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Wirtschaft

VB-Consulting, A Passion for Philanthropy

Juli 2017

Unternehmen
Unternehmen VB-Consulting, A Passion for Philanthropy

Gründerin
Victorine Bokengo

Gründungsdatum
April 2016

Branche und Unternehmen:
Vertriebsunterstützung

Motto:
"Fass’ ein Ziel ins Auge, folge deinem Herzen, glaub’ an dich selbst und erlebe deine Träume. Denn du selbst bist für dein Leben, deinen Erfolg und dein Glück zuständig."

Interview mit der Gründerin Victorine Bokengo

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich baue Brücken zwischen gemeinnützigen Organisationen, also NGOs, und IT-Unternehmen. Wenn es darum geht, ihre Kundendaten zu verwalten, arbeiten viele NGOs noch in der Steinzeit – das habe ich erkannt, als ich bei dem Softwareanbieter Salesforce angestellt war. Jetzt unterstütze ich Salesforce-Implementierungspartner bei ihrem Vertrieb, speziell für NGOs.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Meine Aufträge. Noch bevor ich richtig angefangen hatte, hatte ich schon drei große Auftraggeber aus Frankreich, der Schweiz und Deutschland. In der Zwischenzeit konnte ich weitere Kunden hinzugewinnen.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe in Paris BWL mit den Schwerpunkten Außenwirtschaft und Fremdsprachen – Deutsch, Französisch und Englisch – studiert und mein Studium mit dem Master als Exportkauffrau abgeschlossen. Im Anschluss wollte ich weitere Auslandserfahrung sammeln. So kam ich 2005 nach München, wo ich zunächst ein Praktikum in einer Marketingagentur absolvierte. Ich bin in Deutschland geblieben und habe in den verschiedensten Branchen gearbeitet: vom Messewesen über die Telekommunikation und Elektronik bis hin zu den Erneuerbaren Energien. Zuletzt war ich in der IT-Branche, bei Salesforce, tätig. Dort habe ich das philanthropische Modell betreut, das darauf basiert, dass Salesforce ein Prozent seiner Ressourcen für gemeinnützige Zwecke bereitstellt. Gleichzeitig war ich für den Vertrieb für NGOs in der DACH-Region, den Emerging Markets und Afrika zuständig.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ich bin in einer Unternehmerfamilie geboren und habe mich bei meiner Arbeit schon immer als „Unternehmerin im Unternehmen“ verstanden. Der konkrete Auslöser war, dass meine Stelle 2015 ins Ausland verlegt werden sollte. Das war ein Zeichen für mich. Die Zeit war gekommen, eigene Wege zu gehen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
An erster Stelle möchte ich meine Mutter in Kamerun nennen, die mich sehr stärkt. Ihre mentale Unterstützung ist extrem wichtig. Über die IHK habe ich zudem meine Mentorin kennengelernt, eine internationale Unternehmensberaterin, sowie meinen Marketingberater Christian Görtz. Bei "Berufswege für Frauen" habe ich den Kurs "Selbständig oder nicht?" absolviert. Auch bei Exina habe ich mich informiert. Eine große Stütze war nicht zuletzt meine "deutsche Familie", wie ich sie nenne – gute Freunde aus Bayern. Als meine "virtuellen Mentoren" würde ich darüber hinaus Oprah Winfrey, Tony Robbins, Robin Sharma und Richard Branson bezeichnen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Mit großer Freude! Beim Gewerbeamt war nach wenigen Minuten alles erledigt. Da habe ich nicht schlecht gestaunt, denn in Kamerun hätte eine Gewerbeanmeldung früher monatelang, heute mindestens noch mehrere Tage gedauert. Ich konnte kaum glauben, wie schnell das hier in Deutschland geht. Endlich hatte ich meinen Traum erfüllt und war meine eigene Chefin. Ich war rundum happy.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Dass ich zunächst kein Büro hatte. Meine Gründung habe ich im Internetcafé an der Oberen Webergasse vorbereitet und dort auch meinen Businessplan geschrieben. Ich habe es mein "Stadtbüro" genannt. Als die Finanzierung stand, konnte ich mir dann einen eigenen Arbeitsplatz in meiner Wohnung einrichten.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Das ist meine eigene Person. Meine Auftraggeber kannten mich schon von früher oder wir haben uns persönlich kennengelernt. Über Empfehlungen bin ich auch an meinen Auftrag für das "Germany-Africa Business Forum" gekommen, bei dem es darum geht, Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Afrika zu stärken.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Neben dem Gründungszuschuss habe ich einen Kredit der WIBank, Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen, erhalten. Das Geld habe ich vor allem in mein Büro sowie in Beratungen, zum Beispiel zu Marketing, Recht und Steuern, sowie für Seminare investiert.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich habe schon viele meiner Träume verwirklicht. Für mein Unternehmen wünsche ich mir selbstverständlich, dass es noch erfolgreicher wird. Auch wenn ich manchmal dafür belächelt werde: Ich habe das Ziel, eine internationale Holding aufzubauen. Natürlich möchte ich von dem, was ich tue, gut leben und weiterhin meine Familie in Kamerun unterstützen können. Ich möchte eine dreisprachige Grundschule in Kamerun eröffnen sowie ein Existenzgründungszentrum für Frauen und auf diese Weise einen Beitrag für ein neues Afrika leisten. Denn Bildung und Ausbildung sind Schlüssel zum Erfolg. Gerade arbeite ich daran, einen Verein zu gründen. Er soll "Die neue Dynamik Afrikas" heißen.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... um die Welt reisen, um soziale Projekte zu unterstützen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Zunächst eine Selbstanalyse. Man muss sich selbst gut kennen und einschätzen können! Man muss mental sehr stark sein! Dann empfehle ich, sich eine Mindmap zu zeichnen: Was brauche ich? Wen brauche ich dazu? Wo finde ich das, was ich brauche? Bis wann brauche ich es? Gut finde ich auch, viel mit anderen Selbständigen zu sprechen – aber nur mit solchen, die auch erfolgreich sind. Nach der Gründung kann man in Netzwerke eintreten, wobei man genau prüfen sollte, ob sie einem einen Mehrwert bieten.

E-Mail: vbvb-consultigcom

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