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Kultur

Jüdische Stars im deutschen Sport

Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden zeigt vom 22. Mai bis zum 20. Juni 2021 auf dem Vorplatz des Wiesbadener Hauptbahnhofs die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach".

In einer großformatigen skulpturalen Präsentation würdigt die Ausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach" in Trägerschaft des Zentrums deutsche Sportgeschichte e.V. das große Verdienst jüdischer Sportlerinnen und Sportler für die Entwicklung des modernen Sports in Deutschland und dokumentiert anhand ausgewählter Porträts deren Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus. Die Jüdische Gemeinde Wiesbaden zeigt sie nach der Eröffnung am 22. Mai nun bis zum 20. Juni 2021 auf dem Vorplatz des Wiesbadener Hauptbahnhofs, Schirmherren sind Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und der hessische Minister des Innern und für Sport, Peter Beuth.

17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 17 herausragende deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten, die als Nationalspieler, Welt- und Europameister, Olympiasieger und Rekordhalter zu den gefeierten Idolen ihrer Zeit zählten. Mit überlebensgroßen Silhouetten wird an ihr Leben und ihre Erfolge erinnert. Nur weil sie Juden waren, wurden diese Frauen und Männer während der NS-Zeit aus ihren Sportvereinen ausgeschlossen, Titel wurden aberkannt. Dem deutschen Fußballpionier Walther Bensemann, Mitbegründer des Deutschen Fußball-Bundes, blieb wie vielen anderen nur die Flucht. Nicht wenige Sportler, wie der Fußballnationalspieler Julius Hirsch oder die zehnfache Deutsche Leichtathletikmeisterin Lilli Henoch, wurden deportiert und ermordet. Ralph Klein entkam nur knapp der Deportation nach Auschwitz. Nach dem Krieg war er israelischer, später deutscher Basketball-Nationaltrainer.

Vorgestellt werden zudem die Biografien zahlreicher weiterer jüdischer Sportlerinnen und Sportlern.

Sarah Poewe 2004 erste jüdische Athletin, die für Deutschland eine Medaille gewann

Die Ausstellung bietet mit der Schwimmerin Sarah Poewe aber auch einen Ausblick und stellt eine wichtige Verbindung zur Gegenwart her. Als erste jüdische Athletin nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewann sie 2004 in Athen eine olympische Medaille für Deutschland.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, 21. Mai, um 11 Uhr online statt. Den Livestream finden Sie auf der Homepage der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden, dort wird auch das Video der Eröffnung einige Tage später mit weiteren Informationen zur Verfügung gestellt.

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