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Wirtschaft

smokestars.de

Juli 2017

Unternehmen
smokestars.de

Gründerin
Susanne Piontek-Aryaie

Gründungsdatum
Juni 2012

Branche und Unternehmen:
Onlinehandel

Motto:
"Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen." (Giuseppe Mazzini)

Interview mit der Gründerin Susanne Piontek-Aryaie

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
smokestars.de ist ein Multishop. Unter der Domain finden sich verschiedene Shops: ein Headshop mit Raucherbedarf, ein Shisha-Shop, ein Vape-Shop mit E-Zigaretten und Liquids, ein Geschenkeshop und ein Streetwear-Shop. Insgesamt biete ich über 3.000 Artikel an – mit wöchentlichem Zuwachs. Für verschiedene Markenhersteller sind wir der Repräsentant im Internet für ihr komplettes Sortiment.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Der Erfolg meiner Firma lässt sich am besten am wachsenden Lagerbestand messen. Ich habe mit etwa 15 Regalen angefangen und habe inzwischen ein 500 qm großes Lager und Büro. Dieses Jahr wurde der Shop für den "Meet Magento"-Award nominiert und kam unter die zehn besten Shops. Das war eine große Ehre für mich.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Nach dem Abitur habe ich ein Praktikum bei einer Filmproduktion gemacht und bin erst einmal in der Branche geblieben. Ich habe Filmwissenschaften, Germanistik und Kulturanthropologie studiert und jahrelang als Produktionsassistenz und Aufnahmeleitung gearbeitet – eigentlich bis zur Geburt meines ersten Kindes mit 28 Jahren. Zwei Jahre später kam bereits das zweite. Ich habe fünf Jahre pausiert. In dieser Zeit habe ich angefangen, für meinen Bruder Webseiten zu lektorieren und zu testen. Ich habe mich ganz intensiv mit dem Thema Strukturen von Webseiten beschäftigt.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Mein Bruder, der schon mehrere Onlineshops hatte, kannte Agenturen und Programmierer, und die Familie meines Mannes hatte lange Zeit einen Einzelhandel in der Innenstadt, wodurch er schon gute Kontakte und Konditionen im Bereich Raucherbedarf hatte. Diese Konstellation war das Sprungbrett für die Idee und Ausführung von smokestars.de. Inzwischen bin ich sehr froh, dass ich mich selbständig gemacht habe, weil ich jetzt viel Job und viel Familie unter einen Hut bringen kann.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Meine beiden wichtigsten Helfer sind weiterhin mein Mann und mein Bruder geblieben. Mein Bruder hat sich zwischenzeitig auf Suchmaschinenoptimierung spezialisiert und steht mir mit seinem ganzen Know-how zur Verfügung. Er ist auch so etwas wie mein persönliches Rechenzentrum: Er hat immer die Zahlen meiner Firma im Kopf und steht mir mit Rat zur Seite. Mein Mann ist hauptberuflich Architekt, begleitet mich aber, wann immer er kann, zum Beispiel in Sachen Einkauf oder bei Verhandlungen. Mit ihm spreche ich alle wichtigen Entscheidungen durch, was eine große Hilfe für mich ist.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Einen Onlineshop hochzuziehen bedeutet vor diesem Launch der Website natürlich einen riesigen Berg an Arbeit – täglich und bis tief in die Nacht. Ich habe mindestens ein Jahr gebraucht, bis Konzept, Design und Programmierung fertig waren, das Einpflegen der Artikel und der Inhalte, der ganze Einkauf, das Verhandeln mit Zahlungsanbietern und Versandanbietern und vieles mehr. Als die Seite dann endlich online ging, knallten natürlich die Sektkorken.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung war und ist das Finanzielle. Ich habe mich von Beginn an gegen die Aufnahme eines Bankkredits entschieden und bin ohne Fremdkapital gewachsen. Dadurch geht alles wesentlich langsamer, und das macht es auch nicht gerade einfacher. Man muss ein gutes Gespür für den Einkauf haben, weil man sich nicht viele Fehlinvestitionen leisten kann. Rechtliche Sachen sind auch ein nicht zu unterschätzendes Thema im Internet. Und auf technische Updates kann man nicht verzichten, um mit der Zeit zu gehen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Für Raucherbedarf darf man im Internet nicht werben. Deshalb bin ich einhundert Prozent abhängig von der organischen Suche, muss also in den Suchmaschinen gefunden werden. Daneben sind wir auf allen größeren Social-Media-Kanälen wie Facebook, Twitter, Instagram und Pinterest vertreten. Aber noch wichtiger ist mittlerweile der persönliche Kontakt mit den Kunden. Das denkt man erst einmal nicht bei einem Onlineshop, aber es ist eben doch so, dass wir viel über E-Mail, das Telefon und vor allem auch über WhatsApp mit den Kunden kommunizieren. Wir haben einen extremen WhatsApp-Chat – täglich, rund um die Uhr. Da ist die Kommunikation sehr persönlich, was auch kundenbindend wirkt.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Ich habe klein angefangen, mit Erspartem und ohne Fremdkapital.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Mein Spektrum an Produkten erweitern und mich auf dem europäischen Markt etablieren. Wir haben schon viele Kunden aus dem Ausland, aber die Seite soll noch in andere Sprachen übersetzt werden.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... schon die nächste Webseite in Angriff nehmen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Es kommt natürlich darauf an, wo man hinwill. Für mich war es sehr wichtig, am Anfang alles selbst zu machen, um diesen Laden zu verstehen und alles im Griff zu haben. Mit der Zeit kommt das Thema Outsourcing ins Spiel, und man muss Dinge abgeben. Das lerne ich gerade. Es gibt den bekannten Satz von Rockefeller: "Wer den ganzen Tag arbeitet, hat keine Zeit, Geld zu verdienen." Daran muss ich manchmal denken. Für mich heißt das auch, dass man sich ausreichend Zeit für Ideen nimmt.

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