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Wirtschaft

TRUEWOODS

Die Förster Jan Borchert und Alexander Schneider haben mit TRUEWOODS ein Modelabel geschaffen, das Natur- und Wildlife-Themen verarbeitet. Den Nachhaltigkeitsanspruch aus der Forstwirtschaft in die Modebranche zu bringen, war eine Herausforderung.

März 2018

Unternehmen
TRUEWOODS® Clothing | Registered trademark of Awesome Outfitters OHG

Gründer
Jan Borchert, Alexander Schneider

Gründungsdatum
November 2016

Branche und Unternehmen:
Handel

Motto:
"Ziele ganz vehement verfolgen!"

Interview mit den Gründern Jan Borchert und Alexander Schneider

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Jan Borchert: Wir sind zwei Förster, die mit TRUEWOODS ein Modelabel geschaffen haben, das Natur- und Wildlife-Themen verarbeitet. Wir waren selbst lange auf der Suche nach solcher Kleidung und wussten daher, dass es keine vergleichbare Marke gibt. Wir dachten: Das ist unser Ding – und wenn wir es komplett nachhaltig hinbekommen, dann machen wir es! Diesen Nachhaltigkeitsanspruch aus der Forstwirtschaft in die Modebranche zu bringen, war eine Herausforderung. Bei uns ist nachhaltig nicht öko. Wir zeigen, dass es auch cool sein kann!
Alexander Schneider: Eine Herzensangelegenheit ist unser Aufforstungsprojekt "Support Your Local Woods". Wir pflanzen für jedes Produkt, das wir verkaufen, einen Baum. Diese Aufforstungen planen wir selbst und fokussieren uns auf die Aufforstung von Brachflächen oder alten Industrieanlagen. Damit unterstützen wir regionale Strukturen und schaffen Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Alexander Schneider: Wir hatten ein sehr gut laufendes Weihnachtsgeschäft 2017. Im ersten Jahr haben wir über 1.000 Produkte verkaufen können, ausschließlich über unseren eigenen Onlineshop.
Jan Borchert: Wir steigern uns stetig. Da kann man definitiv stolz drauf sein.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Alexander Schneider: Ich habe eine Ausbildung zum Werbekaufmann absolviert – bei Ogilvy und Mindshare in Frankfurt, zwei sehr großen Werbe- und Mediaagenturen. Später habe ich mit Jan zusammen Forstwissenschaften studiert. Nach dem Bachelor habe ich für eine Beteiligungsgesellschaft gearbeitet und dort Agrarbeteiligungen verwaltet. Parallel zur Gründung habe ich noch einmal angefangen zu studieren. Gerade mache ich meinen Master an der Hochschule Fresenius in Sustainable Marketing and Leadership.
Jan Borchert: Ich habe den Bachelor in Forstwissenschaften abgeschlossen und danach einen Master in Agribusiness gemacht. Parallel dazu haben wir schon mit TRUEWOODS angefangen. 

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Jan Borchert: In unserem Umfeld befinden sich viele Gründer, auch sehr erfolgreiche. Wir haben uns immer sehr für ihre Projekte begeistert und hatten viele eigene Ideen. Wir haben uns oft mit Freunden getroffen und darüber gesprochen, dass wir gerne etwas Eigenes machen würden.
Alexander Schneider: Uns geht es um Selbstverwirklichung. Bei TRUEWOODS verbinden sich unsere Interessen mit einem durchdachten Geschäftsmodell. Wenn einem so etwas begegnet, muss man es einfach starten!

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Alexander Schneider: Wir kannten viele Gründer, auch aus dem Schmuck-, Accessoire- und Modebereich. Das war extrem hilfreich.
Jan Borchert: Wir haben sehr viel Unterstützung von Freunden und Familien erfahren. Da wurde uns nichts schlechtgeredet, aber auch nichts beschönigt.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?

Jan Borchert: Man geht auf jeden Fall mit einem riesigen Enthusiasmus ran. Schon die kleinsten Erfolge machen wahnsinnig viel Spaß. Aber wir haben uns immer klargemacht, dass wir das große Ziel nicht aus den Augen verlieren dürfen.
Alexander Schneider: Es hat allerdings länger gedauert, bis wir überhaupt starten konnten. Es gingen mehrere Monate ins Land, bevor man uns eine Umsatzsteuer-ID zugewiesen hat.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Jan Borchert: Das ist wahrscheinlich die speziellere Markenkommunikation für ein "grünes Label" mit konventionellem Anspruch: dem Kunden die Coolness der Marke, dieses Lässige und dennoch Faire, zu vermitteln.
Alexander Schneider: Wir sind im dauerhaften Verbesserungsprozess, werden präziser in dem, wie wir uns ausdrücken, versuchen, unsere Inhalte immer besser aufzubereiten und aktiv zu sein.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Alexander Schneider: Die sozialen Medien sind unser Hauptkanal, insbesondere Instagram und Facebook. Wenn man es clever anstellt, können dort ganz tolle Reichweiten erzielt werden, ohne dass man auf die klassischen Medien zurückgreifen muss. Instagram im Speziellen ist eine super Plattform, um bildlich zu zeigen, was meine Marke ausmacht.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Alexander Schneider: Wir sind komplett eigenfinanziert. Der Modesektor hat es relativ schwer, Finanzierung zu bekommen, weil der Geschäftsbereich mit einem höheren Risiko behaftet ist. Wir haben einen sehr guten Weg gefunden, unsere Anfangsinvestitionen klein zu halten: Wir produzieren auf Bestellung und benötigen kein Lager.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Jan Borchert: Dass sich TRUEWOODS weiter so gut entwickelt und wir noch sehr viele Bäume pflanzen.
Alexander Schneider: Ein Traum wäre auch, wenn ein Prominenter, der als Markenbotschafter fungieren kann, unsere Klamotten trägt, ohne dass wir den Kontakt aufgenommen und geplant haben.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ... Jan Borchert: ... mich gerne noch häufiger im Wald aufhalten. Nichts entspannt mich mehr, als da draußen zu sein.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Jan Borchert:
 Loslegen! Aus der Idee wirklich eine Umsetzung machen. Leute um sich scharen, die einen nach vorne bringen.
Alexander Schneider: Wobei ich es auch als großen Asset empfinde, wenn man selbst sein größter Kritiker ist. Wenn man eine Geschäftsidee hat, sollte man sie zunächst auf Herz und Nieren prüfen. Ich würde auf jeden Fall empfehlen, sich mit so vielen Informationsmedien wie möglich zu befassen und alles, was es zu dem Geschäftsbereich und zur Selbständigkeit gibt, zu lesen. Es ist auch wichtig, sich ein gewisses Vokabular anzueignen.
Jan Borchert: Außerdem muss man auch ein dickes Fell haben und Rückschläge wegstecken können.

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