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Rhein-Main Zulassungsdienst

März 2017

Unternehmen
Rhein-Main Zulassungsdienst

Gründerin
Wioletta Saldirdak

Gründungsdatum
September 2016

Branche und Unternehmen:
KFZ-Zulassungsdienst

Motto:
"Die richtigen Personen verändern dich nicht, sie verbessern dich."

Interview mit der Gründerin Wioletta Saldirdak

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich weiß, dass viele Menschen Schwierigkeiten mit der KFZ-Zulassung haben. Der Gang zur Zulassungsstelle kann mit langen Wartezeiten verbunden sein oder wird zum Fiasko, wenn man nicht die erforderlichen Unterlagen hat. Ich nehme meinen Kunden den Stress und die ganze Arbeit ab. Da ich polnische Muttersprachlerin bin und auch andere osteuropäische Sprachen verstehe, habe ich auch viele ausländische Kunden, die hier ein Auto kaufen und es ausführen, aber noch nie mit der deutschen Sprache in Kontakt gekommen sind. Ich biete mit meiner Dienstleistung den Kundinnen und Kunden den bestmöglichen Service.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Die Firma ist sehr gut angelaufen. Ich habe bereits viele Jahre in dieser Branche gearbeitet, sodass ich viele Kontakte habe und die Problematik der Kunden sehr gut kenne. Ich habe ein sehr gutes Netzwerk und bereits einige Stammkunden, auch dank meines Standorts in einem Autohaus. Privatkunden habe ich noch nicht so viele, aber es werden immer mehr. Für den Anfang bin ich sehr zufrieden!

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich bin vor zwanzig Jahren aus Polen nach Deutschland gekommen und habe hier verschiedene Jobs gemacht, meist im Verkauf. Eigentlich bin ich Bürokauffrau, konnte in Deutschland aber leider nie richtig in diesem Beruf arbeiten. In den vergangenen acht Jahren war ich dann bei "Autoschilder Wiesbaden". Diese Arbeit hat mir immer sehr viel Spaß gemacht.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Leider wurde mein Vertrag nicht so verlängert, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich habe gespürt: Ich versuche es jetzt. Ich gebe mir diesen Ruck und mache mich selbständig. Von 2011 bis 2013 war ich sogar schon einmal nebenberuflich selbständig, aber das war schwierig mit meiner hauptberuflichen Tätigkeit zu vereinbaren.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Bei "Berufswege für Frauen" habe ich den Kurs "Selbständig oder nicht?" besucht. Ich war sehr zufrieden und kann das nur empfehlen. Ich wollte so viele Informationen wie möglich sammeln und bin von Veranstaltung zu Veranstaltung gelaufen. Zum Beispiel war ich bei verschiedenen IHK-Veranstaltungen oder bei GRÜNDERwissen kompakt. So habe ich mir ein Bild davon gemacht, was es heißt, in Vollzeit selbständig zu sein.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Lustig, schwierig, chaotisch – alles war dabei! Für mich war es nicht so stressig, weil ich schon vorher mit dem Gewerbeamt und den anderen Behörden in Berührung gekommen bin. Aber es war schon aufregend. Das war einfach ein großer Schritt. "Ab jetzt musst du für dich sorgen. Schaffst du das?" Diese Unsicherheit ist immer noch da.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Der Schritt in die Selbständigkeit. Nach Beendigung des Kurses bei "Berufswege für Frauen" habe ich noch zwei, drei Monate gebraucht, um in mich zu gehen und mir klar zu werden, ob ich es wirklich mache. Aber durch Unterstützung von meinem Partner und meiner Familie habe ich gedacht: Jetzt mache ich es. Es ist an der Zeit.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Durch Bekannte, Stammkunden, Mundpropaganda. Ich mache selbst ganz viel Akquise, gehe von Autohaus zu Autohaus. Da geht natürlich viel Zeit drauf, aber ich bekomme sehr gutes Feedback. Meine Gesprächspartner rufen hinterher an – und ruckzuck ist ein neuer Kunde da! Das läuft schon gut. Ich bin ein offener Mensch, gehe einfach hin und sage: Hier bin ich! Hier ist meine Karte. Wenn du die entsorgst, komme ich morgen und bringe dir eine neue. So läuft das. Mit Witz und Charme. Man muss sich schon präsent machen. Anders geht’s nicht.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich habe nicht viel Startkapital gebraucht. Mein Büro habe ich bei einem befreundeten Gebrauchtwagenhändler. Miete, Kaution usw. habe ich aus privaten Mitteln finanziert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Reisen! Und natürlich wünsche ich mir, dass mein Unternehmen Erfolg hat und ich damit privat und beruflich gut leben kann.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
Ebenfalls: reisen. Mich hat das Reisefieber gepackt. Meine Tochter ist jetzt 16, und es macht sehr viel Spaß, mit ihr die Welt zu entdecken.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Auf jeden Fall empfehle ich, sich richtig gut zu informieren. Das ist das A und O, denn ohne Wissen und Vorbereitung geht gar nichts. Ich selbst habe viele verschiedene Veranstaltungen, Seminare und Workshops besucht. Im Gespräch mit anderen Gründern denke ich manchmal: Hättest du dich ein bisschen mehr vorbereitet, hättest du diese Frage jetzt gar nicht gestellt. Ich habe natürlich auch eine Steuerberaterin, aber ich versuche durch die Informationen, die ich selbst gewinne, mit ihr zu reden und meine Wissenslücken zu schließen. Wenn es zum Beispiel um Versicherungen geht, muss man wissen, was man braucht und was nicht – oder was noch warten kann. Es gibt da draußen sehr viele Menschen, die nur auf uns Selbständige warten und mit uns Geld verdienen wollen. Wenn man zu wenig Ahnung hat, lässt man sich alles einreden.

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