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Leben in Wiesbaden

Online-Vorträge - Geburtshilfe zwischen Ideal und Ideologie

Im Herbst 2021 finden in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. , Landesverband Hessen drei Online-Vorträge im Rahmen der Themenreihe "Geburtshilfe zwischen Ideal und Ideologie" statt.

Grußwort Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende

Herbst 2021: Drei Online-Vorträge zum Thema Geburtshilfe.
Grußwort Oberbürgermeister: Vortragsreihe Geburtshilfe© Stadt Wiesbaden

Für die Veranstaltungen am 15. September, 6. Oktober und 24. November 2021 - jeweils online von 17 bis 18.30 Uhr - kann man sich ganz einfach beim Büro der Kommunalen Frauenbeauftragten unter carolin.rauscherwiesbadende für die kostenlose Teilnahme anmelden.

15. September 2021: Professorin Dr. Marita Metz-Becker: Hebammenalltag - Zur Geschichte eines besonderen Berufsbildes

Die Hebammentätigkeit ist so alt wie die Menschheit und der Hebammenberuf gehört zu den ältesten Frauenberufen überhaupt. Von den Hebammen in der Antike über das Mittelalter und die Neuzeit bis in die Gegenwart spannt sich der historische Bogen, den der Vortrag in den Blick nimmt. Dabei werden auch die Veränderungen in der Ausbildung thematisiert, die sich von einem anspruchsvollen Lehrberuf bis zur Akademisierung erstrecken. 

Moderation: Yana Prinsloo

Anmeldeschluss: Montag, 13. September 2021

6. Oktober 2021: Dr. Götz Hartmann: Geboren in ein bedrohtes Leben: Kinder außerhalb der NS-"Volksgemeinschaft"

Die Mütterfürsorge des nationalsozialistischen Regimes war nur für Deutsche gedacht. Frauen und ihren Kindern, die nicht zur "Volksgemeinschaft" gezählt wurden, blieb sie vorenthalten. Ausgehend von zwei exemplarischen Lebens-geschichten schildert der Vortrag das Schicksal osteuropäischer Zwangsarbeiter-innen, die während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland schwanger wurden und ihre Kinder im Säuglingsalter verloren. Außerdem wird der Umgang deutscher Stellen mit den Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen nach 1945 beleuchtet.

Moderation: Professorin Marita Metz-Becker

Anmeldeschluss: Montag, 4. Oktober 2021

24. November 2021: Dr. Wiebke Lisner: Hebammen im Nationalsozialismus: Ein Frauenberuf im Spannungsfeld von Professionalisierung und Politisierung, von Profitieren und Indienstnahme

Hebammen erfuhren im Nationalsozialismus eine als Professionalisierungsschritt zu bezeichnende Aufwertung. Zugleich wurden Jüdische und „politisch unliebsame“ Hebammen ausgeschlossen. „Arische“ und politisch konforme Hebammen profitierten von den Neuregelungen des Berufes, allerdings nur um den Preis ihrer Einbindung in die NS-Rassen- und Bevölkerungspolitik. Im Nationalsozialismus erfolgte eine Fokusverschiebung: Hebammen sollten Mütter und Kinder mit einem selektiven Blick betrachten und nach ihrem "Wert" und ihrer "Leistungsfähigkeit" für den "Volkskörper" beurteilen. Wie gingen Hebammen mit dem Doppelmandat, das sie den Müttern einerseits und dem Staat andererseits verpflichtete um? 

Moderation: Dr. Götz Hartmann

Anmeldeschluss: Montag, 22. November 2021

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