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27. Januar 2020: Erinnern an die Opfer

Von der Lesung bis zum Theaterstück - vom 21. Januar bis 6. Februar gibt es aus Anlass des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus ein umfangreiches Programm.

Vor 75 Jahren beendete die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die russische Armee die dort verübten Verbrechen. Für die von den Nationalsozialisten Verfolgten bedeutete es jedoch nicht das Ende des Leidens. Das KZ-System hatte ganz Europa umspannt und Millionen Tote hinterlassen. Diejenigen, die überlebten, vergessen die Qualen zeitlebens nicht. Durch den an den Juden, Sinti und Roma sowie Slawen verübten Völkermord, durch die Verbrechen an geistig und körperlich Beeinträchtigten und die Ermordung unzähliger Menschen aus weiteren niederen Beweggründen wurden nicht nur Familien zerstört und Völker beinahe ausgerottet, sondern es ging auch ein Stück Kultur verloren.

Zentrale Gedenkveranstaltung

Am Montag, 27. Januar, findet die zentrale Gedenkveranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Erinnern an die Opfer" um 18 Uhr im Rathaus am Schlossplatz statt. Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel und Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende werden ein Grußwort sprechen. Referent an diesem Abend ist Professor Dr. Götz Aly. Der Eintritt ist kostenlos möglich.

Programm

Dass insbesondere der Antisemitismus keine Erfindung des NS-Regimes und nur auf Deutschland begrenzt war, legt Götz Aly in seiner 2017 erschienen Studie "Europa gegen die Juden 1880–1945" umfassend dar. Wie sich die Bilder in europäischen Ländern damals und auch heute wieder gleichen, wird er am 27. Januar erläutern. Im Anschluss zeigt die Caligari FilmBühne mit dem Film "Drei Söhne", wie drei Familien mit der Erinnerung an Auschwitz leben müssen. Der Konzertpianist Samuel Cho wird mit Musik des in Auschwitz internierten Komponisten Szymon Laks den Film eröffnen. Mit diesen und weiteren Veranstaltungen erinnert Wiesbaden vom 21. Januar bis 6. Februar 2020 der Opfer des Nationalsozialismus.

Das Kulturamt gestaltet gemeinsam mit in der Gedenk- und historischen Bildungsarbeit, aktiven Wiesbadener Institutionen und Vereinen eine historisch-politische Bildungsreihe rund um den 1996 durch Bundespräsident Roman Herzog proklamierten Tag des Gedenkens. Der Intention des Gedenktages entsprechend thematisiert die Veranstaltungsreihe nicht nur Vergangenes, sondern richtet den Blick darauf, Demokratie zu pflegen. Das "sam - Stadtmuseum am Markt" - erarbeitet gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern einen Stadtrundgang zur Shoah in Wiesbaden, das Theaterstück "remembeRING" erzählt eine ganz persönliche Geschichte der Ausgrenzung.

Zu diesen und allen anderen Veranstaltungen unter dem Motto "Erinnern an die Opfer" lädt der Wiesbadener Kulturdezernent Axel Imholz herzlich ein. 2020 ist es den kooperierenden Vereinen und Institutionen ein Anliegen, mit zahl- und facettenreichen Veranstaltungen ein Zeichen gegen Hass zu setzen.


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