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Wirtschaft

Meine Backbox

Jennifer Kraus und ihr Team erstellen immer zu neuen Themen Überraschungsboxen rund ums Backen und Dekorieren. Diese enthalten Zutaten, Dekomaterial oder auch besondere Formen sowie drei bis vier darauf abgestimmte Rezepte.

Juni 2018

Unternehmen
Meine Backbox

Gründer
Jennifer Kraus

Gründungsdatum
November 2016

Branche und Unternehmen:
E-Commerce

Motto:
"Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." (Verfasser unbekannt)

Interview mit Gründerin Jennifer Kraus

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Wir erstellen immer zu neuen Themen Überraschungsboxen rund ums Backen und Dekorieren – mit Zutaten, Dekomaterial oder auch besonderen Formen sowie drei bis vier darauf abgestimmten Rezepten. So kann man sich an Neues heranwagen, mal andere Rezepte backen und neue Produkte kennenlernen – und das günstiger als im Handel. Alles, bis auf die Grundzutaten wie Butter, Mehl und Eier, ist in der Box enthalten. Noch bevor sie eintrifft, erhalten unsere Kunden eine Einkaufsliste, damit sie das Übrige besorgen können. So können sie direkt mit dem Backen starten, wenn die Box ankommt.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Dass die Idee von Anfang an so gut angenommen wurde! Bevor es die erste Box gab, war ich unsicher, ob es Unternehmen gibt, die mit mir zusammenarbeiten wollen. Über meinen eigenen Backblog haben sich aber schnell Kooperationen mit Herstellern ergeben. Die erste Test-Auflage war innerhalb von wenigen Tagen ausverkauft. Im vergangenen Jahr habe ich dann den Startup-Booster-Wettbewerb gewonnen. Und inzwischen sind wir zu dritt.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe Kommunikationsdesign studiert und schon während des Studiums meine zwei "Jenny’s Cupcakes"-Cafés in Frankfurt gegründet. Die Leidenschaft fürs Backen hat mich schon immer begleitet. Nach dem Studium habe ich zunächst in Werbeagenturen in Frankfurt als Art Director gearbeitet, bis ich mich wieder selbständig gemacht habe, zunächst nebenberuflich. Aber auch wenn mich meine Chefs sehr unterstützt und mir viele Freiheiten gegeben haben, habe ich gemerkt, dass sich Job und Gründung nicht miteinander vereinbaren lassen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich hatte diese Idee, und die hat mich nicht losgelassen. Ich fand sie gut und wollte sie umsetzen. So bin ich eben: Ich stürze mich voll rein – und lieber gestern als morgen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Auf jeden Fall hat mich mein Freund sehr unterstützt. Er hilft wo er kann. Auch eine ehemalige Kollegin, die inzwischen bei mir arbeitet, hat mir sehr geholfen. Mein kompletter Freundes- und Familienkreis hat mir zur Seite gestanden. Zum Beispiel haben wir die ersten Boxen noch selbst gepackt. Mein damaliger Arbeitgeber hat dafür den Konferenzraum für mich freigemacht.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Es war einfach nur viel Arbeit, so wie auch heute noch. Ich habe durchgearbeitet – mit Spaß bei der Sache, natürlich.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die habe ich eigentlich jetzt gerade. Man wird immer bewundert, wie mutig und toll es ist, so eine Idee zu haben und sie zu realisieren. Aber das fand ich nicht schwer. Ich habe aus Spaß heraus angefangen – und es hat funktioniert. Jetzt aber geht es ans Platzieren, Größerwerden, Mitarbeiterfinden. Meine ersten zwei Angestellten waren echte Glücksgriffe. Mit wenig Budget gute Leute zu finden und daraus ein Unternehmen zu machen, das für die nächsten Jahre Hand und Fuß hat, ist die wahre Herausforderung.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Ich setze fast komplett auf Online-Marketing. Die stärksten Kanäle sind Facebook und Instagram sowie die Zusammenarbeit mit Influencern wie Bloggern, Youtubern oder Instagramern. Durch meinen eigenen Blog habe ich Kontakte zu lieben Influencer-Kollegen, die mich sehr unterstützen, was in der Szene nicht selbstverständlich ist.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die Gründung war selbst- und eigenfinanziert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Größer werden! Einfach weiter wachsen und mehr Menschen fürs Backen begeistern.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ... 
... die Sachen alle umsetzen, die mir so im Kopf herumschwirren. Ich habe eine ganz lange To-do-Liste, aber keine Zeit, das alles umzusetzen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Wie viele andere Gründer auch, kann ich generell nur dazu raten, es einfach zu tun! Die meisten machen sich viel zu viele Gedanken darüber, dass es nicht funktionieren könnte. Sie haben Angst, ihren sicheren Job aufzugeben. Aber welcher Job ist heutzutage noch sicher?

Von meinem Designerherz aus möchte ich aber auch den Tipp geben, nicht an einem guten Design zu sparen! Es ist das Erste, was man von einem Unternehmen wahrnimmt, und hat einen sehr großen Einfluss, auch psychologisch, der oft unterschätzt wird.

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