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Leben in Wiesbaden

Wir für Wiesbaden – Webseite gegen die Einsamkeit

Unter dem Motto "Wir für Wiesbaden" haben Studierende der Hochschule Fresenius eine Webseite für einsame Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen.

Unter dem Motto "Wer zusammen gehört, findet auch zusammen" haben die Studentinnen Alina Lonzick und Lea Hirt der Hochschule Fresenius eine Webseite für Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen. Dort finden einsame Menschen – oder solche, die sich einsam fühlen – gebündelt zahlreiche Angebote, über die sie gesellschaftlich Anschluss finden oder Hilfe in Anspruch nehmen können. "Wir für Wiesbaden" ist ein Projekt gegen Einsamkeit.

Mit der Seite wollen die Macher Mut machen, über den eigenen Schatten zu springen, nach draußen zu gehen und im nächsten Schritt zusammen mit Gleichgesinnten die eigene Lebensqualität zu erhöhen. Einsamkeit ist ein großes Problem in der Gesellschaft und wird leider immer noch zu oft tabuisiert. Betroffene haben Hemmungen oder schämen sich. Gründe dafür, warum sie sich dann immer mehr zurückziehen und in eine Spirale geraten, aus der es dann keinen Ausweg gibt.

Immerhin: Wenn man Menschen direkt fragt, ist ihnen die Problematik bewusst: Laut Angaben von Statista sehen 68 Prozent der deutschen Bevölkerung Einsamkeit als ein "großes beziehungsweise sehr großes Problem" an - altersgruppenübergreifend. Am stärksten betroffen sind die Altersgruppen 35 bis 49 und 50 bis 64 Jahre, hier gaben 73 beziehungsweise 80 Prozent der Befragten diese Antwort. Die Ursachen sind vielfältig, der Umzug in eine andere Stadt, der Tod von Angehörigen oder Freunden, die Trennung vom Lebenspartner oder die Tatsache, keinen Partner finden zu können – alles Faktoren, die hier eine Rolle spielen.

Für viele ist es schwer, einen neuen Bekannten- oder Freundeskreis aufzubauen, auch weil sie viele Möglichkeiten gar nicht kennen oder nicht wissen, wo sie suchen sollen. Deshalb machten sich die Studentinnen an die Arbeit, identifizierten entsprechende Angebote in der hessischen Landeshauptstadt, klassifizierten diese nach Altersgruppen, schrieben Texte und bündelten alles übersichtlich auf der Webseite.

Verlinkungen führen Nutzer direkt zu den vielfältigen Angeboten. Auch Hinweise zu Computerkursen findet man. Die Macher wollen, dass für jeden und für jede Altersgruppe etwas dabei ist. Im "Kummerkasten" sind Stellen aufgeführt, an die sich Menschen in einer Notsituation wenden können.

Die Hochschule ist neu in Wiesbaden und wurde mit offenen Armen empfangen. Mit dem Engagement der Studierenden will man nun der Stadt und ihren Menschen etwas zurückgeben.

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Wir für Wiesbaden: Die Studentinnen Alina Lonzick und Lea Hirt. wiesbaden.de / Foto Hochschule Fresenius
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