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Wirtschaft

LEANOFY GmbH

Als er gründete, konzentrierte sich Christian Ehlert zunächst auf Design Thinking, Innovations-, Unternehmensberatung, IT und Software. Jetzt ist mit NEOWAX etwas Neues hinzugekommen: ein ganz spezielles Autowachs.

Februar 2018

Unternehmen
LEANOFY GmbH

Gründer
Christian Ehlert

Gründungsdatum
Juni 2016

Branche und Unternehmen:

Mehrfachgründer: IT/Softwareentwicklung; Autopflege

Motto:
"Man muss es irgendwann einfach machen!"

Interview mit dem Gründer Christian Ehlert

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Innovation ist das, wofür ich schon immer gebrannt habe. Und es ist das, was ich immer fördern werde. Wir probieren viel. Wir sind eine innovative Unternehmung und immer offen für alles. Ganz nach dem Motto: "Everything is possible"! Angefangen habe ich mit Design Thinking, Innovations-, Unternehmensberatung, IT, Software, ... Jetzt ist etwas völlig Neues hinzugekommen: NEOWAX, ein ganz spezielles Autowachs. Meine Vision ist es, coole Produkte zu machen: einerseits fürs Auto, andererseits IT. Wo genau es sich dann fokussiert, das weiß ich gar nicht.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Als ich angefangen habe mit Händlern über NEOWAX zu sprechen, gab es sofort einige, die es in ihr Sortiment aufnehmen wollten. Ich habe auch von vielen professionellen Endanwendern die Rückmeldung erhalten, dass es ein sehr gutes Produkt ist. Das waren ziemlich schnelle Erfolge. Was unsere Software betrifft, habe ich den größten Erfolg durch eine Art Guerilla-Marketingaktion auf einer Messe erzielt. Ich habe dem Vorstand einer großen metallverarbeitenden Firma unser Industrie 4.0-System, MINDTRIX, vorgestellt, mit dem er Transparenz in seine Produktion bringen kann. Er fand es sehr interessant, und wir sind jetzt intensiv im Gespräch. Sollte daraus etwas werden, wäre das eine sehr gute Referenz.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe in Jena BWL mit der Vertiefung Wirtschaftsinformatik studiert und meine Diplomarbeit bei IBM geschrieben. Zunächst habe ich als IT-Consultant bei einer Firma in Stuttgart gearbeitet, die unter anderem mobile Software-Anwendungen entwickelte. Ich hatte dann ein Projekt bei einem Dienstleister einer Finanzgruppe und bin 2009 dorthin gewechselt. Dort habe ich mich viel mit Innovationsmanagement beschäftigt. Mitte 2016 habe ich nebenberuflich gegründet. Als Anfang 2017 das Unternehmen umgebaut wurde, habe ich mich entschlossen, mich komplett selbstständig zu machen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich habe immer schon gedacht: Eigentlich muss man was Eigenes tun. Ich habe scheinbar eine gewisse Geschäftstätigkeit mit in die Wiege gelegt bekommen. Mit 17 hatte ich einen Versand für Schallplatten. Im Studium habe ich Uhren aus Singapur importiert. Als Angestellter habe ich irgendwann den Druck gespürt: Wann machst du’s endlich? Ich hatte nebenberuflich gegründet und konnte die Ideen soweit festigen, dass das Risiko berechenbar erschien. Ich kann auch anderen Menschen empfehlen: Wenn Sie eine Idee haben, überlegen Sie es sich – vielleicht sollten Sie es umsetzen!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Christian Ritter von der IHK hat mir von Anfang an Mut gemacht. Auch eine Managerin bei meinem früheren Arbeitgeber hat mir gesagt: Was du tust, das wird gelingen. Nicht zuletzt stehen meine Eltern und meine Freundin immer hinter mir. Und wenn es nicht klappt: Was soll’s – dann habe ich immer noch die Möglichkeit, einen Job zu finden.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Was mir anfangs ehrlich gesagt schwergefallen ist: auf Leute zuzugehen und Vertrieb zu machen. Das war irgendwie ein komisches Gefühl. Die Leute sind sehr anspruchsvoll, da muss man schon ziemlich überzeugend sein. Ansonsten habe ich mich wie befreit gefühlt. Endlich kreativ und unternehmerisch tätig sein! Mein Traum ist wahr geworden.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das durchzuziehen! Ich habe mich gefragt, ob ich wirklich voll ins Risiko gehen soll. Ich weiß ja noch nicht, ob es wirklich funktionieren wird. In diese Unsicherheit zu gehen, war die größte Herausforderung.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Als direkte Kommunikation ist Facebook unwahrscheinlich wirksam, weshalb ich es für NEOWAX ganz stark nutze. Ich schreibe die Leute direkt an, rufe sie dann an, zeige ihnen Bilder, Videos, ... Natürlich haben wir auch eine richtig gute Internetseite. Außerdem haben wir zum Beispiel auf Messen wie der IAA oder Oldtimer-Veranstaltungen Flyer und Proben verteilt. Die Software MINDTRIX und Softwareentwicklung sind dagegen sehr beratungsintensiv. Das ist einer der Gründe, warum ich mich im Bundesverband mittelständische Wirtschaft, BVMW, engagiere. Da gibt es regelmäßig Treffen, bei denen ich mich direkt mit Entscheidern aus IT oder Produktion vernetzen kann. Außerdem schreibe ich mit anderen Autoren einen Blog.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Alles ist bislang eigenfinanziert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Wichtig ist, dass die Firma läuft, und zwar zur Not auch ohne mich. Das soll eine erfolgreiche Company werden, die einfach nur coole Produkte macht.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ... wahrscheinlich mehr lesen – eher Romane als Fachliteratur. Und mehr reisen, die Welt erkunden.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Ich glaube, Gründer müssen einen harten Willen haben. Man muss selber im Inneren stark sein und eine große Eigenmotivation haben. Was ich zum Beispiel mache, ist Meditation, um ein inneres Gleichgewicht zu haben. Das würde ich eigentlich allen empfehlen, die etwas Eigenes machen wollen.

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