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Wirtschaft

denkster

November 2016

Unternehmen
denkster

Gründer
Sascha Weinand

Gründungsdatum
Juli 2015

Branche und Unternehmen:
Werbetexte und Konzepte für Agenturen und Unternehmen.

Motto:
Als geborener Kölner: "Et kütt wie et kütt."

Interview mit dem Gründer Sascha Weinand

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Das bin ich! Denn wie bei allen kreativen Berufen macht die Person den Unterschied aus. Was mich auszeichnet, sind Erfahrung und Qualität. Oder anders gesagt: schnelle Denke, langer Atem und 20 Jahre Praxis als Texter und Konzeptioner.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Als freier Texter bei der Agentur Fuenfwerken Design arbeite ich bereits seit einigen Jahren für deren Kunden Weber-Stephen, einen der führenden Grillhersteller. Der wurde für herausragende Markenführung mit dem "German Brand Award ’16" in Gold ausgezeichnet. Und da freue ich mich natürlich, dass ich diesen Erfolg ein klein wenig unterstützen durfte. Außerdem habe ich zum Beispiel Scholz & Volkmer bei einem großen Social-Media-Projekt von Coca-Cola zur Fußball EM 2016 unterstützt.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe Werbekaufmann gelernt, aber während der Ausbildung schnell gemerkt, dass ich lieber mit Buchstaben als mit Zahlen jongliere. Ich war dann erst als Texter bei Wunderman in Frankfurt, später bei Formart in Zweibrücken. Anschließend ging’s nach England – als deutscher Texter für den Modeversandhändler Lands’ End. Nach fünf Jahren bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und habe in Chemnitz bei der zebra Werbeagentur angefangen, inzwischen Ostdeutschlands Werbeagentur Nummer eins. Aus privaten Gründen sollte es dann wieder nach Wiesbaden gehen. Als ich meine Chefs fragte, ob ich von hier aus im Homeoffice weiter für sie arbeiten kann, sagten sie: "Das probieren wir mal!" Aus dem Probieren wurden über fünf Jahre.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Auch die schönste Fernbeziehung schläft irgendwann etwas ein. Als der Wiesbadener Standort der zebra Werbeagentur schließlich aufgelöst werden sollte, war das für mich der letzte Schubser, um mich selbstständig zu machen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich wurde ganz klassisch in der Agentur für Arbeit beraten, wo man mir einen Gründerzuschuss in Aussicht stellte. Bei EXINA habe ich das Gründerseminar und die einzelnen Fachseminare besucht, wo man die Experten auch zu eher "unkreativen" Themen wie Steuern, Versicherungen und Buchführung direkt befragen konnte. Das hat sehr geholfen!

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Eigentlich wie die Tage davor auch. Weil ich ja vorher bereits im Homeoffice gearbeitet hatte, war der Übergang fließend. Ich dachte mir: Entweder es klappt oder es klappt nicht. Wenn nicht, dann mach ich halt irgendwas anderes!

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
An neue Kunden zu kommen, ist das A und O. Das Überraschende dabei: Zwei meiner jetzigen Kunden sind auf mich zugekommen – die haben mich über meine Website gefunden.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Da gibt’s keine. Einfach gut sein! Und darauf vertrauen, dass ich potentielle Kunden mit meinen Arbeitsproben und bestehende Kunden mit meiner täglichen Arbeit überzeuge.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Mit dem Gründerzuschuss. Wir hatten uns außerdem ein kleines Polster angespart, auf das wir aber bis jetzt nie zurückgreifen mussten. Es ging eigentlich alles total reibungslos! Manchmal denke ich: Das ist einfach zu gut, um wahr zu sein. Aber bis jetzt läuft’s ... Toi, toi, toi!

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Meine Frau und ich träumen von einer eigenen Gärtnerei – inspiriert durch unsere Zeit in England, wo das Gärtnern fast schon Nationalgut ist und es in vielen Orten kleine, spezialisierte Gärtnereien mit eigenem Tearoom gibt. Vielleicht lässt sich ja auch beides kombinieren – im Garten fallen mir oftmals die besten Texte ein.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
Wir haben doch alle gleich viel Zeit. 24 Stunden, jeden Tag. Mehr geht nicht. Es kommt darauf an, was wir daraus machen. Als Selbstständiger kann ich meine Zeit einfacher für die Dinge nutzen, die mir wichtig sind. Das kann der Kundentermin sein oder das gemeinsame Mittagessen mit meinen Söhnen. Natürlich wird’s auch manchmal hektisch. Aber als mein eigener Chef habe ich immer das gute Gefühl bestimmen zu können: Das mach ich und das nicht.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Ich kenne einige, die grübeln und zaudern – und über das Denken das Machen vergessen. Es gibt genug Dinge, die einen auf dem Gründungsweg ausbremsen können – man selbst sollte das aber nicht sein.

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