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Wirtschaft

KörperFREUDE-Yoga

Dezember 2017

Unternehmen
KörperFREUDE-Yoga

Gründerin
Heike Beuscher

Gründungsdatum
Februar 2016

Branche und Unternehmen
Yogakurse

Motto
"Wenn ich an mich glaube, kann ich alles schaffen, was ich will!"

Interview mit der Gründerin Heike Beuscher

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich bin eine der wenigen Yogalehrerinnen, die übergewichtig ist. Ich biete Yoga für Kurvenfrauen an – für übergewichtige Frauen oder solche, die sich sonst nicht zum Yoga trauen würden. In einer vertrauensvollen Runde bringe ich den Frauen näher, dass sie etwas für sich tun können, ganz egal, wie der Körper gerade geformt ist. Jeder kann Yoga machen! Das ist meine Philosophie. Nach einer Zeit können sich die Teilnehmerinnen über positive Veränderungen freuen: dass sie ihren Körper mehr spüren oder ihr Körper geschmeidiger wird. Das gibt Mut und Zuversicht. Nicht nur auf der Yogamatte, sondern für das gesamte Leben.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Wann immer ich mein Konzept vorgestellt habe, haben die Menschen die Ohren gespitzt und fanden es richtig gut. Obwohl ich in Wiesbaden gestartet bin, wo es viele Yogalehrer gibt, waren meine Kurse und Workshops nach relativ kurzer Zeit gut belegt. Ich habe gemerkt: Da kann sich was bewegen! Ich erhalte oft die Rückmeldung, dass allein schon meine Erscheinung, wie ich dort vorne auf der Yogamatte sitze, Mut macht. Wenn ich so etwas höre, fühle ich mich bestätigt und kann meinen Weg weitergehen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe Sozialversicherungsfachangestellte gelernt und bin seit mittlerweile über 15 Jahren bei der IKK Südwest angestellt. Zwischendurch war ich Pflegeberaterin in Pflegestützpunkten in Rheinland-Pfalz. Zurück im Büro, habe ich meine Arbeitszeit reduziert, um meine Selbständigkeit aufzubauen. In der Zwischenzeit hatte ich eine vierjährige Ausbildung zur Yogalehrerin absolviert und bereits begonnen, einzelne Kurse zu geben.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Eine Freundin kam auf mich zu und sagte: "Mensch, mach’ doch mal was für Kurvenfrauen!" Dann fragte auch noch eine Frau auf Facebook nach Kursen in Wiesbaden, speziell für Übergewichtige. Daraufhin schrieb ich, dass ich bald etwas anbieten möchte. Ruckzuck fanden sich weitere Interessentinnen und der passende Raum. So fing es an, und seitdem geht es rasant bergauf! Vor Kurzem habe ich in Bad-Kreuznach ein Zentrum Körper und Seele eröffnet. Wiesbaden bleibe ich natürlich weiterhin treu.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich hatte mich bei "BerufsWege für Frauen" kurzerhand für den Kurs „Selbständig oder nicht in acht Tagen“ angemeldet. Das war eine sehr gute Entscheidung! Der Kurs ging über einen längeren Zeitraum. So konnte man sich kontinuierlich entwickeln, und es ist eine tolle Gemeinschaft entstanden. Beim "Frauen Business Netzwerk Wiesbaden" habe ich die Unternehmensberaterin Heike Fohrmann kennengelernt, die mir jetzt auch bei der Buchhaltung hilft. Erwähnen möchte ich zudem die Kollegen von mymooves, die mich sehr unterstützt haben.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Spannend! Es gibt einem schon ganz schön viel Energie, wenn man erst einmal weiß, wo man hinwill. Wenn man an sich glaubt und offen auf das Neue zugeht, passieren Sachen, die ich mir nie hätte vorstellen können. Man hat so seine Träume. Und plötzlich steht man da und merkt: Der Traum ist ja Wirklichkeit! Ich habe immer versucht, mich nicht auf Probleme zu konzentrieren, sondern auf das, was schon da ist und gut läuft – und das, was noch möglich ist. Ich habe nicht versucht, alles perfekt zu machen, sondern einfach mal angefangen. Das war genau das Richtige.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Wie ich meine Zielgruppe erreiche. Ich hatte mir überlegt, in erster Linie Frauen anzusprechen, die übergewichtig sind oder ein Thema mit ihrem Körper haben. Doch wo finde ich die? Ich habe es dann über Facebook und Netzwerke probiert. Das hat gut funktioniert. Aber sich bekannt zu machen, ist immer noch eine Herausforderung.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Wie gesagt bin ich mit Facebook sehr erfolgreich. Auch über Google-Anzeigen habe ich einige Anfragen erhalten. Zudem habe ich meine Webseite angelegt und kontinuierlich verbessert. Mich erreichen jetzt immer wieder einmal Mails von Leuten, die auf meine Webseite gestoßen sind und sie sehr ansprechend finden. Hier und da lege ich Flyer aus. Sehr wichtig ist aber auch Mundpropaganda. Einige Teilnehmerinnen bringen Freundinnen mit – die dann auch bleiben.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Im ersten Jahr habe ich vieles über das Gehalt aus meiner Festanstellung finanziert. Ich habe unheimlich viel Geld für Werbung ausgegeben, wie zum Beispiel für die Webseite, Fotos oder Flyer. Zum Teil konnte ich das bereits aus den Kurseinnahmen finanzieren. Für mein Zentrum habe ich außerdem ein KfW-Darlehen beantragt, das auch genehmigt worden ist.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Komplett selbständig zu sein wäre absolut toll. Außerdem wäre es großartig, ein umfassendes Programm anbieten zu können – also auch therapeutisch zu arbeiten.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... noch mehr davon in meine Selbständigkeit investieren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Versucht nicht, es perfekt zu machen! Hauptsache ist, Ihr fangt überhaupt an. Sonst wundert man sich eines Tages, dass das Leben schon halb vorbei ist und man immer noch nichts gemacht hat.

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