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Wirtschaft

wi3 Consulting e.V.

März 2017

Unternehmen
wi3 Consulting e.V.

Gründer
Pascal Reisdorffer

Gründungsdatum
August 2015

Branche und Unternehmen:
Studentische Unternehmensberatung

Motto:
"Tue Gutes und erfahre Gutes."

Interview mit der Gründer Pascal Reisdorffer

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
Natürlich gibt es schon andere studentische Unternehmensberatungen. Aber uns zeichnet aus, dass wir einen besonders starken sozialen Fokus und einen besonders starken Fokus auf den Mehrwert der Studenten haben. Bei uns kann man seine Persönlichkeit weiterentwickeln. Auch wenn wir Projekte für Unternehmen durchführen: Wir versuchen, die studentischen Mitglieder immer an erste Stelle zu setzen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Der erste Erfolg war, dass ich genügend andere Kommilitonen gefunden habe, die Lust hatten, diesen Verein mit mir zu gründen. Diesen bin ich für ihren großen Einsatz zur Gründung des Vereins sehr dankbar. Und dann: dass wir gemerkt haben, dass der Verein gewollt und gewünscht ist – von der Hochschule und von Kooperationspartnern, die uns finanziell unterstützt haben. Schließlich waren wir Studenten, die das alles erst einmal aus eigener Kasse finanzieren mussten.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
In der Schule habe ich mich immer schwergetan, weil ich einfach nicht den Sinn darin gesehen habe. Erst, als ich dann BWL studierte, habe ich begonnen, mich auf das Berufsleben vorzubereiten. Ich bin in eine studentische Unternehmensberatung gegangen und habe mehrere Projekte machen dürfen. Bei meinen Praktika in der Baxter Deutschland GmbH habe ich viel über die "Future Work Culture" gelernt. Dann ging’s in Richtung Controlling und Analytics, unter anderem im Kreditrisikomanagement einer Bank.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
In meinem Bachelorstudium habe ich durch eine studentische Unternehmensberatung mein Studium finanzieren können, viel Praxiserfahrung gesammelt, Schulungen mitgemacht und mir ein kleines Netzwerk aufbauen können. Der Hauptgrund war, genau dieses, von dem ich profitiert habe, den anderen Studenten in Wiesbaden zu ermöglichen. Darüber hinaus macht es mir einfach Spaß, etwas zu bewegen – und eine persönliche Bereicherung ist es auch.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Ich hatte viele Gespräche mit Frau Bolduan vom Career und Competence Center der Hochschule Rhein-Main. Irgendwann war sogar sie es, die Druck gemacht hat, da sie den Verein als etwas Positives gesehen hat. Ein Tipp, für den wir ihr sehr dankbar sind, war zum Beispiel, dass wir unsere Schulungen nicht ganz kostenlos anbieten, damit die Studenten dann auch wirklich kommen. Ohne diesen Tipp wäre die erste Veranstaltung vermutlich ins Wasser gefallen.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründer erlebt?
Wir hatten eine lange Vorbereitungszeit, sodass die ersten Tage nach der Gründung eigentlich ganz normal waren. Real wurde es, als wir unsere ersten Anwärter bekommen haben und nebenbei die anderen Tätigkeiten weiter vorantreiben mussten. Man muss bei uns eine Anwartschaft machen, um Mitglied zu werden: ein halbes Semester, in dem man Schulungen macht, ein kleines Projekt hat – das müssen wir alles betreuen. Der Erfolg hat sich zwar gut angefühlt, aber, was wahrscheinlich jeder Gründer sagt: Wenn es läuft, wird es sehr stressig und die Dynamik reißt einen mit. Ich würde es so zusammenfassen: Stolz und Stress.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die größte Herausforderung war für mich, alles unter einen Hut zu bekommen: Werkstudententätigkeit, Uni, Verein, das Leben drumherum. Wie habe ich’s gelöst? Man soll ja ehrlich sein: Ich studiere jetzt länger. Eine andere Herausforderung war, wieder ein Team aufzubauen. Von unserem Gründerteam waren bald einige im Ausland oder haben sich zurückgezogen. Schnell stand ich alleine da. Dank der Anwärter gab es das Potential, im nächsten Semester wieder durchzustarten. Da war die größte Herausforderung, darauf zu vertrauen, dass die neuen Mitglieder an den Vereinsaufgaben aktiv mitwirken und der Verein engagiert weitergeführt wird.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Wir müssen zum einen Mitgliederakquise machen, damit der Verein nicht ausstirbt. Das passiert über die üblichen Kanäle, die eine Hochschule zu bieten hat: Flyer, Plakate, E-Mails, Online-Banner usw. Auf der anderen Seite müssen wir Unternehmen als Kunden gewinnen, gehen auf Messen, rufen an, verschicken E-Mails und versuchen, Kontakte von Professoren zu nutzen. Wir machen mit dem Vorteil aufmerksam, dass unsere Hochschule so viele Vertiefungen im BWL-Bereich bietet wie fast keine andere Hochschule in Deutschland. Der nächste Vorteil: Wir sind eine FH und damit praktisch orientiert. Wir werben mit der Vielfalt, und damit, dass wir motivierte, engagierte Studenten verschiedener Fachbereiche sind. Nicht zuletzt haben wir als Studenten eine ganz andere Sichtweise. Es ist nicht nur die Betriebsblindheit, die wir nicht haben, sondern wir denken auch noch jünger, anders – kann naiver sein, kann aber auch etwas bringen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Am Anfang: ich privat. Und dann ganz schnell versucht, einen Kooperationspartner zu finden, für den wir Studenten als Zielgruppe interessant sind. Das hat geklappt.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Dass der Verein weiterhin existiert, denn wir haben eine große Fluktuation: Wenn man kein Student mehr ist, tritt man aus dem Verein aus und kann ihn nicht mehr unterstützen. Mich würde freuen, wenn der Verein den Studenten den Mehrwert bietet, der die Gründung initiiert hat: dass man Schulungen erhält, viele Kontakte bekommt, interessante Projekte machen kann, viel lernt und sich weiterentwickelt. Für mich selbst wünsche ich mir, einfach zufrieden zu sein mit dem, was ich tue.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte würde ich ...
... mehr Sport machen und mich mehr sozial engagieren. Aber das ist für mich beides: Rudertrainer und rudern.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Ich würde jedem empfehlen, realistisch zu sich selbst zu sein, was die Gründung für sein Leben bedeutet. Man sollte sich einen Punkt setzen, an dem man aussteigt, wenn es nicht klappt – und dann auch den Mut haben, auszusteigen, wenn dieser Punkt erreicht ist. Vom Scheitern darf man sich nicht mitnehmen lassen, sondern vielleicht zwei, drei Jahre später noch einmal versuchen, eine andere Idee umzusetzen.

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