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Wirtschaft

Herbertha UG (haftungsbeschränkt)

Juliett Zieboll bietet Gewürze von hoher Qualität, die nach Möglichkeit vollkommen bio sind. Verpackt sind sie in hochwertigen, nachhaltigen Steingut-Töpfen aus dem Westerwald.

Oktober 2018

Unternehmen:
Herbertha UG (haftungsbeschränkt)

Gründer:
Juliett Zieboll

Gründungsdatum:
Januar 2018

Branche und Unternehmen:
Gewürzmanufaktur

Motto:
Nicht zögern, machen!

Interview mit der Gründerin

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Wir bieten Gewürze von hoher Qualität, die nach Möglichkeit vollkommen bio sind. Verpackt sind sie in hochwertigen, nachhaltigen Steingut-Töpfen aus dem Westerwald. Aktuell vertreiben wir sie fast ausschließlich übers Internet, arbeiten aber mit Hochdruck daran, bald auch im lokalen Einzelhandel vertreten zu sein. Wie es dazu kam? Mein Vater verbringt den Winter seit Jahren in Indien auf einer Kaffeefarm. Dort gibt es auch wunderbare Gewürze wie Pfeffer, Kardamom oder Zimt, jedoch wurden diese eher als Abfallprodukt gesehen, da sich der Absatz für die Farmbetreiber nicht rechnet – die Idee unserer Firma war geboren!

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Es ist noch sehr viel besser angelaufen, als wir gedacht hatten. Darüber haben wir uns riesig gefreut. Nachdem sich alles etwas eingespielt hatte, bekamen wir jedoch die Hiobsbotschaft, dass eine Konkurrenzfirma mit unserem Firmennamen nicht einverstanden war und uns wegen Verwechslungsgefahr zur Geschäftsaufgabe zwingen wollte. Dieser Rechtsstreit hat uns leider viel Zeit gekostet – wir mussten etwa drei Monate offline gehen – und ein ordentliches Loch in die ohnehin nicht allzu üppige Gründerkasse gerissen. Nun sind wir mit alter Power zurück und wesentlich klüger als vorher. Die Kunden sind durchweg zufrieden und geben uns richtig tolles Feedback.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe bei einem Lebensmittellogistiker für Großkunden Groß- und Außenhandelskauffrau gelernt. Während meiner Ausbildung habe ich die Liebe zu Lebensmitteln entdeckt. Ich wurde dann in meinem Ausbildungsbetrieb im Personalwesen übernommen und verbrachte dort die ersten zehn Jahre meines Berufslebens. Durch ein nebenberufliches Studium habe ich mich betriebswirtschaftlich weitergebildet. Mittlerweile arbeite ich nur noch in Teilzeit, um mehr Zeit in Herbertha investieren zu können.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde. Es war erst eine Schnapsidee, aber es hat sich nach und nach zu etwas entwickelt. Das Feedback war so toll, dass klar war, wir machen weiter.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Max und Moritz! Max ist mein Freund, Moritz ein Bekannter, den wir mit ins Boot genommen haben. Er bringt das Vertriebsgen mit. Ohne die Unterstützung der beiden Jungs wäre ich ehrlich gesagt völlig aufgeschmissen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Aufregend war das! Man weiß ja noch gar nicht, was auf einen zukommt. Für mich war das alles völliges Neuland. Und dann kamen direkt Bestellungen aus ganz Deutschland.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das waren die Rechtsstreitigkeiten wegen unseres Namens. Er setzt sich zusammen aus Herb, englisch für Kraut oder Gewürz, und dem Zweitnamen meines Vaters, Herbert. Das "a" am Ende ist die weibliche Form des Namens. Natürlich haben wir geschaut, ob es den Namen nicht schon gibt, die Domain noch zu haben ist. Trotzdem gab es diese Klage wegen der Verwechslungsgefahr. Wir konnten uns schließlich darauf einigen, dass noch ein "h" in unseren Namen eingebaut wird. Eine Kleinigkeit, wenn man bedenkt, was auf dem Spiel stand.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Heute läuft sehr viel über Social Media. Aber die Inhalte zu produzieren, ist für mich als Laien unglaublich aufwändig. Wir hoffen auch auf Mund-zu-Mund-Propaganda – ganz klar. Beispielsweise hatten wir einen kleinen Stand auf dem Kiezkaufhaus-Sommerfest in Wiesbaden, und wir waren Produkt des Monats in der Tourist-Info. Da ich jetzt viel mehr Zeit habe, werde ich die Vermarktung richtig anstoßen und die vielversprechenden Gespräche mit dem lokalen Einzelhandel vertiefen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Aus eigener Tasche. Wir hatten vorher ein bisschen was zurückgelegt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Dass nicht nur unsere Verpackungen, sondern auch unsere Geschäftsräume richtig schön aussehen – und wir vielleicht selbst einen Laden haben.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
Ich habe mir gerade mehr Zeit geschaffen, um mehr Herbertha machen zu können.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Erstmal einfach drauf los! Und es ist wichtig, das Geld ein bisschen zusammenzuhalten. Man sollte sich gut überlegen, was man am Anfang tatsächlich braucht.

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