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Kahmann & Kollegen

Ulrike Kahmann und ihre Kollegen bieten maßgeschneiderte Kommunikationstrainings für Unternehmen an. Etwas ganz Besonderes sind ihre Seminare für Führungskräfte, die auch Sequenzen in einem Flugsimulator beinhalten.

Mai 2018

Unternehmen
Kahmann & Kollegen

Gründerin
Dipl.-Kauffrau Ulrike Kahmann

Gründungsdatum
August 2015

Branche und Unternehmen:
Unternehmensberatung

Motto:
"Es ist nicht genug, zu wollen, man muss auch tun." (Goethe)

Interview mit Gründerin Ulrike Kahmann

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Zusammen mit meinen Kollegen biete ich Unternehmen maßgeschneiderte Kommunikationstrainings an. Meist hat der Kunde den Wunsch, die Kommunikation effizienter zu gestalten. Oder es geht um die Verbesserung der Unternehmenskultur, Mitarbeiter- oder Kundenzufriedenheit. Im Zuge einer Gefährdungsbeurteilung der psychischen Gesundheit können wir Krankenstände verringern und die Fluktuation senken. Im Grunde hängt vieles an nicht bearbeiteten Konflikten. In unseren Trainings vermitteln wir Lösungswege und was man präventiv tun kann. Ein weiteres Standbein sind unsere besonderen Seminare für Führungskräfte, die auch Sequenzen in einem Flugsimulator beinhalten. Manager können viel von Piloten lernen. Vor allem in den Bereichen Fehlermanagement, Stressresistenz und Führung.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Aktuell arbeite ich mit vier Unternehmen fest zusammen. Als Erfolg werte ich es, wenn ich nach einem Seminar die Rückmeldung erhalte, dass es Spaß gemacht und etwas gebracht hat – und zwar auch noch Wochen später. Unsere Trainings dauern in der Regel zwei Tage. Das ist notwendig für eine solide Basis, aber für die Nachhaltigkeit muss man auch dranbleiben! Daher folgen den Seminaren regelmäßige Übungsmodule.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe BWL studiert und anschließend in der Finanzbranche und Hotellerie gearbeitet – und da schon immer viel geschult. Irgendwann stieß ich auf eine Studie von KPMG, nach der die Konfliktkosten im Schnitt 15 Prozent der Personalkosten betragen. Nachvollziehbar wird das mit der Faustregel: eine Stunde Ärger eines Mitarbeiters kostet das Unternehmen acht Stunden effiziente Arbeit. Ich dachte mir: Wenn ich hier ansetze, kann ich den Unternehmen eine Menge Kosten ersparen und gleichzeitig den Mitarbeitern das Leben leichter machen. Heute bin ich anerkannte Trainerin im Fachverband Gewaltfreie Kommunikation und lizensierte Mediatorin (BM).

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich habe zuvor im Vertrieb gearbeitet und war sehr viel auf Reisen. Mit der Selbständigkeit wollte ich mein Arbeitsleben besser mit meinem Familienleben in Einklang bringen. Ich muss zugeben: Das hatte ich mir leichter vorgestellt – und das ist auch gut so, denn sonst hätte ich es nicht gemacht.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich arbeite eng mit meinen Kollegen zusammen, zum Beispiel einer Gesundheitsexpertin und Psychologin, einem Trainer für Teamentwicklung und den Piloten. Der Austausch mit ihnen ist mir sehr, sehr wichtig. Und für die Finanzsachen habe ich natürlich einen Steuerberater.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Die ersten Tage empfand ich nicht als besonders außergewöhnlich. Ganz toll war es dann aber, als meine Webseite freigeschaltet wurde. Das war der eigentliche Startschuss.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das ist natürlich die Akquise. Es ist jetzt leichter geworden, weil wir weiterempfohlen werden. Mir hat es auf jeden Fall gutgetan, mich mit Kollegen zusammenzutun. So konnten wir gemeinsam schauen, wie wir die Sache angehen. Schwierig fand ich anfangs auch die Fokussierung: Ich musste erst lernen, dass ich nicht zu jeder Anfrage Ja sagen kann, nur weil das Projekt interessant klingt – sondern, dass ich mich auf meine Kernkompetenzen fokussieren muss.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Ich nutze natürlich das Internet und zum Beispiel "Xing Coaches", ein Angebot speziell für Seminaranbieter. Aber das Allerbeste sind Empfehlungen! Da müssen Sie dann auch gar nicht mehr viel machen, um den neuen Kunden zu überzeugen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die Infrastruktur war zuhause bereits vorhanden. So konnte ich mit wenig Startkapital loslegen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Meine Vision ist, eines Tages in einem dieser schönen Wiesbadener Altbauten mein eigenes Büro zu haben und Seminare in meinen eigenen Räumlichkeiten anzubieten. Das hat aber noch ein paar Jahre Zeit.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ... mehr von den vielen Projekten umsetzen, die ich im Kopf habe.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Durchzuhalten, auch wenn es einmal einen Rückschlag geben sollte. Wenn man eine gute Idee hat, daran glaubt, dranbleibt und sich vernetzt, wird es schon klappen!

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