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Kultur

Die hr2-Hörgala: Große Kleinkunstrevue

Brillante Musik, zupackendes Kabarett und virtuose Kleinkunst erwarten die Besucher der hr2-Hörgala am Samstag, 25. Januar, um 19.30 Uhr im Staatstheater.

Am Start sind diesmal das Duo "Zu Zweit", die Musikkomödianten von Bidla Buh, der Kabarettist Till Reiners und die Musikerin und Kabarettistin Liza Kos. Durch den Abend führt hr2-Moderator Alf Mentzer.

Zu Zweit

"Balken biegen für Fortgeschrittene" – das ist eine Kunst, die Tina Häussermann und Fabian Schläper nach eigener Aussage beherrschen. Zusammen heißen sie "Zu Zweit" und verbreiten mit aberwitziger Musik und geschliffenen Dialogen "Fake News", so der Titel ihres aktuellen Programms. Während die beiden bescheiden ihr Tun als "Sprechen, Singen, Quatschgemache" verkaufen, erwartet das Publikum eine virtuose Mischung aus Stimme, Mimik, hoher sprachlicher Kunstfertigkeit – und, wie ein Kritiker einmal bemerkte, "eine Leichtigkeit, wie man sie in der Kleinkunst nicht mehr allzu oft antrifft".

Bidla Buh

Bidla Buh kommen anfangs gerne mal vornehm nostalgisch daher, in Frack mit roter Rose im Knopfloch, gestopften Trompeten, dezenter Jazzgitarre und Pomade im Haar. Und legen los mit atemberaubenden Varianten der alten und neuen Hits und eigenen hintergründigen Chansons. Die brillante stimmliche Performance und perfekte Choreographie von Hans Torge Bollert, Olaf Klindtwort und Jan-Frederick Behrend amüsiert und begeistert mit unverwechselbarem musikalischen Humor und hat ihnen unter anderem schon den Rheingau Musik Preis eingetragen.

Till Reiners - Bescheidenheit

"Kapitalismus? Kommt drauf an." Mit dieser, wie er hervorhebt, "megakritischen" Aussage stellt sich Till Reiners souverän den großen Menschheitsfragen. Der junge Kabarettist gibt aber auch praktische Ratschläge, wie man "fucking reich werden" kann oder "ausgrenzen, ohne ein Arschloch zu sein". Sein neues Programm heißt "Bescheidenheit". Er fragt sich darin: Wenn die Welt schlecht ist − warum funktioniert sie so gut? Er arbeitet sich an einer Antwort ab und scheitert. Das Allerbeste: Wir dürfen ihm dabei zusehen.

Liza Kos

Wenn wir uns fragen, warum diese Russin da auf der Bühne uns ton- und ausdruckslos mit schwerem Akzent etwas erzählen möchte, sind wir wahrscheinlich gerade auf Liza Kos hereingefallen. Dabei ist die Komödiantin und Songwriterin fast so gut integriert wie ihre Balalaika, die inzwischen eher einer Gitarre ähnelt. Zwischen charmantem Nonsens und messerscharfen Pointen bewegt sie sich mühelos. Wenn Geschlechter und Kulturen zusammenprallen, macht das sonst eher Ärger und Sorgen, bei Liza Kos ist es ein satirisches Vergnügen.

Sendetermine: 2. Februar 2020 und 9. Februar 2020, jeweils 12.04 bis 13 Uhr (Wiederholung am 8. und 15. Februar, jeweils 18.04 bis 19 Uhr), Kulturszene Hessen

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