Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche einblenden
Wirtschaft
Wo bin ich?
  1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Existenzgründung
  4. Gründerporträts
  5. KAUFMANNS Kaffeerösterei

KAUFMANNS Kaffeerösterei

Jens Kaufmann und seine Mitarbeiter achten bei allem, was sie tun, auf Qualität: von der Auswahl der Rohkaffees über die Entwicklung der Röstprofile bis zur Zubereitung.

September 2018

Unternehmen:
KAUFMANNS Kaffeerösterei

Gründer:
Jens Kaufmann

Gründungsdatum:
November 2012

Branche und Unternehmen:
Einzelhandel

Motto:
"Folge deiner Leidenschaft."

Interview mit dem Gründer

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Jeder kann sich darauf verlassen: Wenn er zu uns kommt, bekommt er hochwertigen Kaffee. Wir achten bei allem, was wir tun, auf Qualität: von der Auswahl der Rohkaffees über die Entwicklung der Röstprofile bis zur Zubereitung. In den Kaffeebars in unseren Ladengeschäften kann man selbst erleben, was unsere Espressi und Kaffees können – und selbstverständlich Bohnen für zuhause mitnehmen. Die Geschmacksvielfalt von Kaffee ist unglaublich: Er kann würzig, schokoladig, nussig, floral, vollmundig oder eher mild sein ... Diese Welt wollen wir unseren Kunden eröffnen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Es gibt uns inzwischen seit fünfeinhalb Jahren. Ich habe als einzelne Person angefangen – mittlerweile sind sieben Angestellte dazugekommen. Den Anfang hat das Ladengeschäft in der Jawlenskystraße, Ecke Nerostraße, gemacht. Seit letztem Jahr haben wir eine Rösterei und ein Rohkaffee-Lager in Igstadt, seit April einen eigenen Seminarraum in der Nerostraße und seit Juni einen zweiten Laden am Markt. Ich freue mich sehr, dass es so läuft!

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe an der TU Darmstadt Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Maschinenbau studiert. Die Trilogie aus Rohkaffee, Rösten und Zubereitung hat mich schon lange fasziniert. Meine Diplomarbeit habe ich bei Probat geschrieben, einem Hersteller von großen Röstmaschinen. Im Anschluss an das Studium war ich bei Probat erst im Vertrieb für Industrieröster tätig; später habe ich den Vertrieb für Ladenröster geleitet. Ich musste allerdings zwischen Frankfurt und dem Niederrhein pendeln. Als meine Frau und ich dann unser erstes Kind erwarteten, wollte ich zurück ins Rhein-Main-Gebiet. Die Idee, eine eigene Rösterei zu haben, war schon immer da. Ich habe mich also gefragt: Suche ich mir einen neuen Job oder erfülle ich mir meinen Traum? Ich habe mich dafür entschieden, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich habe mich viel mit meiner Frau abgestimmt. Ohne sie wäre es nicht gegangen! Den Businessplan habe ich dann noch von einem Steuerberater absegnen lassen. Unser Untermieter in der Jawlenskystraße – der Espresso-Store aus Frankfurt – hat uns beim Einrichten des Ladens geholfen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich wollte mich nicht ausschließlich mit den Röstmaschinen beschäftigen, sondern ganz nah am Produkt sein und selbst Kaffee produzieren. Als Selbständiger habe ich Freiheiten, die ich nicht mehr missen will. Jetzt kann ich meine Ziele so setzen, dass sie das Unternehmen weiterbringen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Das war schon spannend! Man hat einen Plan und kann sich noch nicht sicher sein, dass er aufgeht. Bei der Eröffnung war der Laden voll. Aber man muss auch damit klarkommen, wenn mal weniger Leute reinschauen. Anfangs hatten wir kaum Publikumsverkehr. Das mussten wir uns erst erarbeiten.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Es gab nie eine Situation, bei der ich dachte: Wie soll man das jetzt bloß schaffen? Eine Herausforderung war, einen Raum für eine größere Rösterei zu finden. Gewerbeimmobilien in Werkstattgröße sind in Wiesbaden Mangelware. Außerdem brauchten wir dort nicht nur Gas und Starkstrom, sondern auch Abluft. Es ist dann sogar ein ganz besonders toller Raum geworden: die alte Ziegelei in Igstadt. Da war viel Glück dabei.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Was sehr gut funktioniert, ist die klassische Weiterempfehlung. Wir wollen, dass unsere Kunden zufrieden sind. Und wenn sie das sind, reden sie mit anderen darüber. Das finden wir gut. Es ist die wirksamste Werbung.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die Gründung an sich ist komplett eigenfinanziert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich würde gerne abends mal ein bisschen mehr Zeit haben. Außerdem würde ich gerne mehr Herkunftsreisen machen, um die Anbauländer kennenzulernen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich
... mehr davon mit meiner Familie verbringen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Man braucht Leidenschaft für das Produkt oder den Service. Es ist jeden Tag Arbeit – aber es ist auch jede Menge Spaß. Außerdem sollte man gut rechnen. Ein guter, fundierter Businessplan ist wahnsinnig viel wert! Man sollte ihn auch noch einmal von jemandem checken lassen, der sich damit auskennt. Wenn man sich dann sicher sein kann, sollte man auf die Miesmacher, die es leider immer gibt, nicht hören!

Anzeigen