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Wirtschaft

Sprachschätze – Bettina Kaus

Juli 2015

Unternehmen:
Sprachschätze

Gründerin:
Bettina Kaus

Gründungsdatum:
2. August 2013

Branche und Unternehmen:
Texte für PR und Marketing

Motto:

"Als ich noch angestellt war, habe ich vor allem die Risiken gesehen, die mit der Selbstständigkeit verbunden sind. Jetzt, wo ich selbstständig bin, sehe ich vor allem die grenzenlosen Chancen".

Interview mit der Gründerin Bettina Kaus

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich schreibe Texte für Unternehmen und unterstütze sie damit bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit oder Marketingkommunikation. Das Spektrum reicht von Pressemeldungen über Newsletter bis hin zu kompletten Broschüren oder Zeitschriften. Darüber hinaus gebe ich Textworkshops oder bereite meine Kunden in Medientrainings auf Interviews vor.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Unter anderem durfte ich das Magazin "Universum Top 100" schreiben, das mit einer Auflage von 377.000 Exemplaren als Beilage der FAZ erschienen ist. Für die Zeitschrift habe ich über zwanzig Vertreter großer Firmen – von Audi bis zur ZF Friedrichshafen AG – interviewt. Es erscheint einmal jährlich und dieses Jahr schreibe ich es wieder. Mein größter Erfolg: 2014 habe ich den Gründerpreis der Region Wiesbaden in der Kategorie "Freie Berufe" gewonnen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe in Marburg und Amsterdam Deutsche Sprache und Literatur, Medienwissenschaft und Geschichte studiert und war parallel dazu als Journalistin tätig – zum Beispiel für den Hörfunk, Onlinemagazine und Tageszeitungen. Nach dem Magisterexamen absolvierte ich ein Volontariat bei der Frankfurter PR-Agentur Topcom Communications und eine nebenberufliche Weiterbildung zur PR-Beraterin/PR-Referentin (DPRG). Zweite berufliche Station war Fink & Fuchs PR in Wiesbaden, wo ich unter anderem für Microsoft aktiv war. Schließlich arbeitete ich als deutsche Pressesprecherin bei Logica, einem internationalen IT-Beratungshaus.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Als sich eine Kollegin selbstständig machte, dachte ich zum ersten Mal darüber nach, ob das nicht auch etwas für mich sein könnte. Eines Tages wurde dann mein damaliger Arbeitgeber von einem anderen Unternehmen übernommen – und ich nutzte die Chance, mich selbstständig zu machen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Meine erste Anlaufstelle war Exina, wo ich unter anderem gelernt habe, wie man einen Businessplan schreibt. Eine große Stütze war mein Umfeld, das von Anfang an wenig Zweifel daran hatte, dass meine Selbstständigkeit erfolgreich sein würde.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Ich habe mich jeden Morgen gefreut, endlich selbstständig zu sein! Ich habe es sehr genossen, von zu Hause aus zu arbeiten, und morgens Sport zu machen, statt im Stau zu stehen. Ansonsten hatte ich ganz normale Arbeitstage: Von Anfang an gab es genügend Aufträge, sodass ich ab 8 Uhr morgens am Schreibtisch saß.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das Komplizierteste war, überhaupt den Mut zu fassen. Als das geschafft war, folgte ein Schritt ganz logisch auf den anderen. Es ist oft die Rede vom "Sprung" in die Selbstständigkeit, was ich nicht sehr treffend finde. Ich habe es eher als einen Entwicklungsprozess wahrgenommen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Bisher habe ich keine Akquise gemacht – zumindest nicht bewusst. Meine beste Vermarktungsidee: gute Arbeit leisten! Dann beauftragen einen die bestehenden Kunden mit weiteren Projekten, und es werden immer wieder neue auf einen aufmerksam.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Für meine Arbeit brauche ich nicht viel mehr als einen Rechner und einen Internetanschluss. Deshalb hatte ich nur geringe Anfangsinvestitionen, was eine große Erleichterung war.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich bin sehr glücklich mit meiner Arbeit und habe – was das betrifft – nur den Wunsch, das alles so weitergeht wie gehabt. Das empfinde ich als großen Luxus.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
… versuchen, Kolumnen in Zeitschriften zu veröffentlichen, oder ein Blog schreiben.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Lass' dich von fachkundiger Seite beraten und vernetze dich mit Gleichgesinnten (als Freiberufler im Bereich Marketing/Kommunikation zum Beispiel mit unserem "Kreativkartell"). Das ist kein besonders exotischer Tipp, aber ich beobachte, dass dies zwei ganz entscheidende Punkte sind.

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