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Kultur

Der Teppich im Festsaal des Rathauses

Der Teppich im Festsaal des Rathauses war ein Hochzeitsgeschenk an den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II.

Der Teppich im Festsaal des Rathauses wurde dem letzten deutschen Kaiser Wilhelm II. anlässlich seiner Hochzeit mit Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg im Jahre 1881 von der englischen Königin und Kaiserin von Indien, Victoria zum Geschenk gemacht.

Er ist 8,14 Meter lang und 7,59 Meter breit, 61,78 Quadratmeter groß, wiegt rund 250 Kilogramm und gilt als Paradebeispiel indischer Teppichknüpfkunst aus der Zeit um 1860.

Bei Ausbruch des Zweiten Weltkrieges befand er sich noch im Neuen Palais zu Potsdam, das seinerzeit vom inzwischen verstorbenen Kronprinzen Wilhelm bewohnt worden war. Aus Sicherheitsgründen wurde der Teppich während des Krieges auf der Burg Hohenzollern in Württemberg aufbewahrt.

Die Stadt Wiesbaden erwarb das ungewöhnlich wertvolle Stück im Jahre 1954 für den Festsaal des Rathauses.

Seine außerordentlich sorgfältige Knüpfung, seine herrlich leuchtenden Farben, die aus kostbarsten Pflanzenfarbstoffen stammen, und sein seltenes Muster, das in Fachkreisen unter dem Namen "Schah Abbas Palmetten mit Wolkenbändern“ bekannt ist, sorgen nach wie vor für Bewunderung.

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