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Wirtschaft

VideoRebels

September 2015

Unternehmen:
VideoRebels

Gründer:
Ralf Schmitt

Gründungsdatum:
Oktober 2014

Branche und Unternehmen:
Pre-Produktion, Produktion und Post-Production von Imagefilmen, Musikvideos, Lehrvideos.

Motto:

"Wenn mein Kopf es sich ausdenken kann, wenn mein Herz daran glauben kann - dann kann ich es auch erreichen". (Muhammad Ali)

Interview mit dem Gründer Ralf Schmitt

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Es wäre naiv zu behaupten, dass wir das Business neu erfunden hätten, oder zu glauben, dass unsere Mitbewerber keine Leidenschaft und kein Know-how mitbrächten. Deshalb tun wir das auch nicht. Wir wollen nicht blenden. Wir wollen leuchten. Die VideoRebels realisieren vor allem Image- und Lehrvideos für mittelständische Unternehmen sowie Musikvideos und Veranstaltungsdokumentationen. Dabei umfasst unser Service alle Stufen der Produktion – von der Beratung und optimalen Planung in der Pre-Production bis hin zu Schnitt, Coloring und Ausspielen für verschiedene Medien in der Post-Production.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Aktuell arbeiten wir beispielsweise in Zusammenarbeit mit der Filmproduktionsfirma Dreizack an einem kurzen Musikvideo im Auftrag des ZDF/KiKa. Das ist schon ein bisschen besonders, denn die Anforderungen umfassen hier einerseits die Erstellung von Studioaufnahmen des Künstlers vor Greenscreen sowie andererseits die Ausarbeitung von Zeichentrickanimationen und letztlich das Zusammenfügen von beidem im Schnitt. Wir freuen uns sehr über diese Chance, über das uns entgegengebrachte Vertrauen und die gute Zusammenarbeit sowie die hohe Arbeitsmotivation von allen Beteiligten – vor allem aber unseres Illustrators/2D-Animators.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Seit mein großer Bruder mir im Alter von sechs Jahren gezeigt hat, wie man mit Spielzeugautos und einer Super 8 Kamera Stop/Motion-Filme dreht, wusste ich, dass ich etwas mit dem Medium Film machen wollte. Bei einem Umweg über die Laufbahn als Mediengestalter für Print und Digitalmedien konnte ich vieles lernen, was mir auch im Umgang mit bewegten Bildern nützlich ist: Bildgestaltung, Farbpsychologie, zielgruppenorientiertes Denken und nicht zuletzt wie man gelassen bleibt, wenn’s mal stressig wird. Nach neun Jahren in kleinen und großen Agenturen bekam ich dann 2007 das Angebot, halbtags ein kleines WebTV-Studio für eine Finanzberatungsfirma in Frankfurt zu managen und Videos und Podcasts für die Webseiten der Deutschen Börse und verschiedener Banken zu produzieren. Das machte mir so viel Spaß, dass ich mich in jeder freien Minute weiterbildete und neben meiner Tätigkeit als freier Mediengestalter auch einige Videoproduktionen begleitet habe. Damals lernte ich auch meine Lebensgefährtin kennen. Sie studierte Film- und Publizistikwissenschaft.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Ende 2014 machte das Frankfurter Studio dicht. Die Verträge mit den Banken liefen aus und alle waren auf Sparkurs. Ich hab mich nach einem neuen Job in der Filmbranche umgesehen. Aber die Firmen waren entweder zu groß und wollten Mitarbeiter, die nur eine einzige Aufgabe erfüllen wie Ton ODER Kamera ODER Schärfe ziehen ODER Schneiden. So kam ich auf die Idee, selbst zu gründen, denn nach meiner Vorstellung muss gute Arbeit vielseitig sein und hohen Ansprüchen genügen. Wie in einer Manufaktur. Man muss in der Lage sein, sich weiterzuentwickeln und zu lernen. Man darf auch nicht jeden Anspruch an Billigpreise erfüllen, die der Kunde haben könnte. Wer sich darauf einlässt, berät seine Kunden schlecht. Am Ende steht der Kunde mit einem Produkt da, das sein Geld nicht wert ist.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Beratung und auch ganz praktische Hilfe wurde mir vor allem zuteil durch Freunde und Bekannte, die größtenteils selbst in der Medienbranche arbeiten und mich durch Einblicke in ihre Arbeitsabläufe sowie viele fachspezifische Gespräche unterstützt haben. Ganz konkret möchte ich da Frank Widmann nennen, dessen Wissensschatz aus 30 Jahren als Werbefotograf schier unerschöpflich ist und der immer zur Stelle ist, wenn man ihn braucht. Bei der eigentlichen Existenzgründung war mir vor allem Thomas Rodig von der Exina in Wiesbaden ein toller Ansprechpartner und eine große Hilfe.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Es war ein befreiendes Gefühl, selbst wenn man noch nicht viel Veränderung sehen konnte. So wie die ersten Schritte einer Reise. Die führen auch durch bekanntes Terrain, aber entscheidend ist, dass man weiß wohin man gehen will.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Ganz ehrlich? Die größte Herausforderung ist der Papierkram – und damit kämpfe ich noch immer.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Netzwerken! Ich habe das große Glück, sowohl aus meiner beruflichen Erfahrung heraus wie auch durch den ganz ähnlichen professionellen Background meiner Partnerin auf viele Kontakte im Bereich Werbeagentur/Filmproduktion/Fotostudio zurückgreifen zu können, so dass wir zunächst auch ohne viel Akquise zu betreiben einige kleinere Aufträge erhalten haben.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
In der ersten Zeit bekam ich den Gründungszuschuss der Arbeitsagentur. Das umfangreiche Equipment für die Filmproduktion habe ich privat finanziert. Aber die Umstellung unserer Produktionsmittel auf den Workflow mit Ultra HD-Bildmaterial, das die vierfache HD-Auflösung besitzt hat dann doch noch einiges an Kosten nach sich gezogen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich möchte für jeden Buchstaben des Alphabets ein Land bereisen, dessen Name damit beginnt. Bei X wird’s allerdings schwer. Es sei denn, irgendwer entdeckt Xanadu in der Zeit, die ich von A bis W brauche.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
...eigene Filme drehen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Es ist hilfreich, sich bereits im Vorfeld gut zu vernetzen und natürlich den Markt zu sondieren, damit man für sein Unternehmen eine gute Basis schafft sowie eine ertragreiche und ausbaufähige Nische findet. Dabei kann es auch sinnvoll sein, sich anfangs etwas breiter aufzustellen mit mehreren kleinen Geschäftsfeldern - bis man herausfindet, was finanziell und ideell am lohnendsten für einen ist.

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