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Leben in Wiesbaden

Energiestationen in der Fasanerie

Am 6. August 2020 wurden in der Fasanerie Energiestationen durch Stadträtin Dr. Tilli-Charlotte Reinhardt, Amtsleiterin des Grünflächenamtes Gabriele Wolter und Parkleitung Ute Kilian eingeweiht. Sie dienen der Stärkung der Resilienz - Widerstandskraft - gegen Stress und Krankheit und werden auch Resilienzstationen genannt.

Die Bedeutung der Fasanerie für die Erholung und Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner und Kurgäste war bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Anlass, dass die Stadt Wiesbaden den Park in ihr Eigentum und ihre Verantwortung übernommen hat.

Seit 2012 werden von Christa Diegelmann Fortbildungen für städtische Mitarbeiter zum Thema Stärkung der Resilienz und Burnout-Prophylaxe angeboten. Diese finden einen großen Zuspruch. Sie bringt dabei ihre langjährige Erfahrung als Psycho- und Traumatherapeutin und Psychoonkologin ein. Mit anderen Worten geht es damit auch um den richtige Umgang mit Stress, den Anforderungen im Beruf und des Alltags. Gerade mit dem häufigeren Auftreten von Burnout und Depression ist die Resilienz zur Erhaltung der Gesundheit in aller Munde.

Mit der Entwicklung und Umsetzung von Energiestationen setzt die Fasanerie die Tradition fort, die Erholung und Gesundheit der Einwohnerinnen und Einwohner von Wiesbaden zu fördern. Der beliebte natur- und stadtnahe Park bietet hierfür einen optimalen Rahmen.

Am 17. und 18. Oktober 2019 fanden erstmals Aktionstage des Grünflächenamtes statt. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Abteilungen Grünflächen, Forst, Friedhof, Verwaltung und Fasanerie hatten ihren Einsatzort im Tier- und Pflanzenpark. Die Maßnahme diente einerseits zur Förderung des Teamgeistes im Amt und andererseits zur Attraktivitätssteigerung des Parks.

Schwerpunkt war die Errichtung der "Energiestationen". Im Park wurden Liegen, Hängematten und Sitzplattformen zur Erholung und Entspannung errichtet. Es regen zum Beispiel ein "Begegnungsstuhl" zur Kommunikation und Pflege sozialer Beziehungen an. Beim Balancierparcours werden Achtsamkeit und Eigenverantwortung und das Erkennen der eigenen Leistungsgrenzen gefördert. In einem Vogelnest aus Weidenruten können die Besucherinnen und Besucher Geborgenheit und Sicherheit nachfühlen. Eine blaue "Tür der guten Vorsätze" fördert die Setzung von Zielen und deren Umsetzung. Am Ende der Hauptblickachse in der Fasanerie stehen "lustige Stühle" in blauer Farbe und unterschiedlicher Größe. Hier können sich Erwachsene auf einem großen Stuhl wie Kinder fühlen. Einige Stationen dienen zugleich der Resilienzstärkung als auch als dezentraler Spielbereich.

Geplant wurden die Stationen von Zooplanerin Monika Fiby und der Fasanerie in Zusammenarbeit mit Psychotherapeutin Christa Diegelmann.

Zur Anleitung sind an den jeweiligen Stationen Schilder mit einer Anleitung angebracht. Ein Flyer mit der Vorstellung aller Stationen und der Anleitung zu diesen ist kostenfrei im Besucherzentrum erhältlich.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Stationen erst jetzt eingeweiht werden. In Krisenzeiten, wie wir sie weltweit seit Beginn diesen Jahres erleben, mit der Gefahr des Verlustes von Arbeitsplätzen, sozialen Einschränkungen, geschlossenen Schulen und Kindertagesstätten, hat die Stärkung der eigenen Kräfte und somit der psychischen Widerstandskraft eine besondere Bedeutung für uns alle bekommen.

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