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Jubiläumsfest 70 Jahre Luftbrücke und Tag der offenen Tür

Am Pfingstmontag, 10. Juni 2019, findet auf dem Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim ein großes Jubiläumsfest unter dem Motto "70 Jahre Luftbrücke" statt. Es wird als "Tag der offenen Tür" auf der Clay Kaserne begangen.

Die Berliner Luftbrücke diente der Versorgung der Stadt Berlin durch Flugzeuge der Westalliierten, nachdem die sowjetische Besatzungsmacht die Land- und Wasserwege der "Trizone" nach West-Berlin vom 24. Juni 1948 bis 12. Mai 1949 durch die Berlin-Blockade gesperrt hatte. Am 30. September 1949 wurde die Luftbrücke offiziell für beendet erklärt. Aus diesem Grund steigt das große Jubiläumsfest am Pfingstmontag, 10. Juni 2019, auf dem Airfield in Erbenheim.

Start am 26. Juni 1948

Am 26. Juni 1948 flogen die ersten Maschinen der US-amerikanischen Luftwaffe von Frankfurt (Rhein-Main Airbase) und Wiesbaden (Flugplatz Wiesbaden-Erbenheim) aus zum Flughafen Tempelhof in Berlin und starteten damit die "Operation Vittles - Operation Proviant". Die britische Luftwaffe beteiligte sich mit "Operation Plainfare" an der Luftbrücke. Erstmals ließ sie am 28. Juni 1948 von Wunstorf aus "Dakotas" (Douglas C-47) zum Flugplatz Gatow fliegen. Ab Anfang Juli bis zum Einsetzen des ersten Frosts im Dezember 1948 nutzten die Briten auch Flugboote, die wegen ihrer Korrosionsfestigkeit bevorzugt mit Salz beladen wurden, auf der Unterelbe bei Hamburg-Finkenwerder starteten und in Berlin auf der Havel und auf dem Großen Wannsee landeten.

Weltweit einmalige humanitäre Hilfsaktion

Die "Helden" dieser bislang weltweit einmaligen humanitären Hilfsaktion und Solidarität waren die Flieger und Bodencrews der "Rosinenbomber". Von den damals beteiligten Flugzeugen existieren weltweit nur noch wenige Exemplare. Diese werden durch private Liebhaber, Stiftungen, Museen und Vereine mit großem Aufwand flugfähig gehalten.

"Rosinenbomber" kommen zurück – Luftbrücke wird nachgestellt

Im Juni 2019 kommen fast 40 historischen "Rosinenbomber" anlässlich des 70. Jubiläums der Luftbrücke zurück – sehr wahrscheinlich zum letzten Mal. Die Maschinen der Typen DC3 / C 47, DC4 und JU 52 machen sich von den unterschiedlichsten Plätzen der Welt auf den Weg nach Berlin. Zu den Zusagen gehören Maschinen aus ganz Europa und 15 aus den Vereinigten Staaten. Zwei DC4 werden aus Südafrika dazu stoßen. Und auch die JU 52 ist dabei. Fast 40 Flugzeuge kommen. Dies reicht aus, um die Luftbrücke noch einmal mit den Original-Zeitabständen nachzustellen, begleitet von mehrtägigen öffentlichen Veranstaltungen sowie Schul- und Jugendprojekten. Zum ersten Mal in der Geschichte wird die Luftbrücke für die heutige Generation sichtbar und erlebbar sein.

An den historischen Luftbrücken Flughäfen in Wiesbaden-Erbenheim, Faßberg, Jagel und in Berlin werden Crews und Maschinen dem Publikum ganz nah zur Verfügung stehen. Es wird eine "Luftbrücke zum Anfassen" - neun Tage von Pfingstmontag, 10. Juni, bis Montag, 17. Juni 2019.

Veranstalter der "Rückkehr der Rosinenbomber" ist der Förderverein Luftbrücke Berlin 70 e.V. Dieser wird durch die Vorstandsmitglieder Peter Braun und Thomas Keller als Koordinatoren vertreten. Weitere Infos siehe beim Förderverein Luftbrücke Berlin. In Wiesbaden wird die Veranstaltung als "Tag der offenen Tür" auf der Clay Kaserne begangen. Hier ist die US Army Garrison der Veranstalter.