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Viktoria Preß Fotografie

Juni 2017

Unternehmen
Viktoria Preß Fotografie

Gründerin
Viktoria Preß

Gründungsdatum
Januar 2017

Branche und Unternehmen:
Fotografie

Motto:
"Die Einzigartigkeit des Moments ist das, was mich begeistert."

Interview mit der Gründerin Viktoria Preß

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Ich lasse mich ganz individuell auf den Kunden ein. Mir ist wichtig, dass die Menschen sich vor der Kamera wohlfühlen und sich in dieser ungewohnten Situation so geben können, wie sie sind. Das gelingt mir offenbar ziemlich gut, wie mir meine Kunden zurückmelden. Vielleicht hat das auch etwas mit meinem eigentlichen Beruf zu tun: Als studierte Sozialarbeiterin liegt eine meiner Stärken in der Empathie.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Zufriedene Kunden sind das, was mich glücklich macht. Was mich auch sehr gefreut hat war, als der „Sensor“ Bilder von mir veröffentlichte. Vor Kurzem wurde außerdem ein Bild von mir in einem Brautmagazin abgedruckt. Ich merke, wie sich immer mehr herumspricht, wie ich arbeite. Inzwischen schreiben mich Models an, die tausende von Followern auf Instagram haben, und ich werde zu „Meet-ups“ eingeladen, die im geheimen Rahmen stattfinden. Dort bin ich schon auf beeindruckende Fotografen getroffen, deren Arbeit ich sehr bewundere. Ich konnte kaum glauben, dass ich jetzt selbst dazugehöre!

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Ich habe zwei Ausbildungen absolviert – zur Sozialassistentin und Heilerziehungspflegerin – und habe viel mit autistischen Menschen gearbeitet. Nach sieben Jahren Tätigkeit in diesem Bereich habe ich beschlossen, noch einmal zu studieren: Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Management und Recht. Seit ein paar Wochen arbeite ich nun im öffentlichen Dienst. Was die Fotografie betrifft, hat mich das Fieber erst 2014 gepackt. Im Rahmen des Studium Generale habe ich dann ein Semester lang an der Kommunikationsdesign-FH Fotografie studiert, was für eine Studentin der Sozialen Arbeit sehr ungewöhnlich war. Das hat unglaublich viel Spaß gemacht! Das Meiste habe ich mir aber selbst beigebracht: Tutorials angeguckt, Bücher ausgeliehen, Podcasts gehört, ...

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Im Studium Generale hatte ich auch einen Kurs bei Frau Bolduan im Gründungs- und Careercenter belegt, in dem es unter anderem um die Frage ging, wann es sich lohnt, zu gründen. Das hat mein Interesse geweckt. Als Prüfungsleistung war ein Businessplan zu schreiben. Die Fotografie ist nicht mehr nur ein Hobby für mich. Ich erhalte immer mehr Anfragen, zum Beispiel für Hochzeiten, und habe die Erfahrung gemacht, dass meine Bilder vielen Menschen gefallen – und dass es ihnen guttut, vor meiner Kamera zu stehen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Das sind vor allem andere Fotografen – von meinen Favoriten im Internet, die ich bei Facebook, Youtube oder Instagram abonniert habe, bis hin zu Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite. Gemeinsam mit einer anderen Fotografin und einem Model habe ich einen Stammtisch gegründet, bei dem wir uns untereinander austauschen und voneinander lernen. Ich hole mir viel Inspiration, da ich immer bestrebt bin, mich weiterzuentwickeln.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Für mich war es kein großer Schritt, da ich ja hauptberuflich einer anderen Tätigkeit nachgehe. Aber es nun "schwarz auf weiß" zu haben, hat mich natürlich gefreut. In diesem Moment habe ich verstanden, dass ich es wirklich kann.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Das war die erste Hochzeit, die ich – im August 2015 – fotografiert habe. Ich war mächtig aufgeregt und habe alles ganz akribisch vorbereitet. Zum Beispiel habe ich Freunde gebeten, mit mir als Models in der Kirche zu proben. Inzwischen habe ich nicht nur sehr viel mehr Erfahrung, sondern auch eine sehr viel bessere Ausstattung. Aufregend sind Hochzeiten natürlich trotzdem noch immer.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Ich möchte meine Homepage ausbauen und bloggen. Ich merke einfach selbst, dass ich Menschen eher folge, wenn ich ihre Persönlichkeit sehe. Bei Instagram und Facebook ist ganz klar Regelmäßigkeit der Schlüssel zum Erfolg.
Es klingt vielleicht einfach, aber letztlich ist es vor allem die Mund-zu-Mund-Propaganda, die neue Kunden bringt. Auch der Stammtisch, den wir gerade gegründet haben, hat viel Potential – und bereits zu einer Kooperation mit einer anderen Fotografin geführt.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Peu à peu. Was ich mir für die Fotografie leisten will, finanziere ich mir nach und nach durch meine Aufträge. Auch Fotobestellungen, Visitenkarten und Software wie Photoshop Lightroom kosten Geld, ganz abgesehen von der investierten Zeit. Besonders gute Objektive leihe ich mir manchmal bei einem Internetversand.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Ich möchte mehr reisen und das mit der Fotografie verbinden. Ein Traum wäre zum Beispiel, das Holi-Festival in Indien zu besuchen. Perspektivisch wünsche ich mir, einen kompletten Tag in der Woche der Fotografie widmen zu können.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... vielleicht meine ganzen Festplatten durchgehen, aussortieren und Bilder bearbeiten. Oft bleibt neben der Arbeit wenig Zeit, einzelne Bilder noch einmal ganz in Ruhe zu betrachten und nachzufühlen.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Ich habe mich auch mit vielen Gründern, die nicht aus der Branche kommen, unterhalten. Das hat mich unglaublich bereichert. Ich kann sehr empfehlen, mit Leuten zu sprechen, offen und mutig zu sein und sich immer weiter zu entwickeln. Alles kommt so, wie es soll.

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