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Ehemalige Häftlinge des KZ-Außenlagers "Unter den Eichen"

Am 9. November 1991 trugen sich ehemalige Häftlinge des KZ-Außenlagers "Unter den Eichen" in das Goldene Buch der Stadt Wiesbaden ein.

Im März 1944 richteten die Nationalsozialisten am nördlichen Stadtrand von Wiesbaden ein Außenlager des Konzentrationslagers Hinzert ein.

In unmittelbarer Nähe zur damaligen Dienststelle der SS waren rund 100 Gefangene interniert. Die meisten waren Luxemburger, die sich gegen die deutsche Besatzung aufgelehnt hatten.

Zu den Aufgaben der Gefangenen gehörte die Errichtung eines Befehlsbunkers für die SS. Als dieser am 18. Dezember 1944 von den Alliierten bombardiert wurde, starben sechs Insassen, da der wachhabende Offizier ihnen den Zutritt zum Schutzraum verweigerte.

Am 23. März 1945 wurde das Lager aufgrund der vorrückenden amerikanischen Truppen aufgelöst und die Inhaftierten auf einen Todesmarsch nach Frankfurt geschickt.

Die geplante Liquidierung wurde schließlich durch den zuständigen Kommandoführer Polizeileutnant Hertert unterbunden und die Überlebenden begaben sich in die Obhut der anrückenden amerikanischen Streitkräfte.

Zur Erinnerung an das Konzentrationslager wurde am 9. November 1991 eine Gedenkstätte in dem ehemaligen Bunker eingerichtet. Am Tag der Eröffnung empfing Oberbürgermeister Exner die ehemaligen Häftlinge im Rathaus.

Im Namen der Stadt entschuldigte er sich für das Unrecht, das den Gefangenen widerfahren war. Seine Gäste dankten ihm für die Einladung und lobten die Gedenkstätte als Mahnmal für zukünftige Generationen. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Cercle Amical Luxembourgeois trugen sie sich anschließend in das Goldene Buch der Stadt ein.

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