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FÜR DEMOKRATIE – Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger im Widerstand gegen das NS-Regime

Die Gedenkinstallation "FÜR DEMOKRATIE – Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger im Widerstand gegen das NS-Regime" wurde am 20. Juli im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus der Bürgerschaft übergeben.

Den demokratiefeindlichen Bestrebungen der NSDAP wurde auch in Wiesbaden bereits während der Weimarer Republik Widerstand entgegengesetzt. Ab 1933 engagierten sich Bürgerinnen und Bürger aus sämtlichen nichtnazistischen Parteien, verschiedenen Berufen, den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Schichten sowie fast allen Altersgruppen und Glaubensrichtungen gegen das NS-Regime. Ihnen ist die Gedenkinstallation im Foyer des Wiesbadener Rathauses gewidmet. Sie wurde im Rahmen einer Feierstunde am 20. Juli 2021 der Bürgerschaft übergeben.

Film zur Übergabe im Rathaus

Der Gedenkraum für die Opfer des NS-Terrors im Wiesbadener Rathaus
Film zur Übergabe Gedenkinstallation FÜR DEMOKRATIE m Rathaus© Stadt Wiesbaden

Für ihre Gestaltung konnte der renommierte Frankfurter Installationskünstler Vollrad Kutscher gewonnen werden. Gemeinsam mit Horst Ziegenfusz entwarf er auch die Online-Präsentation, in der unter anderem die von ihm nach historischen Fotografien portraitierten Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer zu sehen sind. Die Widerstandsforscher Dr. Axel Ulrich und Dr. Rolf Faber übernahmen die inhaltliche Gestaltung. Sie erforschten die Biografien von 14 Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern, die Widerstand gegen das NS-Regime leisteten. Ihre Forschungsergebnisse werden im Foyer des Wiesbadener Rathauses und online präsentiert.

FÜR DEMOKRATIE – Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger im Widerstand gegen das NS-Regime blickt auf eine ungewöhnlich lange Entstehungsgeschichte zurück. Bereits 1986 sprach sich die Stadtverordnetenversammlung für die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft aus. Das Mahnmal sollte insbesondere diejenigen ehren, die Widerstand geleistet hatten. Erst 2013 wurde auf Initiative des damaligen Stadtverordnetenvorstehers Wolfgang Nickel schließlich der Beschluss gefasst, einen besonders Erinnerungsort unter anderem für die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer zu schaffen. 

Der mit der Konzeption beauftragte Arbeitskreis entwickelte das Projekt stetig weiter, bis mit dem Foyer des Wiesbadener Rathauses ein hierfür geeigneter Ort gefunden wurde. 2020 befürwortete die Stadtverordnetenversammlung nach entsprechendem Votum des Arbeitskreises und des Ältestenausschusses einen der von Kutscher und Ziegenfusz vorgelegten Entwürfe, sodass die Arbeiten im Foyer beginnen konnten. Am 20. Juli 2021, dem Gedenktag an die deutschen Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, wurde die Gedenkstätte eingeweiht. Vollrad Kutscher, Dr. Axel Ulrich und Dr. Rolf Faber führten in die der Präsentation zugrundeliegende Konzeption ein. Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr, Stadtverordnetenvorsteher a.D. Wolfgang Nickel und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende sprachen Grußworte. Dr. Peter Quadflieg, Leiter des Stadtarchivs Wiesbaden, führte fachlich ins Thema ein. Die Feierstunde wurde als Livestream übertragen. Die Gedenkstätte wird durch eine digitale Präsentation unter dem untenstehenden Link ergänzt.

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