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Wirtschaft

Felbel Consulting

Dezember 2017

Unternehmen
Felbel Consulting

Gründerin
Dr. Marion Felbel

Gründungsdatum
Oktober 2016

Branche und Unternehmen
Unternehmensberatung

Motto
"In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst!" (Augustinus von Hippo)

Interview mit der Gründerin Dr. Marion Felbel

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich habe mich darauf spezialisiert, Organisationen und Menschen in Veränderungsprozessen zu beraten. Dabei arbeite ich mit dem Prosci® 3-Phasen-Modell, das seit 1994 weltweit eingesetzt und kontinuierlich wissenschaftlich begleitet wird. Ich bin sowohl zertifizierter Prosci® Change Practitioner als auch zertifizierter Business Coach nach der Co-Active Methode sowie Systemische Organisationsberaterin. So kann ich für jeden meiner Kunden ein individuelles Konzept mit dem Methoden-Mix anbieten, der sich für dessen spezielle Problemstellung eignet.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Unter anderem habe ich den Onboarding-Prozess eines Vorstandsmitglieds bei einem mittelständischen Unternehmen begleitet. Zudem wurde ich dort mit der Analyse und Neuausrichtung der internen Kommunikation beauftragt. Ein amerikanisches Biotech-Unternehmen habe ich in der Restrukturierung beraten und die Mitarbeiter in Coachings auf ihre neuen Aufgaben vorbereitet. Momentan bin ich im Gespräch mit einem deutschen Automobilhersteller, um das Change-Projekt Kulturwandel konzeptionell aufzusetzen und gemeinsam mit einem Projektteam zu implementieren.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Change zieht sich durch mein Leben! Ich habe in Miami und München Kommunikationswissenschaften, Wirtschaftspsychologie und Politologie studiert. Im Rahmen meiner Promotion an der Universität Stuttgart-Hohenheim habe ich den Führungsaspekt im Change-Prozess bei Siemens wissenschaftlich untersucht und war dann im Anschluss in München als Corporate Communications Manager bei Siemens angestellt. Um das Unternehmen auch aus Agentursicht kennenzulernen, wechselte ich zu Publicis. Einige Jahre später folgte ich meinem Mann nach Chicago, wo unsere beiden Söhne zur Welt kamen. Dort habe ich Workshops für Führungskräfte zur Entwicklung ihrer interkulturellen Kompetenz moderiert. Sechs Jahre später zogen wir nach Wiesbaden, wo ich als Privatdozentin am IMK (Institut für Marketingkommunikation) unterrichtet und bereits als selbständige Kommunikationsberaterin gearbeitet habe. Zuletzt war ich Partnerin einer Unternehmensberatung.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Die vorgegebene Arbeitsweise in der Unternehmensberatung entsprach nicht meinen Wertvorstellungen. Auch wollte ich mit Kollegen zusammenarbeiten, die ich während meiner Fortbildung kennengelernt hatte. Dies war nur in der Selbständigkeit möglich.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Zur Vertriebsstrategie hat mir ein ehemaliger Vorstand für Business Development wertvolle Ratschläge gegeben. Beim Marketingkonzept hat mich der Geschäftsführer einer Wiesbadener Werbeagentur unterstützt, der mit seinem Team auch die visuelle Umsetzung übernommen hat. Mein Trainer, bei dem ich die Ausbildung zum Prosci® Change Practitioner absolviert habe, hat mir geholfen, mein Netzwerk zu erweitern.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Einerseits war mir bewusst: Ich kann das und ich will das! Andererseits kamen aber auch immer wieder Zweifel, ob ich erfolgreich sein werde. Es war eine Zeit großer innerer Spannungen.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
An mich selbst zu glauben und weiterzumachen, wenn die Auftragslage einmal nicht so gut ist; den Mut aufzubringen, ein eigenes Büro anzumieten und in ein Marketingkonzept zu investieren, anstatt im Homeoffice mit geringen Fixkosten zu arbeiten.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Das Wichtigste ist ein gutes Netzwerk. Ehemalige Kunden und Kollegen empfehlen mich weiter. Neue Kontakte kommen auch über das American Chamber of Commerce zustande. Sehr hilfreich ist zudem, dass ich als freie Beraterin bei der Tiba Managementberatung gemeinsam mit Kollegen an größeren Projekten arbeiten kann.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Aus eigenen Rücklagen, die ich eigentlich für die Altersvorsorge angespart hatte. Ich habe viel Geld in meine Fortbildungen investiert. Außerdem waren die Einrichtung meines Büros, der Pkw, Logo und Internetauftritt zu bezahlen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Im Privaten ist das: ferne Länder kennenzulernen. Was das Berufliche betrifft, so möchte ich möglichst wenig Zeit für Akquise, Buchhaltung und Administration aufbringen müssen – und umso mehr Zeit für Konzepte und die Umsetzung beim Kunden haben. Ich möchte weitere internationale Projekte akquirieren und gerne mal im Ausland bei einem Kunden vor Ort arbeiten.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... mehr lesen, Ski fahren, bergwandern und Yoga praktizieren; öfters Freunde zum Essen einladen und neue Rezepte ausprobieren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Ein Existenzgründer-Coaching in Anspruch nehmen, um zu reflektieren: Was kann ich am besten? Mit welchen Kunden will ich arbeiten? In welcher Branche fühle ich mich wohl? Welche Strategie habe ich, um mit Misserfolgen fertigzuwerden? Wie sieht mein Plan B aus, wenn ich nicht erfolgreich bin? Ich berate häufig Menschen in beruflichen Veränderungssituationen und habe erfahren, dass die Vorbereitungsphase in die Selbständigkeit enorm wichtig ist, um die Herausforderungen zu meistern.

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