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Kultur

Lyrikpreis Orphil 2020

Die Schriftstellerin Marion Poschmann hat den mit 10.000 Euro dotierten Lyrikpreis Orphil der Landeshauptstadt Wiesbaden erhalten. Sie wurde mit dem Preis für ihr bisheriges lyrisches Werk - insbesondere für den 2020 erschienenen Band "Nimbus" (Suhrkamp Verlag) - ausgezeichnet. Der mit 2.500 Euro dotierte Debütpreis ging an Eva Maria Leuenberger für ihren Band "dekarnation". Die Preisverleihung mit Lesung war am 15. September 2020 im Kulturforum Schillerplatz.

Orphil 2020: Marion Poschmann

Eine Fachjury, bestehend aus Björn Jager, Leiter des Hessischen Literaturforums im Mousonturm, dem Literaturredakteur Alf Mentzer und der freien Literaturkritikerin Beate Tröger, hat sich einstimmig für die Preisträgerinnen entschieden.

Mit Marion Poschmann zeichnet die Jury eine Schriftstellerin aus, die mit fünf Gedichtbänden und insbesondere ihrem aktuellen Band "Nimbus" zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen gehört. Ihre Gedichte seien "hintergründig humorvoll und dabei vertraut mit der Tradition und den Formen der abendländischen Lyrik und aufmerksam für die Gegenwart". Beate Tröger lobt besonders, dass die Gedichte gleichermaßen geschichtsbewusst wie gegenwärtig, genau und doch offen, selbstbewusst und subtil seien.

Orphil-Debütpreis 2020: Eva Maria Leuenberger

Eva Maria Leuenberger führt in ihrem Debüt "dekarnation" – 2018 im Literaturverlag Droschl erschienen – "tief hinein in eine archaische, vorzivilisatorische Welt und arbeitet dabei mit der größtmöglichen Reduktion. Auf herausragende Weise gelingt es ihr so, an den Kern unserer Existenz vorzudringen", so Björn Jager.

Lyrikpreis Orphil

Vergeben wird der Orphil-Preis alle zwei Jahre an Lyrikerinnen oder Lyriker, die mit ihrem Werk Stellung beziehen und sich politischen wie stilistischen Moden zu widersetzen wissen. Stifterin ist Ilse Konell, die Witwe des 1991 verstorbenen und viele Jahre in Wiesbaden lebenden Dichters George Konell.

Veranstalter ist das Kulturamt Wiesbaden in Kooperation mit hr2-kultur.

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