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Wirtschaft

Café Crema Catalana

November 2017

Unternehmen
Café Crema Catalana

Gründerin
Jacqueline Arkasali

Gründungsdatum
Dezember 2016

Branche und Unternehmen
Kunstgalerie mit Gastronomie

Motto
"Community matters"

Interview mit der Gründerin Jacqueline Arkasali

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Mit dem Crema Catalana wollte ich einen Ort schaffen, wo Menschen gerne hinkommen und sich wohlfühlen. Mein Café ist außergewöhnlich und sehr persönlich. "Art and food, simply mixed" – das beschreibt sehr gut, was das Crema Catalana ausmacht, denn hier wird Kunst mit einer Kleinigkeit zu essen serviert. Aber auch das Essen selbst und wie wir es präsentieren, ist eine Kunst. Wir legen viel Wert darauf, dass alles sehr appetitlich aussieht.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Bevor ich das Café übernommen habe, hatten die Besitzerinnen zweimal gewechselt. Ich habe mich sehr gefreut, dass viele Gäste von früher wiedergekommen sind. Das Café ist ein Magnet! Ohne, dass ich viel Werbung gemacht hätte, kommen die Leute hierher. Jede Woche, jeden Monat sind es mehr – und sie kommen immer wieder. Es gefällt ihnen! Es berührt mein Herz, wenn ich sehe, dass meine Gäste zufrieden sind.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Eigentlich habe ich eine künstlerische Ausbildung, aber in den USA habe ich zunächst 15 Jahre lang im Spa-Bereich gearbeitet und auch eine Weiterbildung als Therapeutin absolviert. Mir war immer klar, dass ich irgendwann mein Ziel erreichen wollte: meiner Kunst eine Stimme zu verleihen. Es war immer mein Traum, etwas alleine und kreativ zu machen. In Kalifornien habe ich übrigens etwa zehn Jahre lang Ton-Ausstellungen gemacht.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Als ich zurück nach Deutschland kam, wurde mir mehr und mehr bewusst, dass ich nicht mehr für andere arbeiten, sondern mein eigener Boss sein möchte. Ich will selbst die Kontrolle darüber haben, wann ich arbeite, und eine regelmäßige Routine haben. Das war in den Jobs, die ich hier zunächst hatte, nicht möglich. Auf der Suche nach einem eigenen Café waren mein Mann und ich seit 2014 in ganz Wiesbaden unterwegs, haben überall gekostet und uns die Nachbarschaften angeschaut – und haben das Crema Catalana entdeckt, dass ich sehr süß fand. Letztes Jahr ging es dann ganz schnell: Auf einmal hatten wir den Schlüssel.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Bei "BerufsWege für Frauen" habe ich gleich zweimal den Kurs "Selbständig oder nicht?" besucht. Erst dann war ich wirklich bereit, ins kalte Wasser zu springen. Über "BerufsWege für Frauen" habe ich auch "Social Business Women" sowie meinen Coach Christiane Ebrecht kennengelernt, die mich sehr unterstützt. Ohne sie und Monika Frauenheim, die mir ebenfalls unglaublich viel geholfen hat, wäre ich nie so weit gekommen. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken!

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Es war eine Erleichterung – und gleichzeitig auch ein bisschen aufregend.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
An einem Samstag vor einigen Monaten kamen bereits um 11 Uhr ein Dutzend Leute, die alle Tische auf einmal belegten. Das war nicht leicht, denn ich wollte ja allen einen guten Service bieten! Ich habe versucht, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, und den Andrang so gut es geht gemeistert.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Mund-zu-Mund-Propaganda ist das Beste! Ich werde immer wieder neue Formate ausprobieren. Zum Beispiel plane ich gerade einen Strickabend für Frauen und Männer. Das bewerbe ich mit einem Plakat im Schaufenster und bin schon gespannt, wer kommt. Sind Herbst und Winter nicht genau der richtige Zeitpunkt, es sich in Wohnzimmeratmosphäre gemütlich zu machen?

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Neben dem Gründungszuschuss habe ich einen Kredit über "Social Business Women" erhalten und zusätzlich privates Geld investiert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Gemeinsam mit meinem Mann ein Restaurant aufzumachen, in dem wir authentische indische Fusion-Küche anbieten. Auch im Crema Catalana kann man bereits einen Mix aus spanischen und indischen Leckereien sowie kalifornische Kuchen kosten. Es passt alles zusammen!

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... mir eine Massage gönnen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Do your homework! Wer ein Café eröffnen möchte, sollte sich alles genau ansehen: Wie hoch sind die Mieten? Wie ist die Nachbarschaft? Gib’ dich nicht mit dem Zweitbesten zufrieden! Und wenn du das Richtige gefunden hast: Gehe deinen Weg!

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