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Psychotherapie Ladier

August 2017

Unternehmen
Psychotherapie Ladier

Gründerin
Nadine Ladier

Gründungsdatum
Januar 2016

Branche und Unternehmen:
Psychotherapie

Motto:
"Ich will Menschen weiterhelfen."

Interview mit der Gründerin Nadine Ladier

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Da ich aus dem Elsass komme und Germanistik und Englisch studiert habe, kann ich meine Therapie in drei verschiedenen Sprachen anbieten. Ich verfüge über langjährige Berufserfahrung in der Wirtschaft. Wenn Menschen vor beruflichen Herausforderungen stehen, weiß ich deshalb genau, wovon sie sprechen. Dank meiner Methodenvielfalt kann ich ganz flexibel auf die jeweiligen Bedürfnisse eingehen. Vorrangig arbeite ich mit den folgenden Methoden: Systemische Therapie, Ansätze der Verhaltenstherapie, Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion, Körperpsychotherapie und EMDR – eine Methode, um Traumata zu verarbeiten. Eine Besonderheit ist auch, dass ich sowohl in Frankfurt als auch in Wiesbaden praktiziere.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Das sind die Fortschritte meiner Patienten zwischen Aufnahme und Entlassung. Besonders schön ist die Entwicklung einer Borderline-Patientin und ihrem Freund, die ich als Paar betreut habe. Sie haben tatsächlich geheiratet und sich sehr herzlich bei mir bedankt. Mich freut es auch, wenn mich Patienten weiterempfehlen oder mir gute Bewertungen auf Jameda geben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe viele Jahre auf Managementebene in der Wirtschaft gearbeitet, wo ich wertvolle Erfahrungen gesammelt habe. Dann wurde mein Interesse für psychische Erkrankungen geweckt und ich fing an, neben der Arbeit Ausbildungen zu machen, zunächst als Psychologische Beraterin und als Heilpraktikerin. Später folgte eine systemische Ausbildung. Im Oktober 2015 erlangte ich die Heilerlaubnis als Heilpraktikerin Psychotherapie durch das Gesundheitsamt Wiesbaden. Darüber hinaus habe ich mich unter anderem in EMDR weitergebildet, um Traumata behandeln zu können. Insgesamt habe ich drei Jahre lang kontinuierlich gelernt. Im Mai 2016 hatte ich dann meine erste Klientin.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich glaube an mich und meine Fähigkeit, anderen Menschen helfen zu können. Nach 17 Jahren in der Wirtschaft wollte ich endlich selbst alle Entscheidungen treffen. Natürlich genieße ich es jetzt auch, die Freiheit zu spüren und Work-Life-Balance zu erleben. Ich habe aus meiner Leidenschaft einen Beruf gemacht. Es ist wirklich das, was ich immer wollte. Ich weiß, wofür ich morgens aufstehe, und freue mich auf den neuen Arbeitstag.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Vor allem war das Berufswege für Frauen – eine hervorragende Institution! Was das Fachliche betrifft, lasse ich mich im Rahmen von Supervisionen und Intervisionen von Kollegen beraten.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Ich war aufgeregt und konnte es kaum erwarten, dass das Telefon klingelt. Zwischenzeitig habe ich noch eine Aufgabe in der Flüchtlingshilfe angenommen, aber nach sechs Monaten gab es genügend Anfragen, sodass ich mich ganz auf meine Selbständigkeit konzentrieren und ins kalte Wasser springen konnte.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das war eine Krisenintervention bei einem depressiven Patienten, der ganz schlimme Momente hatte. Als mich seine Frau an einem Samstag um Hilfe bat, bin ich zu ihm gefahren und mit ihm raus in die Natur gegangen. Erdungsübungen halfen ihm, wieder Zugang zu sich und seinem Körper zu finden. Es gelang, den negativen Prozess zu durchbrechen und ihn für den Moment zu stabilisieren.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Ich setze vor allem auf das Internet und auf Messen, wie die Gesundheitsmessen in Hanau oder Dreieich. Von Flyern halte ich dagegen wenig.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich habe zunächst Arbeitslosengeld und dann den Gründungszuschuss erhalten. Beides zusammen ist aber auf nur ein Jahr begrenzt, was viel zu kurz ist, um eine Selbständigkeit aufzubauen! Ich konnte zum Glück auf Erspartes zurückgreifen. Mein Tipp: Man muss eine Gründung selbst gut vorbereiten mit Ersparnissen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich träume davon, dass meine Psychotherapie in Frankreich bekannt wird: dass ein Patient aus Frankreich für eine Woche zur Therapie zu mir kommt und verändert nach Hause fährt – oder dass ich eine Woche bei ihm in Frankreich bin. Gerade erarbeite ich ein lockeres Konzept dafür.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... mehr reisen. Mein erstes Ziel wäre Italien oder Südfrankreich.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Sich jeden Tag daran zu erinnern, dass man Fähigkeiten besitzt. Das wird schon! Glaube an das, was du kannst!

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