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Wirtschaft

Purple Green

September 2015

Unternehmen:
Purple Green

Gründer:
Oliver Fritz

Gründungsdatum:
8. August 2014

Branche und Unternehmen:
Onlinehandel mit hochwertigen Kaffee- und Teeraritäten.

Motto:

"Never, never, never give up!" (Churchill)

Interview mit dem Gründer Oliver Fritz

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Als Social-Entrepreneure sind wir weltweit die ersten, die im Bereich von Kaffee und Tee darauf achten, dass unsere Kaffee- und Teeprodukte von der Plantage bis zum Endverbraucher nicht mit Plastik in Verbindung gekommen sind. Das ist gut für die Umwelt, weil weniger Plastik produziert wird, und für die Gesundheit, weil unsere Produkte nicht mit irgendwelchen gesundheitsschädigenden Schadstoffen kontaminiert worden sind.

Außerdem ist unser Veredelungskonzept in den Violett Glasflaschen weltweit einzigartig. Das Besondere an Violettglas ist, dass es keine Schadstoffe abgibt und unsere Kaffee und Tee Raritäten am besten schützt. Unsere Produkte sind dadurch sehr viel länger haltbar und auch das Aroma wird außergewöhnlich gut geschützt. So schmeckt die letzte Tasse Kaffee oder Tee genauso gut wie die erste.

Mit Absicht arbeiten wir mit lokalen Anbietern zusammen. Um einerseits unsere "locals" (lokale Einzelhändler) zu unterstützen, und um andererseits auch so weniger CO² zu verursachen. Unsere Produktions- und Lieferkette halten wir so kurz wie möglich. In der heutigen Zeit, wo alles schnell gehen muss, und ein Coffee-Shop nach dem anderen aufgemacht wird, treten wir aus diesem Strom heraus. Unsere Produkte sind zum Genießen und Entschleunigen da, und um sich eine Auszeit zu gönnen - und nicht für 'grab and go' gedacht. In der nahen Zukunft wollen wir zu diesem Thema auch einen Blog aufsetzen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Unsere ersten Erfolge waren, dass wir für unser weltweit neues Produkt gleich von Anfang an eine Akzeptanz gefunden haben. Mit unseren sehr hochwertigen Kaffee- und Tee-Raritäten sprechen wir eine ganz spezielle Zielgruppe an. Menschen, die gerne bereit sind, ein wenig mehr für ein gesünderes Leben und Nachhaltigkeit zu bezahlen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Als Kabinenchef einer großen deutschen Fluglinie bin ich 15 Jahre lang um die Welt gereist. Auf meinen Reisen hatte ich unter anderem die Möglichkeit Kaffee- und Teeplantagen zu besuchen, direkt vor Ort bei der Verarbeitung dieser Produkte dabei sein zu können, und diese auch zu verköstigen.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Mir wurde bewusst, dass ich in Deutschland diese hochwertigen Produkte nicht in einem normalen Geschäft bekommen kann. Nach 15 Jahren hatte ich mich zu einem Gourmet und Kenner entwickelt, und wollte nun meine Leidenschaft zum Beruf machen. Warum sollten nicht auch andere die Möglichkeit haben, diese Schätze zu genießen? Und wenn ich dabei auch noch Gutes tun kann, dann umso besser!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Von Anfang an habe ich mir wichtige Berater, wie Frau Schütz von der IHK Wiesbaden und den Unternehmensberater Michael Holte von Adversum Consult, mit ins Boot geholt. Auch die Auswahl der Bank ist sehr wichtig. In der NASPA habe ich einen echten Partner gefunden. Eine Bank, die mir nicht nur ein Darlehen gewährt hat, sondern bei der ich mit meiner Beraterin Frau Donhauser auch jemanden habe, die mich und mein Unternehmen begleitet. Kompetente Menschen an seiner Seite und mit im Team zu haben ist von äußerster Wichtigkeit. Insbesondere dann, wenn man selber „am Ende seines Lateins“ ist, helfen diese einem weiter. Bevor man eine Idee umsetzt ist es auch wichtig, dass die eigene Familie hinter einem steht. Man muss sowieso sehr viel Energie in ein neues Unternehmen investieren. Dabei wäre es kontraproduktiv, wenn man auch noch die eigene Familie überzeugen müsste.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Die ersten Tage waren voller Adrenalin geprägt. Endlich ging es los. Endlich konnte ich das umsetzen, was ich die ganze Zeit geplant hatte. Ich selber musste zum Beispiel sechs Monate später anfangen als geplant, weil ich noch eine Bank gesucht hatte, die meinem Unternehmen den Rücken stärkt.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung war, sich von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Diese Tiefen konnte und kann ich meistern, indem ich selber an mein Projekt glaube, und das aus tiefster Überzeugung, und weil ich Mentoren habe, die an mich glauben und mir die Hand reichen, wenn sie merken, dass ich in einem Tief gelandet bin. Entscheidend ist, wie man diese meistert. Je länger man an seinem Projekt arbeitet, umso stärker wird man. Ich selber werde nie vergessen, als ich einmal vor der inneren Entscheidung stand, weiter zu machen, oder aufzugeben. Ich hatte mich entschieden weiter zu machen, und sehr kurz darauf einen neuen Auftrag bekommen!

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Da wir als internationale Marke nach zwei Monaten noch keinen großen Bekanntheitsgrad haben, ist Werbung jeglicher Art von großer Bedeutung. Wir nutzen hauptsächlich das Internet und haben eine Online Marketing Kampagne gestartet, die wir von einer Agentur durchführen lassen, die auch für große namhafte Firmen arbeitet. Auch als Startup Unternehmen kann man mit kleinem Budget bei den großen mitspielen, solange man sich auf das Wesentlichste konzentriert. So haben wir zum Beispiel erst eine Analyse durchführen lassen, was im Rahmen dieser Kampagne wirklich notwendig ist und was nicht. Außerdem nutzen wir den Social Media-Bereich, um unsere Marke bekannter zu machen. Und im Einzelhandel sind wir auch vertreten. Wir selber haben kein eigenes Geschäft. Stattdessen nutzen wir die hochwertigen Ressourcen unserer lokalen Einzelhändler.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Die Finanzierung meiner Gründung habe ich mit Eigenkapital und einem Darlehen der NASPA umgesetzt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mein Traum ist es, unsere Marke weltweit auszubauen, um so viele Menschen wie möglich mit meinen hochwertigen Kaffee und Tee Raritäten zu erreichen und etwas Nachhaltiges für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen tun zu können.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... noch mehr Ideen in meinem Unternehmen umsetzen. Ich habe mir keine Grenzen gesetzt!

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Machen Sie nur das, was Ihnen wirklich am Herzen liegt, und worin Ihre Leidenschaft liegt. Seien Sie offen für alles. Hinter jeder Tür gibt es etwas zu entdecken. Egal, ob es sie weiterbringt oder Sie daraus Erfahrungen sammeln. Alles andere kommt von selber. Nur so werden Sie wachsen und erfolgreich nicht nur die Höhen, sondern besonders auch die Tiefen meistern und daraus lernen.

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