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Wirtschaft

Wildflower

In ihrem Atelier bietet Sabine Wiese Kurse, in denen die verschiedensten Techniken der Textilgestaltung erlernt werden können – vom Siebdruck über Monoprint und Shibori bis hin zum Fototransfer. Es entstehen einzigartige Designstücke.

April 2018

Unternehmen
Wildflower

Gründerin
Sabine Wiese

Gründungsdatum
Mai 2015

Branche und Unternehmen:
Textilwerkstatt

Motto:
"Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe." (Pippi Langstrumpf)

Interview mit Gründerin Sabine Wiese

Was ist die Besonderheit Ihrer Firma?
In meinem Atelier können die eingefahrenen Wege der Stoffverarbeitung verlassen und neue Richtungen eingeschlagen werden. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen können die verschiedensten Techniken der Textilgestaltung erlernen – vom Siebdruck, Monoprint, Shibori bis zum Fototransfer. Auch die Idee des Upcyclings wird hier aufgegriffen. Außerdem vermittle ich Wissen über Farbgestaltung, Bildkompositionen und unterstütze dabei, den eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden. So entstehen einzigartige Designstücke. Diese kreativen Kurse gibt es natürlich auch für Kinder und Teenies. Etwas in dem Stil meiner Textilwerkstatt gibt es bisher noch nicht in Hessen.

Was sind Ihre ersten beruflichen Erfolge?
Es ist toll zu sehen, dass mein Angebot angenommen wird und es immer mehr Interessenten gibt. Für das Katharinenstift in Biebrich konnte ich zusammen mit dem Atelier "Grit Hoff – Stich für Stich" zwei Räume mit textilen Wandquilts gestalten. Das gab mir die Gelegenheit, mit meiner textilen Arbeit auch in der Öffentlichkeit bekannt zu werden. Außerdem habe ich mich sehr gefreut, dass StadtStück in Wiesbaden meine Wiesbadenbilder in ihr Sortiment aufgenommen haben.

Wie ist Ihr beruflicher Werdegang?
Als Kind wollte ich Modedesignerin werden – gelandet bin ich dann im kaufmännischen Bereich. Heute arbeite ich hauptberuflich bei der Hochschule Rhein-Main im Sprachenzentrum und habe mich nebenberuflich selbständig gemacht.

Was war für Sie der Auslöser, ein eigenes Unternehmen zu gründen?
Die kreative Arbeit war für mich immer ein wichtiger Ausgleich in meinem Leben. Die Erfahrungen und das Wissen, das ich in diesem Bereich sammeln konnte, wollte ich gerne weitergeben. Nach dem Auszug meines Sohnes ergab sich nun auch räumlich die Möglichkeit, meine Textilwerkstatt zu gründen.

Wer hat Sie beraten, wer sind Ihre Helfer und Mentoren?
Nachdem ich von meiner Schwiegermutter eine alte Nähmaschine vererbt bekam, habe ich einen Nähkurs bei "Grit Hoff – Stich für Stich" besucht, die auch heute meine Mentorin ist. Sie hat mich ermutigt, mich dem künstlerischen Aspekt der Textilgestaltung zuzuwenden. Mehrere Besuche in der Masterclass einer anerkannten Leipziger Textilkünstlerin haben meinen weiteren Weg stark beeinflusst. Zum unternehmerischen Austausch nutze ich das Frauen Business Netzwerk Wiesbaden, kurz: fbnw.

Wie haben Sie die ersten Tage als Gründerin erlebt?
Ich war total stolz, als die Webseite endlich online war, und sehr gespannt, wie die Leute wohl darauf reagieren werden. Die vielen positiven Rückmeldungen haben mich bestätigt, dass ich etwas anbiete, auf das viele gewartet haben.

Was war Ihre größte Herausforderung und wie haben Sie diese gemeistert?
Die Webseite zu erstellen hat mich viele schlaflose Nächte gekostet, da ich damit ein mir völlig unbekanntes Terrain betreten habe. Externe Unterstützung, die Hilfe durch mein Netzwerk und der Wille, mein Ziel zu erreichen, haben mich immer wieder angespornt, diese Hürden zu nehmen.

Wie machen Sie auf Ihr Unternehmen aufmerksam? Was ist Ihre beste Vermarktungsidee?
Über meine Webseite kann ich den Menschen am besten zeigen, was sie in meiner Textilwerkstatt erwartet. Selbstverständlich bin ich auch in den sozialen Medien aktiv. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit der lokalen Plattform nebenan.de gemacht. Eine meiner besten Ideen war der Tag der offenen Textilwerkstatt in der Adventszeit. Dieses Event werde ich sicher regelmäßig wiederholen.

Wie haben Sie die Finanzierung Ihrer Gründung umgesetzt?
Da sich meine Werkstatt in unserem Haus befindet, musste ich kein Geld für die Anmietung von Räumen in die Hand nehmen. Die Einrichtung konnte ich in Eigenleistung erbringen.

Welchen Traum möchten Sie noch verwirklichen?
Meine Vision ist es, die Textilkunst aus ihrem Nischendasein hervorzuholen und eine kreative Szene zu schaffen, die sich dem freien Gestalten zuwendet. Textilkunst kann so viel mehr sein als nur Nähen nach Schnittmuster. Ein erster Schritt dahin ist ein neues Konzept: Farbe trifft Nadel in Kooperation mit "Grit Hoff – Stich für Stich". Außerdem plane ich, bald meine erste Vernissage zu organisieren.

Bitte ergänzen Sie folgenden Satz: Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ...
...
noch mehr textile Arbeiten kreieren.

Was ist Ihr besonderer Tipp: Was würden Sie Gründerinnen und Gründern empfehlen?
Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar! Frei nach Astrid Lindgren.

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