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Wirtschaft

Irinas-Nähfreude

März 2016

Unternehmen
Irinas-Nähfreude

Gründerin
Irina Wirt

Gründungsdatum
1. September 2015

Branche und Unternehmen:
Kreative Nähschule und Nähwerkstatt; Nähkurse, Schneiderkurse, Workshops und Einzelcoaching für Erwachsene und Kinder (Anfänger und Fortgeschrittene)

Motto:
"Man kann meist viel mehr tun, als man sich gemeinhin zutraut." (Aenne Burda)

Interview mit der Gründerin Irina Wirt

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
In meiner Nähwerkstatt lege ich großen Wert auf individuelle Betreuung und maximale Unterstützung. Ich biete Nähkurse, Schneiderkurse und Nähworkshops mit einer kleinen Teilnehmerzahl von maximal fünf Personen für alle Altersstufen auch als Einzelcoaching sowie für Anfänger und Fortgeschrittene an. Als gelernte Diplom-Ingenieurin für Bekleidungstechnik und ehemalige Berufsschullehrerin kann ich dank meiner Ausbildung und langjährigen Erfahrung fachlich kompetent beraten - von der Ideenfindung, dem Design, der Schnitterstellung und –anpassung bis hin zur Fertigstellung. Auch erfahrene Hobby-Schneiderinnen, die fachliche Unterstützung brauchen, werden in meiner Nähwerkstatt gerne betreut.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
In den ersten sechs Monaten ist es noch schwer über Erfolge zu sprechen. Erste kleine Erfolge sind die gut gebuchten Kurse „Nähmaschinenführerschein" und „Baby-und Kinderkleidung nähen" sowie zahlreiche Kontakte zu Nähbegeisterten und diejenigen, die es gerne werden möchten.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich bin ausgebildete Diplom-Ingenieurin für Bekleidungstechnik. Ursprünglich stamme ich aus Russland und lebe seit 2001 in Deutschland. Meine Begeisterung für Design und meine ersten kreativen Werke entstanden bereits in meiner Kindheit. Nach meiner ersten Ausbildung zur Näherin an der Technischen Berufsschule in Omsk habe ich mich zur Berufsschullehrerin mit dem Abschluss: „Meisterin für Betriebslehre und Verfahrenstechnik“ weitergebildet und anschließend Auszubildende bis zum staatlichen Examen zur Schneiderin betreut. Parallel dazu habe ich mir noch meinen Jugendtraum erfüllt und das Studium an der Fernhochschule für Textil-und Bekleidungsindustrie in Moskau absolviert. Mein Dipl.-Ing. wurde in Deutschland anerkannt, mein Dipl.-Berufsschullehrerin leider nicht. Da ich in meinem ersten Jahr in Deutschland keine Stelle in meiner Branche finden konnte, habe ich eine Umschulung zur Steuerfachangestellten absolviert. Während meiner letzten, fast achtjährigen Tätigkeit als Markenmanagerin konnte ich meine fachlichen Qualifikationen in den Bereichen Mode und Bekleidung zusätzlich vertiefen. Zu einer meiner vielen Aufgaben gehörte die Modeberatung auf den Messen und die Mitwirkung bei der Kollektionsherstellung. Parallel dazu habe ich 2003 angefangen, Nähkurse an der Volkshochschule Wiesbaden zu geben. 

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich wollte mir mit 52 Jahren meinen Traum erfüllen und mich auf das konzentrieren, was ich sehr gut kann und was mir enorm Spaß macht. Immer wieder haben mich Teilnehmer aus meinen vhs-Nähkursen auf private Kurse angesprochen und mich motiviert, mich damit selbstständig zu machen. Durch die Gründung von "Irinas-Nähfreude" kann ich nun das tun, was mich glücklich macht: mit Menschen interagieren und meine Leidenschaft – das Nähen - ausleben. Meine Freude am Nähen und Designen wollte ich schon immer mit Leuten teilen und so gründete ich meine eigene Nähschule mit dem Leitspruch: "Näh‘ dich glücklich".

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Die EXINA und die Unternehmensschmiede haben mich sehr gut beraten. Für die strategische Planung waren die Seminare bei EXINA sehr nützlich - die kann ich jedem Gründer wärmstens empfehlen!

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Eine große Umstellung war das für mich nicht. Ich komme aus der Branche und habe bereits lange vor meiner Gründung nebenberuflich Nähkurse für Anfänger und Fortgeschrittene bei der vhs unterrichtet. Büroorganisation und Buchhaltung sind mir durch meinen beruflichen Weg auch bekannt. Trotzdem habe ich mich, in meinen ersten Tagen als Gründerin, ziemlich unsicher gefühlt. Mir war und ist das Risiko sehr bewusst.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Eigenvermarktung ist für mich schwierig. Auch den Businessplan auf Deutsch zu verfassen, war für mich nicht einfach, dennoch wollte ich ihn auf jeden Fall selbst schreiben. Das hat viel Zeit gekostet und ich habe das nur dank der großartigen Hilfe meiner Tochter geschafft.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Wichtig sind ein professioneller Internetauftritt und die „Irinas Nähfreunde“-Facebook Seite, die ich regelmäßig pflege. Die beste Werbung ist aber ein glücklicher und zufriedener Kunde. Meine beste Vermarktungsidee ist daher nicht neu – sie heißt Mundpropaganda. In meiner Nähschule kann wirklich jeder nähen lernen, Untalentierte gibt es bei mir nicht und wenn sich das herumspricht, kommen auch neue Kunden.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Überwiegend mit Eigenkapital und dem Gründungszuschuss von der Agentur für Arbeit.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Meine Nähschule erweitern, um noch mehr Menschen mit dem kreativen Hobby glücklich zu machen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
… mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und mit ihnen gemeinsam in Urlaub fahren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Positives Denken, viel Mut und fest an den eigenen Erfolg glauben.

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