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Kultur

Ausstellung: Synagoge. Juden in Görlitz

Bis zum 12. Januar 2019 ist im Aktiven Museum für Deutsch-Jüdische Geschichte in der Spiegelgasse 11 die Ausstellung "Synagoge. Juden in Görlitz" zu sehen.

Die zwölf Text-Bild-Tafeln der Wanderausstellung informieren über das Schicksal der Juden in der östlichsten Stadt Deutschlands und über die Geschichte der bedeutenden, 1911 geweihten Synagoge in Görlitz. Auf zwei Tafeln finden sich allgemeine Erläuterungen zu Ausstattung und Funktion einer Synagoge.

Die Synagoge in Görlitz

Bis zur Reichspogromnacht im November 1938 bildete das imposante Gebäude ein in ganz Görlitz anerkanntes Zentrum jüdischen und religiösen Lebens.
Nach ihrer Schändung wurde die Synagoge über Jahrzehnte dem Vergessen und dem Verfall preisgegeben. 1972 plante man allen Ernstes ihren Abriss. Das konnte durch den unermüdlichen Einsatz des Görlitzer Förderkreises und des Denkmalschutzes verhindert werden. Trotz der noch immer nicht abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen ist dieser Ort heute wieder eine Werkstatt des Gedenkens und der Kultur.

Spiegelgasse war Zentrum jüdischen Lebens

Auch die Wiesbadener Spiegelgasse war einst ein Zentrum jüdischen und religiösen Lebens. Auch hier gab es Abrissplanungen – und zwar im Jahre 1987. Auch hier gelang es der Entsorgung der Geschichte Einhalt zu gebieten und einen lebendigen Ort der Erinnerungsarbeit zu etablieren. Nicht nur zwei Gebäude sind erhalten und einer sinnvollen Funktion zugeführt. In beiden Städten wurde erheblich Raum und Zeit gewonnen für eine Rückbesinnung ohne blinde Flecken und für eine geschichtskluge Auseinandersetzung mit der Gegenwart.

Görlitz ist Partnerstadt Wiesbadens

Görlitz ist die Partnerstadt von Wiesbaden. Wie jede gute Partnerschaft lebt auch diese Beziehung von der Bereitschaft, sich ernsthaft auf einander einzulassen, selbstbewusst, selbstkritisch, voller Wissensdurst, Empathie und wechselseitigem Respekt zu ergründen, was uns verbindet und trennt. Deshalb werden im Rahmenprogramm dieser Ausstellung zwei Vorträge angeboten, die den Umgang mit Orten der Erinnerung in Sachsen und Hessen nach 1945 thematisieren.

Vorträge

  • Donnerstag, 29. November, 19 Uhr, Bibliothek, Spiegelgasse 9
    Prof. Dr. Gerd Weiß, Wiesbaden "Orte der Erinnerung. Synagogen in Hessen nach 1945"
  • Donnerstag, 10. Januar 2019, 19 Uhr, Bibliothek, Spiegelgasse 9
    Daniel Ristau, Dresden "Orte der Erinnerung und erinnerte Orte nach 1945. Synagogen in Sachsen"

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