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Jephtha im Großen Haus

Georg Friedrich Händels "Jephtha" feierte Anfang Februar 2018 Premiere im Großen Haus. Die nächste Vorstellung ist am Donnerstag, 22. Februar, um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen folgen am 8. März sowie am 4. und 15. April.

Georg Friedrich Händels (1685 bis 1759) Oratorium "Jephtha" in drei Teilen und in englischer Sprache mit Übertiteln feierte Anfang Februar 2018 Premiere im Großen Haus des Hessischen Staatstheaters. Die nächste Vorstellung ist am Donnerstag, 22. Februar um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen stehen am 8. März sowie am 4. und 15. April auf dem Programm.

Achim Freyer, der weltweit für seine bildgewaltigen Inszenierungen gefeierte Regisseur, Bildende Künstler und Bühnenbildner – einst ein Meisterschüler Brechts – lässt in Wiesbaden seine Bühnenversion des "Jephtha-Oratoriums" von Georg Friedrich Händel entstehen. In einer spektakulären, von ihm selbst entworfenen und gemalten Ausstattung erzählt Freyer von den Gefahren des religiösen Fundamentalismus, denen der alttestamentarische Feldherr Jephtha ausgesetzt ist: Soll er für einen siegreich abgeschlossenen Feldzug seine eigene Tochter dem helfenden Gott zum Opfer darbringen? Wie in der "Antigone" Menschlichkeit gegen Staatsräson steht, so stehen sich in "Jephtha" Menschlichkeit und die Zumutungen einer sich autoritär gebärdenden Religion gegenüber.

Händels Oratorium, sein Alterswerk mit der eindringlichen, tief berührenden Musik mit großen Chören wird von Barock-Spezialist Konrad Junghänel am Pult des Hessischen Staatsorchesters geleitet. Mirko Roschkowski ist als Jephtha zu erleben. In Wiesbaden sang er bereits Belmonte in "Die Entführung aus dem Serail" sowie Boris in "Katja Kabanowa". Die spanische Mezzosopranistin Anna Alàs i Jové und Countertenor Terry Wey stellen sich erstmals dem Wiesbadener Publikum in den Partien Storgè und Hamor vor. Gloria Rehm, die diesjährige Gewinnerin des Faust-Theaterpreises, ist als Iphis zu erleben. In dieser Spielzeit singt sie zudem die Partie der Fiakermilli ("Arabella"), Oscar ("Ein Maskenball") und erneut Königin der Nacht ("Die Zauberflöte"). Wolf Matthias Friedrich, zuletzt in der Partie des Fürsten Gremin in "Eugen Onegin", singt Zebul.

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