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das isst Wiesbaden

November 2016

Unternehmen
das isst Wiesbaden

Gründerin
Britta Johannsen

Gründungsdatum
März 2016

Branche und Unternehmen:
Kulinarische Stadtführungen.

Motto:
"Man muss das Leben tanzen." (Friedrich Nietzsche)

Interview mit der Gründerin Britta Johannsen

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich biete keine gewöhnlichen, sondern kulinarische Stadtführungen, bei denen die Teilnehmer Wiesbaden im wahrsten Sinne des Wortes häppchenweise erkunden: An jedem Stopp wartet eine leckere Kostprobe auf sie, die vom Guide mit Anekdoten serviert wird. Abseits der ausgetretenen Touristenpfade zeigen wir das "andere" Wiesbaden, das man nicht im Reiseführer findet. Es geht mir vor allem darum, kleine, inhabergeführte Gastronomiebetriebe und deren Geschichte zu zeigen. Mit dieser Idee war ich die Erste in Wiesbaden.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Schon nach kurzer Zeit war ich in der Gewinnzone – und hatte damit mein erstes Ziel erreicht. Es gibt immer genug Anmeldungen, sodass die Tour regelmäßig jeden Samstag stattfinden kann. Oft ist sie sogar ausgebucht. Das größte Kompliment ist, wenn Wiesbadener neue Ecken und Läden in ihrer Stadt entdecken.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe schon viel ausprobiert, was mir jetzt zugute kommt. Nach dem Abi habe ich eine Bankausbildung gemacht und ein Jahr dort gearbeitet, bevor ich studiert habe – Soziologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften und Germanistik. Anschließend war ich als Eventmanagerin in einer Agentur tätig, später dann als Produktmanagerin bei einem Seminaranbieter. Dort bin ich auch heute noch in Teilzeit beschäftigt.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich habe schon immer überlegt, wie ich mein eigenes Ding machen kann. Eine Freundin von mir macht "das isst Berlin" und hat mich vor fünf Jahren darauf angesprochen, ob ich nicht etwas Vergleichbares in Wiesbaden anbieten möchte – ich war sofort begeistert! Als ich nach der Geburt meiner Tochter wieder halbtags in den Job eingestiegen bin, war der richtige Zeitpunkt dafür gekommen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Mein ganzes Umfeld hat mich unterstützt, vor allem mein Mann und meine Freundin in Berlin, deren Erfahrungen sehr wertvoll für mich waren. In einem Kurs von "BerufsWege für Frauen" habe ich meinen Businessplan erstellt und mich intensiv mit den Zahlen auseinandergesetzt. Das war sehr gut, da mir dieser Part am wenigsten Spaß macht, aber natürlich grundlegend ist.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Ich war ganz stolz! Das Gefühl würde ich als "freudige Aufgeregtheit" bezeichnen – es war auch mit Respekt davor verbunden, was auf mich zukommt. Ich war unglaublich gespannt, ob das, was ich mir überlegt habe, bei den Leuten ankommt.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die Zahlen ... Man muss sich mit Buchhaltung, Plänen, Budget usw. auseinandersetzen. Da ich dazu keine so große Lust habe, dauerte es auch am längsten. Mein Mann ist geduldiger als ich und hat mir anfangs sehr geholfen. Nach den ersten Monaten läuft es aber schon viel routinierter und ich habe das Gefühl, alles gut unter Kontrolle zu haben.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Am besten funktioniert Print! Zum Beispiel gab es im Wiesbadener Kurier und im Sensor Artikel über "das isst Wiesbaden", aber auch auf stadtleben.de, bei merkurist.de und im Blog "a sausage has two" wurde über die Tour berichtet. In der Touristeninformation und in verschiedenen Lokalitäten habe ich Flyer ausgelegt und sie an Firmen verteilt. Auf Facebook und Instagram bin ich natürlich ebenfalls vertreten. Und auch Mundpropaganda ist total wichtig: Die Teilnehmer sind sehr zufrieden, bewerten die Tour zum Beispiel auf Tripadvisor oder verschenken Gutscheine an Freunde.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Mit Eigenkapital. Da ich keine Ladenmiete oder ähnliches bezahlen muss, hat sich das in Grenzen gehalten. Anfangs habe ich alle Touren selbst gemacht, inzwischen kommen auch Guides zum Einsatz. Investiert habe ich zum Beispiel in PR, meine Homepage, Drucksachen, Stoffbeutel für die Guides und in Give-aways. Auch für die Kostproben zahle ich.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich möchte noch weitere Touren planen und vor allem umsetzen, vielleicht auch in anderen Städten – und dann ein schönes, gut zusammenspielendes Team haben. Gerade suche ich einen Guide, um auch eine englischsprachige Tour anbieten zu können.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... meinen Hobbies nachgehen, mehr Sport treiben oder Sachen für meine Tochter nähen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Einfach machen! Was viele hindert, selbstständig zu werden, ist der Respekt vor dem, was da kommt. Man kann sich leicht in den Vorbereitungen verlieren. Wenn man eine Idee hat: dranbleiben und starten!

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