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Wirtschaft

Lena Richter Atelier

Oktober 2017

Unternehmen
Lena Richter Atelier

Gründerin
Lena Richter

Gründungsdatum
nebenberuflich: August 2010, hauptberuflich: Juni 2016

Branche und Unternehmen
Maßschneiderei

Motto:
"Maßgeschneidert, handgefertigt, individuell"

Interview mit der Gründerin Lena Richter

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich fertige Kleidung nach Maß in Handarbeit in meinem Atelier – von Alltagskleidung bis zu festlicher Kleidung, von Dessous bis zu Oberbekleidung. Mit diesem breiten Spektrum hebe ich mich von anderen ab.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Ich hatte bereits 2010 im Nebenberuf gegründet. Mein Angebot ist gut angenommen worden, und ich habe immer mehr Stammkunden hinzugewonnen. Inzwischen habe ich mich am Markt etabliert.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nach dem Abitur habe ich in Frankfurt eine Ausbildung zur Herrenschneiderin absolviert. Im Anschluss habe ich in Berlin Bekleidungstechnik studiert – einen Ingenieurstudiengang, der mir die Möglichkeit gab, über den Tellerrand des traditionellen Handwerks zu schauen und es mit modernster Technik zu verbinden. Zurück in Wiesbaden, habe ich ein Gewerbe angemeldet und im Nebenerwerb für kleinere Modelabels gearbeitet. Gleichzeitig hatte ich eine Teilzeitstelle als Schneiderin in der Herrenschneiderei am Hessischen Staatstheater. Dort war ich bis Ende März 2016 beschäftigt. Wenig später habe ich mich komplett selbständig gemacht.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Mir ist wichtig, meine Arbeitswelt selbst zu gestalten. Ich möchte ein Bewusstsein für ressourcensparende, nachhaltig produzierte Kleidung schaffen – und möglichst nah am Produkt und nah am Endkunden arbeiten.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Vor allem meine Familie war mir eine große Hilfe, aber auch Bekannte und Freunde, die selbständig sind. Außerdem ist Roland Thießen zu nennen – der Landesinnungsmeister der hessischen Maßschneider, bei dem ich meine Ausbildung absolviert habe. Da es etwas anderes ist, ob man neben- oder hauptberuflich selbständig ist, habe ich mich bei diesem Schritt von Berufswege für Frauen begleiten lassen. Mich mit jemandem zu unterhalten, der noch nicht weiß, was ich mache, hat mir geholfen, meine Pläne zu konkretisieren.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Es ist aufregend, wenn man mit seiner eigenen Idee an die Öffentlichkeit tritt! Bei mir lief das allerdings etwas behutsamer ab, da ich bereits im Nebenerwerb gegründet hatte. So konnte ich mich langsam herantasten.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das Ziel, das man im Kopf hat, immer im Auge zu behalten, und gleichzeitig offen dafür zu bleiben, was einem begegnet. Das beschäftigt mich nach wie vor.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Das Beste ist, wenn ein zufriedener Kunde meine Maßschneiderei verlässt, der mich weiterempfehlen wird. Natürlich habe ich aber auch eine eigene Webseite und bin auf Facebook und Instagram präsent – es gibt Kunden, die gezielt danach fragen. Darüber hinaus mache ich Veranstaltungen mit Kooperationspartnern, zum Beispiel mit einer Kosmetikerin. Dann laden wir unsere Kunden gemeinsam ein.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Als ich nebenberuflich selbständig war, war das Private durch meinen Job am Theater abgesichert. Später, als ich hauptberuflich gegründet habe, habe ich zunächst den Gründungszuschuss erhalten.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mein Ziel ist, dass mein kleines Unternehmen weiter gedeiht und wächst. Es wäre schön, eines Tages jemanden fest einstellen zu können.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... gerne mehr experimentieren und mit ungewöhnlichen Stoffen neue Schnitte auszuprobieren. Dafür bleibt wenig Zeit, wenn man von der Maßschneiderei lebt.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Sich auf das zu fokussieren, was man am besten kann. Das ist das Wichtigste! Dann kann man authentisch sein und hinter dem stehen, was man macht. Außerdem sollte man nicht zu viel darüber nachdenken und einfach mal etwas ausprobieren – weil’s sowieso anders kommt.

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