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Wirtschaft

jobcircle45 GbR

Oktober 2016

Unternehmen
jobcircle45 GbR

Gründer
Panajota Stenos und Eduard van Eijk

Gründungsdatum
1. August 2016

Branche und Unternehmen:
Online-Portal für Fach- &Führungskräfte ab 45 Jahren mit Community-Bereich zum Netzwerken, Job- & Informationsportal (Interviews, Porträts, Umfragen) sowie Expertenplattform und monatlichen Netzwerktreffen.

Motto:
"Glaub an Deine Stärken, hab' Selbstvertrauen und sei offen für neue berufliche Wege."

Interview mit den Gründern Panajota Stenos und Eduard van Eijk

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Insbesondere die klare Fokussierung auf den konkreten Bedarf der Fach- und Führungskräfte ab 45 Jahren bezogen auf Alter und Lebenssituation macht jobcircle45 besonders. Wer mit Mitte/Ende 40 arbeitslos wird und sich beruflich neu orientieren muss, hat mehr zu bedenken, als nur seinen Lebenslauf zu aktualisieren. Eine vergleichbare Kombination von beruflichem Netzwerk, Job- & Informationsportal sowie Expertenplattform speziell für Fach- & Führungskräfte ab 45+ existiert aktuell so nicht. Die Besonderheit ist, dieser Gruppe eine "Stimme" geben. Getreu dem Motto: "Gemeinsam sind wir stark" entsteht mit jobcircle45 ein aktives und starkes Netzwerk. Zukünftig wollen wir einmal im Monat ein persönliches Netzwerktreffen zum direkten Austausch anbieten.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Wir haben seit der Gründung von jobcircle45 im August dieses Jahres bereits viele Interessenten gewinnen können.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Panajota Stenos. Ich bin Rechtsanwältin und komme aus der Banken- und Finanzierungsbranche, insbesondere der internationalen Projekt- & Immobilienfinanzierung. Außerdem engagiere ich mich im Vorstand des "oscar Verein Wiesbaden".
Eduard van Eijk: Ich habe Jura und Wirtschaft studiert und war anschließend in der Marketing- und Kommunikationsbranche tätig, wo ich unter anderem die Bereiche Mergers & Acquisition sowie Corporate Expansion sowohl in Deutschland wie im Ausland verantwortete. Zudem bin ich im Vorstand der „Margarete Guder Stiftung“ für Akademikerinnen.
Vor der Gründung von jobcircle45 waren wir beide viele Jahre in leitenden Positionen mit Personalverantwortung tätig. Aus unserer langjährigen Berufserfahrung wissen wir, wie wichtig es ist, stets offen für Neues zu sein.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Jeder von uns erlebt es immer wieder im Freundes- und Bekanntenkreis, dass qualifizierte Fach- & Führungskräfte bereits mit Mitte/Ende 40 aus dem Berufsleben katapultiert werden. Für viele ist die Suche nach einem neuen Job ein sehr langer und einsamer Weg, denn sie finden sich unweigerlich in einer „Berufsfalle“  wieder: zu alt, überqualifiziert, zu teuer. Für einige bleibt letztlich nur der Schritt in die Selbstständigkeit. Wer zig Bewerbungen schreibt und nur Absagen bekommt, gerät zudem zwangsläufig in eine Phase der Orientierungslosigkeit und beginnt an sich selbst zu zweifeln. Und diese Gruppe wird angesichts der Baby-Boomer Generation immer größer.
Es ist daher wichtig, genau da anzusetzen und dieser Gruppe eine Plattform zu bieten - online wie offline. Neben Unterstützung und Informationen sollen sie vor allem selbst als Experten für Arbeitgeber sichtbar werden, die gezielt nach Mitarbeitern mit Fachwissen und Berufserfahrung suchen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Wir  haben eine Vielzahl interessanter Gespräche, unter anderem mit der Beschäftigungsförderung Wiesbaden, EXINA, Berufswege für Frauen, GqB, Bildungswerk der hessischen Wirtschaft, Agentur für Arbeit und IHK geführt und durchweg positives Feedback und Unterstützung für unser Konzept erhalten. Insbesondere die Beschäftigungsförderung Wiesbaden hat uns bereits zu einem frühen Zeitpunkt sehr aktiv unterstützt und wertvolle Kontakte vermittelt.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Die ersten Tage waren sehr positiv  und motivierend.  Wir haben direkt von vielen Seiten großen Zuspruch bekommen. In persönlichen Gesprächen konnten wir sehen, dass unser Konzept ankommt und so unser berufliches Netzwerk 45+ auf großes Interesse stößt. Wir sind jedenfalls davon überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein und noch viele weitere Netzwerkmitglieder gewinnen zu können und von unserer Idee zu begeistern.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Unsere größte Herausforderung besteht darin, unterschiedliche Akteure für unser Netzwerk zu gewinnen und sie dazu zu motivieren, die Idee aktiv mitzutragen. Zum anderen wollen wir auch Unternehmen dafür gewinnen, potentielle Kandidaten auf Events, wie zum Beispiel Netzwerk-Veranstaltungen, persönlich kennenzulernen. Im Vordergrund sollen hierbei insbesondere das persönliche Gespräch in einem ungezwungenen Rahmen sowie der Mensch mit seiner Persönlichkeit und Expertise stehen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Um unsere Zielgruppe zu erreichen, nutzen wir verschiedene Wege, wie Pressemitteilungen, Social Media Kanäle wie Facebook & XING sowie Flyer & Poster. Daneben suchen wir das Gespräch und die Zusammenarbeit mit entsprechenden Institutionen, möglichen Kooperationspartnern und Fachverbänden. Aber wie überall, ist natürlich auch die Mundpropaganda für uns sehr wichtig.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mit jobcircle45 einen Impuls auf dem Arbeitsmarkt zu setzen, der ein Umdenken in Unternehmen bewirkt und Vorurteile und Barrieren in den Köpfen von Entscheidern abbaut. Hin zu einem Arbeitsmarkt, in dem Bewerbungsverfahren nicht durch unsinnige Altersgrenzen definiert werden, sondern Fachwissen sowie Berufs- & Lebenserfahrung wertgeschätzt wird.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
Panajota: ...unser Konzept am liebsten europaweit ausbauen, da die Problematik nicht nur auf Deutschland begrenzt ist.
Eduard: ... in die Politik gehen um auch über die politische Arbeit ein Umdenken in Unternehmen und Gesellschaft zu bewirken.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Vor allem, an die eigene Idee zu glauben, motiviert zu bleiben und zielorientiert ein durchdachtes Konzept zu erarbeiten. Und wenn das steht – anfangen, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

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