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Wirtschaft

Lieblingsmensch

September 2017

Unternehmen
Lieblingsmensch

Gründer
Shari Fischer und Markus Huwer

Gründungsdatum
November 2016

Branche und Unternehmen:
Faire, biologische Kleidung für Babys, Kinder, Frauen und Männer

Motto:
"Suche dir etwas, das du liebst. Dann musst du nie wieder arbeiten."

Interview mit den Gründern Shari Fischer und Markus Huwer

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
SF: Wir wollen zeigen, dass unternehmerisches und ethisches Handeln nicht im Widerspruch stehen. Das machen wir mit unseren Kleidungsstücken, die biologisch und fair produziert sind. Mit LIEBLINGSMENSCH wollen wir unseren Kunden eine Möglichkeit geben, sich und anderen mehr Wertschätzung entgegenzubringen – damit es einfach wieder ein bisschen freundlicher zugeht. Wir sehen unsere Produkte wie einen Strauß Blumen: etwas, das man gerne schenkt, auch sich selbst.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
MH: Uns freut jedes verkaufte Shirt, besonders aber auch jede positive Rückmeldung. Ein erster Erfolg war, bei Avocado Store gelistet zu werden, der größten Plattform für organische Mode und einen nachhaltigen Lebensstil. Außerdem haben bereits einige Blogger schöne und persönliche Beiträge über uns geschrieben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
SF: Nach dem Abitur hatte ich verschiedene Jobs, auch im Verkauf. Dann habe ich mein Studium angefangen – und wir haben gegründet. Ich studiere "Wirtschaft – neu denken" an der Alanus Hochschule.
MH: Ich bin zur Zeit im Masterstudium. Nach dem Abi habe ich Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt studiert.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
MH: Wir hatten beide schon immer Intentionen, etwas zu gründen. Außerdem glichen sich unsere Vorstellungen, wie ein gutes Unternehmen aussehen und nach welchen Werten es geführt werden sollte. Als die Idee zur Gründung von Lieblingsmensch kam, verwirklichten wir sie nach reiflichen Überlegungen, obwohl wir noch studieren. Wir erwarben die Rechte und die Logos und gestalteten ein Konzept nach unseren Vorstellungen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
SF: Unsere beiden größten Helfer sind meine Mama und meine Schwester. Sie machen den Versand für uns, was eine Riesenhilfe ist. Aber natürlich sind auch Markus’ Eltern zu nennen, mein Papa, unsere Dozenten in der Uni, unsere Freunde und sogar ferne Bekannte, die uns mit Ideen und Anregungen unterstützen.
MH: Der Rat von Freunden und Bekannten ist total wichtig. Durch deren Input sind wir auf die Idee gekommen, unsere Kollektion zu erweitern und bald auch Kleidung fürs Büro anzubieten.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
MH: Man ist auf jeden Fall total aufgeregt – eine positive Anspannung, würde ich sagen. Man hat viel Arbeit reingesteckt und fragt sich, wie die Leute reagieren, wie sie es annehmen, was man für ein Feedback bekommt. Halb aus Spaß haben wir uns gefragt, ob denn wohl überhaupt jemand etwas kaufen wird, wenn wir den Onlineshop eröffnen.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
SF: Als junges Paar so etwas zu machen, birgt schon Herausforderungen in sich. Aber wenn wir mal verschiedene Meinungen haben, muss man halt Kompromisse suchen. Da wir schon länger ein Paar sind, vertraut man dem anderen eher und sagt: Okay, wenn das deine feste Meinung ist, dann machen wir das jetzt so. Dass wir uns so nahe sind, macht es sogar einfacher.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
SF: Wir fänden es toll, wenn Kunden auf unserem Blog ihre Geschichten erzählen würden, zu den Produkten, die sie bei uns gekauft haben – am besten noch mit einem Bild dazu. Das wäre eine besondere Art von Marketing, da es aufrichtig und persönlich wäre. Ansonsten planen wir gerade ein Fotoshooting. Danach legen wir auch mit Werbung in sozialen Medien los. Bisher hatten wir schon einige echt schöne Kooperationen mit Blogs, vor allem für Familien. Da waren wir immer sehr angetan, wie gut das funktioniert.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
MH: Wir haben unsere Ersparnisse, die wir uns während des Studiums durch diverse Nebenjobs aufgebaut haben, mit LIEBLINGSMENSCH auf den Kopf gehauen. Wir sind komplett eigenfinanziert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
MH: Ich als in Wiesbaden Geborener und hier immer Lebender muss sagen: Ein Stand auf dem Sternschnuppenmarkt wäre ein Traum für Lieblingsmensch. Jetzt ist das noch unrealistisch, aber bis 2020 wird es sicher klappen!

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
SF: ... all die tausend Ideen in meinem Kopf schneller umsetzen.
MH: ... an jedem Wochenende auf einem Markt stehen, weil man dann mit den Kunden den direkten Kontakt hat.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
SF: Ich habe von Markus gelernt, dass man manche Dinge gut planen sollte.
MH: Von den bürokratischen Sachen und Behördengängen sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Das ist kein Hexenwerk. Was ich ganz spannend finde: dass die persönlichen Beziehungen zum Kunden, Lieferanten oder zu Menschen, die einem bei etwas behilflich sein können, das Entscheidende sind für den Erfolg – egal, ob das Geschäft online oder offline ist.

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