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The FRIDAY Cupping Room

Im Café von Birgit und Kay Köhler findet man feine Bohnen von kleinen Röstereien und den eigenen The FRIDAY Houseblend. Ihr "Third Wave Coffee" ist eine Besonderheit, die Kaffeeliebhaber von nah und fern anlockt.

Juli 2018

Unternehmen:
The FRIDAY Cupping Room

Gründer:
Birgit und Kay Köhler

Gründungsdatum:
August 2017

Branche und Unternehmen:
Gastronomie

Motto:
"Man bereut nur die Dinge, die man nicht tut."

Interview mit den Gründern

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Kai Köhler:
Unser Alleinstellungsmerkmal in Wiesbaden ist der "Third Wave Coffee". Er zeichnet sich durch Direkteinkauf, qualitativ hochwertige Bohnen, Single-Origin-Kaffee, hellere Röstungen und Latte Art aus. Kurzum: Geschmack und Genuss des Kaffees liegen uns am Herzen. Bei uns findet man feine Bohnen von kleinen Röstereien und unseren eigenen The FRIDAY Houseblend. In Zukunft bieten wir zudem regelmäßig Cuppings mit unserem Röster an, bei denen man Kaffee in seiner ganzen Vielfalt erlebt. Bei allem, was wir tun, achten wir auf höchste Qualität – natürlich auch bei den immer frisch zubereiteten Speisen, die regional und bio, immer vegetarisch und häufig auch vegan sind.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Birgit Köhler:
Wir hatten bereits nach kürzester Zeit viele Stammgäste. Oft wird uns gesagt, wir hätten den besten Kaffee in Wiesbaden und würden die Nerostraße beleben – so viel Lob bestärkt uns in dem, was wir uns vorgenommen haben!
Kay Köhler: Uns freut es sehr, dass wir Motivator sind für mehr Zeit für Genuss. Das ist eigentlich das schönste Kompliment: Wenn jemand seinen Kaffee nicht mehr nur nebenbei trinkt, sondern seine Geschäftswelt verlässt, zu uns kommt und genießt.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Birgit Köhler:
Nach meinem Innenarchitekturstudium bin ich in die Werbung gegangen. Inzwischen bin ich seit über zwanzig Jahren als Stylistin für Film- und Fotoproduktionen tätig. Darüber hinaus war ich Teilhaberin eines Restaurants in Frankfurt.
Kay Köhler: Ich war insgesamt 31 Jahre lang im Sondermaschinen- und Maschinenbau tätig. Zunächst im Familienbetrieb, zuletzt als Vertriebsleiter. Dennoch blieb die Neugier, in die Selbständigkeit zu gehen und neue Dinge auszuprobieren, was ich nun mit Leidenschaft tue.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Kay Köhler: Spaß an Kreativität und Selbstgestaltung.
Birgit Köhler: ... und die Liebe zum Kaffee!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Kay Köhler: Wir haben uns um nahezu alles selbst gekümmert. Wir sind beide sehr kreativ und haben von der Idee für das Café, der Gestaltung der Räume, Dekoration und der Speisekarte alles selbst entwickelt. Jedes Detail wurde zwischen uns durchdiskutiert und demokratisch darüber entschieden. Nicht zu vergessen unsere Freunde, die uns in unserer Entscheidung immer unterstützt und in der Anfangszeit immer eine helfende Hand angeboten haben.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Kay Köhler: Sehr turbulent ...
Birgit Köhler: ... wild und anstrengend! Die Zeit ist gerast. Wir hatten kaum Gelegenheit, innezuhalten und zu reflektieren, was eigentlich gerade passiert.
Kay Köhler: Sehr positiv war, wie gut wir angenommen wurden, und dass wir richtig tolle Nachbarn haben.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Kay Köhler:
Die Behörden. Davon waren bei uns etwa elf involviert. Wir haben uns überall Termine geben lassen und sind persönlich dorthin gegangen. Trotzdem wurden wir immer wieder von neuen Anforderungen oder Auflagen überrascht. Ich hätte mir einen Leitfaden gewünscht. Der hätte uns viel Stress und schlaflose Nächte erspart. Wie man das meistert? Mit ganz viel Willen und Enthusiasmus.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Birgit Köhler: Bei Facebook und Instagram haben wir die größte Resonanz. Über die "Third Wave"-Bewegung reisen einige Kaffeeliebhaber sogar aus anderen Städten zu uns an. Aber einige Menschen, die in den Nachbarstraßen wohnen, kennen uns noch gar nicht. Da wollen wir uns etwas einfallen lassen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Birgit Köhler: Wir konnten aus Rücklagen den Umbau verwirklichen. Private Investitionen wurden erst mal zurückgestellt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Birgit Köhler: Ich möchte mit meinem Wohnwagen, den ich allerdings noch nicht habe, durch Europa fahren. Die Anhängerkupplung dafür gibt es schon.
Kay Köhler: Unser Café soll weiter gesund wachsen. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel denken wir darüber nach, einen Co-Working Space zu schaffen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
Kay Köhler:
... ein Jazzkonzert oder eine Theatervorstellung besuchen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Birgit Köhler:
 Freizeit ist gering bis nicht vorhanden. Da heißt es: Mut zur Lücke – besonders im privaten Bereich. Es ist einfach sehr viel Arbeit. Außerdem sollte man sich nicht verrückt machen, wenn es einmal einen ruhigeren Tag gibt. Und flexibel zu bleiben, ist wichtig.
Kay Köhler: Jeden Tag wartet eine neue Herausforderung. Durchhaltevermögen, sich neu motivieren – ein wenig zu vergleichen mit einem Marathonlauf: Es gibt Durststrecken, wo es gilt, durchzuhalten, und man wird dann belohnt mit Zufriedenheit und Stolz auf das Geleistete!

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