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Wirtschaft

Dynacrowd GmbH

Oktober 2016

Unternehmen
Dynacrowd GmbH

Gründer
Christoph Dümmen

Gründungsdatum
16. Dezember 2014

Branche und Unternehmen:
Technologie, die Menschen aufgrund ihres Ortes und Interesses ermöglicht, sich miteinander zu verbinden. Entwicklung eines Messengers (eine Art lokales WhatsApp für die Stadt, Nachbarschaft, auf Reisen), der jeweils helfen kann, interessante oder notwendige Dinge zu finden und sich darüber auszutauschen.

Motto:
"Beruflich und privat Profi"

Profi heißt für mich, authentisch und bewusst zu gestalten. Das beleuchtet für mich noch mehr als Work-Life-Balance, weil es Zielfokussierung, Einsatz und Leistungsbereitschaft mit einbezieht.

Interview mit dem Gründer Christoph Dümmen

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Die Fachwelt ist sich darüber einig, dass globaler und sofortiger Zugang zu Informationen über das Internet gelöst ist. Information individuell für das Hier und Jetzt verfügbar zu machen und eine Plattform für ortsbasierte Services bereit zu stellen, ist die nächste Herausforderung und wird vielfach als „the next big thing“ betrachtet. Wir entwickeln eine Technologie, die genau dieses Problem löst. Das besondere an unserem Unternehmen ist, dass wir Basistechnologie erfinden, die gewaltiges Potenzial hat und gleichzeitig genau so hohe Risiken birgt – weil der Markt hierfür noch so jung ist.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Wir haben mit unserem Wasabi Local Messenger einen der höchst dotierten Startup-Preise Deutschlands gewonnen. In der Würdigung heißt es, dass beim Düsseldorfer Flughafen DUS Highflyer Wettbewerb Wasabi als zukunftsträchtigster technologiebasierter Service im B2C Bereich ausgezeichnet wird. Der Erfolg unterstreicht damit die vielen, wirklich grundlegenden Ansätze und Konzepte, die wir in monatelanger Arbeit erfunden, konzipiert und umgesetzt haben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
1996 habe ich mich als IT-Trainer und Berater freiberuflich selbstständig gemacht. Den vielen unterschiedlichen Menschen täglich zu begegnen, hat mich gelehrt, Kundenwünsche zu erkennen und sie formulieren zu können. Das habe ich in der Folge elf Jahre lang in der Unternehmensberatung hfp in Kelkheim als Berater und später als Produktmanager für Audit-Lösungen einbringen können. Dort haben wir Software für die Rechnungsprüfung der Städte, Landkreise und Rechnungshöfe in Deutschland erstellt, vertrieben und auch einen Innovationspreis für unsere Software gewonnen. Jede Aufgabe bereitet auf eine nächste Aufgabe vor. Selbstständigkeit mit einem Innovationsprojekt war für mich der logische Schritt.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Wer nur über Veränderung nachdenkt, ändert nichts. Wir haben sehr gut überlegt, ob wir das Projekt technisch überhaupt realisieren können. Als diese Nuss (in der Theorie) geknackt war, haben wir die Zahlen überschlagen und geprüft, ob wir die notwendigen Meilensteine finanzieren können und natürlich im Markt geschaut, ob das schon jemand realisiert hat. Dann haben wir gemerkt, dass der Markt das Problem beschreibt – also kennt aber es keine Lösung dafür gibt. Somit konnten wir starten.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Eltern, Anwälte, Partner und Startup-Coaches.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Am Anfang stand erst einmal die ganze Logistik im Vordergrund. Es gab ja weder Firma, noch Büro, noch Drucker geschweige denn Server. Das war schon herausfordernd. Die rechtlichen Anforderungen einer Unternehmensgründung empfinde ich als große Hürde. Ich habe viele Berater kennengelernt, die sich dann auch noch widersprechen oder schlechte Leistung abliefern – was sich erst später herausstellte. Auch die Anmeldungen bei allen möglichen Ämtern, Versicherungen usw. kosten viel Zeit und Geld. Ich wünsche mir für Deutschland Erleichterungen, damit Gründungen einfacher werden und Gründer sich auf Ihre Produkte oder Services fokussieren können.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Wir sind gerade dabei, diese zu meistern. Eine nunmehr validierte Idee und das existierende Produkt mit Partnern umzusetzen, ist der nächste Schritt.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
In unserer jetzigen Phase sind wir mit den Partnern, die wir haben, gut aufgestellt.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die haben wir aus eigenen Mitteln umgesetzt. Das sind schon hohe Beträge aber nur für eine gute Idee gibt es kein fremdes Geld. Wir entwickeln eine neuartige Grundlagentechnologie, die nun funktioniert und mit dem Nachweis der Funktionsfähigkeit und erster Umsätze läuten wir die Wachstumsphase mit Risikokapital ein.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Jetzt lebe ich erst einmal diesen Traum. Der ist groß und bedarf meiner ganzen Aufmerksamkeit. Aktuell träume ich von drei Wochen Urlaub, die ich in dieser frühen und wichtigen Phase nicht habe.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
… viele Ideen gerne umsetzen. Jetzt freue ich mich, die Zeit, die ich habe, für dieses Projekt zu nutzen. Ich mache also genau das, was ich wollte und versuche, meine Zeit gut zu nutzen, statt mir mehr Zeit zu wünschen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Das Internet ist so voller Tipps für Gründer, darin kann man sich so leicht verlieren. Wer bisher gelernt hat, dass sein oder ihr Bauchgefühl oft stimmt, sollte vor Beratungen die eigene Position einmal schriftlich darlegen und sich dann die vielen Tipps und Tricks anhören, bewerten und das Gute und Passende behalten und auf das Bauchgefühl verlassen. Meistens ist es doch so, dass erfolgreiche Gründer, die dann zu Autoren und Vorbildern für Andere werden, in ihrer Gründer-Zeit ihr Ding auf ihre Art gemacht haben und nicht versucht haben, andere zu kopieren.

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