weise. Wir dachten uns: Es wäre doch unclever, den anderen immer Drehbücher und unsere Ideen zu schicken. Lass uns doch unsere eigene Produktionsfirma aufbauen!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Schon im Studium und im Praktikum habe ich viele Selbständige kennengelernt. Manchmal habe ich mir gedacht: Vielleicht würde ich es anders machen und das wäre doch auch gut. Bei Exina wurden dann die ganzen Problemstellen genauer erörtert. Das hat sehr geholfen, denn im Studium wird einem nicht vermittelt, wie es zum Beispiel mit Versicherungen oder der Buchhaltung aussieht.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Aufregend! Es war eine Mischung aus Panik und Eifer. Panik dadurch, dass alte Erinnerungen wieder aufgerufen wurden. Im Gewerbeamt dachte ich mir: "Hier standst du schon einmal ..." Auf der anderen Seite hatte ich den Eifer, es diesmal besser zu machen und diese zweite Chance zu nutzen. Diesmal habe ich einfach Leute, bei denen ich weiß, dass es besser passt.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Den Mut zu fassen, wirklich etwas anders zu machen. Wir haben oft gezweifelt und uns immer wieder gefragt: Haben wir die Kraft, das so durchzuziehen? Oder machen wir es doch eher so wie alle anderen? Jetzt ist der Stein ins Rollen gekommen. Was andere darüber denken, ist uns egal.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Das Mysterium, das wir um uns herum aufbauen wollen. Da wir zu dritt sind und eine Synergie bilden, geht es nicht um unsere einzelnen Persönlichkeiten, sondern um diese Einheit "ARRA Vision". Unser Spektrum wollen wir in kleinen Teasern zeigen, die wir gerade für unsere Webseite drehen. Um gebührend einzuleiten, dass das Unternehmen jetzt geboren ist, haben wir eine Überraschung vor.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Da waren wir ganz mutig. Wir haben keinen Kredit genommen, sondern haben gesagt: Wir arbeiten mit dem, was wir haben. Das Wichtigste sind unsere Köpfe und die Finger. Ein paar kleine Sachen, wie Rechner, hatten wir. Alles Übrige wird nach und nach angeschafft, und gut ist. Für die Zukunft steht ein Büro an.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Wir möchten unseren eigenen Stil entwickeln und wünschen uns, dass Kunden auf uns zukommen und wollen, dass wir etwas genau in diesem Stil für sie drehen. Ein Traum wäre auch, in Zukunft so etwas wie eine Zirkustruppe von 30 Leuten zu haben, von denen man weiß: Die sind immer dabei. Wie bei Monty Python. Auch ein kleines Studio wäre noch ein Traum.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... mehr lesen. Es bringt einen dazu, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Man entwickelt eine große Empathie, taucht in andere Welten ein und lernt, sich zu konzentrieren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Nicht alle anderen als Konkurrenz zu sehen und seine Kräfte einzuteilen. Man sollte sich klar machen, was man selbst stemmen kann und was nicht. Ich teile gerne, gebe Sachen auch mal ab und gönne sie anderen. Trotzdem ist es auch wichtig, eine gewisse Schweigsamkeit an den Tag zu legen und nicht immer allen seine ganzen Ideen und Träume zu erzählen.

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