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Wirtschaft

bellemira – märchenhafte Kinderbilder

August 2015

Unternehmen:
bellemira – märchenhafte Kinderbilder

Gründerin:
Samira Schulz

Gründungsdatum:
1. November 2014

Branche und Unternehmen:
Fotografie und Bühnenbau. Der Schwerpunkt liegt auf ganz besonders ausgefallenen Kinderbildern mit selbstgebauten, märchenhaften Kulissen aus recycelten Materialien oder aber auch ganz natürlich schönen Momentaufnahmen.

Motto:

"Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!" (Astrid Lindgren)

Interview mit der Gründerin Samira Schulz

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich denke, die Freude an der Arbeit mit den Kindern ist in meinen Bildern ersichtlich. Die kindliche Fantasie, die Fähigkeit, beispielsweise den Joghurtdeckel zum Lenkrad, das Bett zum Boot, das Kissen zum Monster oder den Löffel zum Schwert erklären zu können, finde ich sehr inspirierend. Ich möchte diese fantasievollen, märchenhaften Landschaften bauen und den Kindern anbieten, dort hinein zu tauchen. Mir ist wichtig, dass sie Spaß dabei haben. An den Geschichten, die sie sich ausmalen, wenn sie auf der Bühne stehen, an der Zeit, die sie darin verbringen, während ich die Fotos mache und letztendlich an den Fotos, die dort gemacht werden. Nur dann – so glaube ich - kann ein wirklich gelungenes Bild entstehen. Dafür gebe ich den Kindern die Zeit, die sie brauchen um Vertrauen aufzubauen und ganz sie selbst zu sein. Das gilt auch für Fotos, die im häuslichen Bereich oder im Freien entstehen - ohne Bühne -ganz natürlich. Mein Anspruch ist es, eine Alternative zu herkömmlichen, institutionellen Kinderfotografien zu bieten.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Es hat zwar mit der Kinderfotografie nichts zu tun, ich habe mich aber trotzdem sehr gefreut gleich am Anfang meiner Selbständigkeit den Hessischen Innenminister für die IHK portraitieren zu dürfen. Im Bereich der Kinderfotografie habe ich hauptsächlich Privatkunden, konnte jedoch bereits für einige private Kindertagesstätten wichtiger Unternehmen in Frankfurt und Umgebung fotografieren, die meinen Ansatz der Kinderfotografie als erfrischend empfinden. Ich freue mich auch immer, wenn Erwachsene in den Kulissen, zum Beispiel für ihre Hochzeiten, fotografiert werden wollen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nachdem ich mein Studium der Fotografie an der University of the Arts in London abgeschlossen hatte, begann ich dort, in der Werbe- und Modebranche zu arbeiten. In Buenos Aires habe ich anschließend angefangen, Artdirektion an einer Filmhochschule zu studieren. Währenddessen arbeitete ich als Assistentin für Artdirektoren in Film und Werbung. 2012 bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und habe mich auf meine Selbständigkeit vorbereitet.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich war fast immer freischaffend und sehe darin viele Vorteile. Auch, wenn es wesentlich nervenaufreibender und ungemütlicher als eine Festanstellung ist, bietet es eine Flexibilität, die mir sehr wichtig ist. Nach den unterschiedlichen Berufs- und Lebenserfahrungen, die ich bis dato gemacht hatte, wollte ich etwas finden, dass all das verbindet und sich mit dem Familienleben vereinbaren lässt.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Familie und Freunde, die mir beistehen, Kolleginnen und Kollegen, die wertvolle Tipps und Tools weitergeben, und Exina, wo mir im Bereich wirtschaftlicher Beratung viele Hilfestellungen geboten wurden.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Sehr aufregend und sehr spannend, ohne Pause, auch mit Zweifeln, jedoch mit Spaß und guten Mutes!

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die Herausforderung besteht immer noch, das Arbeitsvolumen zu meistern, meinem Anspruch an die Arbeit gerecht zu werden und trotzdem Zeit, Geduld und Gedankenfreiraum für mein Kind einzuräumen. Der mehrwöchige Streik in den Kitas erwies sich dabei als bisheriger Härtetest.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Natürlich bin ich online unterwegs, auf Facebook und mit meiner Homepage. Ich glaube aber auch sehr an die Mund-zu-Mundpropaganda und den persönlichen Kontakt. Um meine Arbeit vorzustellen und mit den Menschen in Kontakt zu kommen nehme ich daher gerne mit einer meinen Fotobühnen an Sommerfesten, Märkten und bei besonderen Aktionen in Läden und Cafés teil.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die Fotografie ist ein teures Geschäft und ich hatte nicht viel Startkapital. Nach einem anfänglichen kleinen Privatdarlehen finanziere ich alles Weitere Schritt für Schritt mit den Einnahmen, die ich erziele. Die Kulissen stelle ich aus recycelten Materialien her – daher habe ich hier einen nicht so hohen finanziellen Aufwand. Nachhaltigkeit ist mir ein wichtiges Anliegen!

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich habe noch viel vor. Beruflich möchte ich mein Angebot erweitern und mein Unternehmen auf ein Niveau bringen, dass mir Sorgenfreiheit erlaubt und Wachstum ermöglicht.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
… diese gerne mit meinem Kind verbringen und in mein Interesse an Kunst und Kultur investieren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Eine der schwierigsten Aufgaben zu bewältigen empfinde ich die (tägliche) Strukturierung der anfallenden Arbeiten und Verpflichtungen. Dabei ist es wichtig, die Übersicht zu behalten, Prioritäten erkennen zu können und sich Auszeiten zu nehmen. Leichter gesagt als getan, sollte man trotzdem optimistisch bleiben, nicht aufgeben und vor allem mit Freude dabei sein!

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