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Richard Wagners Oper "Der fliegende Holländer"

Richard Wagners Oper "Der fliegende Holländer" steht am Donnerstag, 5. März, als Wiederaufnahme im Programm des Großen Hauses.

Große Wiederaufnahme im Hessischen Staatstheater: Zu Wagners "Der fliegende Holländer" - in deutscher Sprache – hebt sich am Sonntag, 16. Februar, um 19.30 Uhr der Vorhang im Großen Haus. Weitere Vorstellungen folgen am 5. März sowie am 11. April, ehe die Oper in drei Aufzügen am 20. und 23. Mai in den 2020-er Maifestspielen aufgeboten wird.

Der fliegende Holländer

Treue bis in den Tod ist es, was die schwärmerische Senta sich unter der Liebe vorstellt. Aber braucht ein mit den Wassern aller Meere gewaschener Weltenbummler die absolute Treue eines jungen Mädchens, um seinen Seelenfrieden zu finden? Aus Heines Erzählvorlage schuf Richard Wagner ein Werk in Stimmungsnähe zu Novalis und E. T. A. Hoffmann. Sein "Fliegender Holländer" ist ein Gipfelwerk der deutschen Romantik, die in Utopien und Nachtschwärmereien flüchtet und Frieden nicht in den Konventionen der Gesellschaft, sondern nur im Tod finden kann. Denn zum Sterben braucht der Holländer, ein zu ewiger Heimatlosigkeit Verdammter, ein unseliger Ahasver der Ozeane, Sentas Treueschwur.

Sie ist eine von Wagners Frauenfiguren, deren Schicksalsaufgabe allein die Erlösung des fluchbeladenen Mannes ist. Sentas Liebe wird zum Opfer und Senta zur Märtyrerin – ihr Entschluss ist jedoch auch ein Weg zu sich selbst. Eine mutige junge Frau sucht, findet und wählt einen Ausweg aus der Umklammerung ihrer Umwelt – einen Lebenssinn, der über die Heim- und Herdperspektive ihres Vaters hinausgeht und Senta zur modernen, selbstbestimmten Frau wachsen lässt. Für den männlichen Irrfahrer ist der ersehnte Heimathafen eine Frau, für sie ist ein Heimatloser die Erlösung aus ihrer von Fügsamkeit und Gehorsam vorbestimmten Rolle.

Romantische Oper in drei Aufzügen, in deutscher Sprache mit Übertiteln. Uraufführung 1843 in Dresden.

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